Wo sind wir denn diesmal gelandet?

Heute wollen wir es ruhig angehen und die nähere Umgebung zu Fuß und ganz geruhsam bei der Hitze erkunden.

Crouch End steht zuerst auf dem Plan. Uns erwartet eine hübsche englische Kleinstadt mitten in London mit einem Clock Tower im Mittelpunkt der Straßen, die zu unserem Vergnügen etliche Secondhand-Läden beherbergen. Hier ist in den letzten Jahren die Aufhübschung ordentlich in Gang gekommen, viele Läden, die ökologische Waren aller Art verkaufen.

In Gail‘s Bakery legen wir bei Kaffee, cinnamon bun und chocolate and pecan brownie eine Pause ein. Auch die Brote in der Auslage sehen allesamt sehr appetitlich aus. Hier wohnt der wohlhabende Mittelstand, wie es die Makleranzeigen für die Häuser anzeigen (ab 600.000 Euro, aber das ist das absolut untere Ende der Preisspanne, könnte man dabei sein) und die jungen Mütter mit ihren stylischen Kinderwagen. Diejenigen, die sich hier ein renovierungsbedürftiges Haus vor Jahren gekauft haben, so wie unsere Gastgeber, freuen sich ob der Preissteigerung sicherlich ein Loch ins Knie.

Zu der Zeit sind unsere shopping bags schon gut gefüllt mit Klamotten, Büchern, einer kleinen Vase und einer Ukulele in Ananasform!! „I can’t believe that it is your first day!“, sagte die Verkäuferin, als wir ihr von unserer Vorliebe für charity shopping erzählten und sie die gut gefüllten Taschen sah. Aber wir haben auch nicht immer so ein Glück. Ganz nebenbei gab es noch weitere Ausflugstipps für diese Gegend drauf zu. Wir spazieren dann noch zum anderen Ende der ‚Innenstadt’ bis zur Christchurch, die auf einer weiteren Anhöhe liegt. Aber das wird dann doch zu anstrengend bei 29 Grad und wir gehen erst einmal zurück ins Quartier, um bei den folgenden 32 Grad bis zum frühen Abend Siesta zu machen.

Abends geht es in die andere Richtung nach Harringay zum Essen. Auf der Grand Parade dominieren türkische Geschäfte und Restaurants. Wir folgen dem Hinweis unserer Gastgeber und kehren im Antepliler ein, eine sehr gute Entscheidung. Wir sitzen draußen, essen und trinken vorzüglich, beobachten die Passanten und genießen die 27 Grad abends um 21 Uhr. Uns kommt es so vor, als wären wir schon etliche Tage wieder in London.

Adana, in Joghurt mariniertes Lammfleisch

Ja, wir sind in London – rote Doppeldeckerbusse und Linksverkehr.

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