Auf nach Málaga

In den letzten Jahren haben wir; wer den Blog fleißig verfolgt hat, der weiß das; vielfältige Reiseerfahrungen mit diversen Automobilen gesammelt. Da wir in diesem Reisejahr immer nur ein paar Tage Zeit am Stück haben, müssen wir unseren ökologischen Fußabdruck etwas breiter werden lassen: wir fliegen fast alle Strecken.

Den Beginn macht Norwegian Airlines ab Hamburg. Ein Abflug am Abend gewährt eine zügige Anreise über eine staufreie Autobahn. Ein Blick auf die Abflugtafel sagt uns, dass der Flug nicht ausfällt, sondern nur 20 Minuten später abfliegt als geplant. Die Menschen bei der Sicherheitskontrolle sind freundlich, ja fast entspannt. Alle relevanten Gegenstände landen in den schwarzen Schalen, auch wirklich alle Jacken (Zwiebelprinzip wegen der zu erwartenden Temperaturunterschiede). Der Ganzkörperscanner tut nicht weh.

Und dann kommt eine der beiden Handgepäckstasche doch nicht über das Rollband zu uns gerutscht. Was könnte da drin und übersehen worden sein, was in der anderen Tasche nicht ist? Das Rätsel löst sich auf für uns überraschende Weise: Sie haben eine volle Wasserflasche gefunden, die natürlich nicht mit durch die Kontrolle darf. Die hatten wir komplett vergessen!

Aber austrinken dürfen wir dort am Ende des Förderbands auch nicht. Das möchten wir aber gern, denn prompt setzt stressmäßig ein ungemeiner Durst ein. Da wir noch Zeit bis zum Abflug haben, passt einer auf das gesamte Gepäck auf, die andere wird von dem Sicherheitspersonal, das auch die Flasche trägt, wieder vor die Sicherheitsschleusentür geleitet. Dort wechselt die Flasche wieder die Hände und wird in wenigen Minuten ausgetrunken. Nach Aufruf durch das nette Personal („die Frau mit der Flasche, bitte!“) wird die nun etwas längere Schlange umgangen, noch einmal gescannt (natürlich ohne Jacke, die mit der leeren Flasche wieder in der Schale des Sicherheitspersonals liegt) und schließlich landen alle Dinge wieder in den richtigen Händen.

Wer nun denkt, was die ganze Geschichte eigentlich soll; das gehört ja inzwischen zum Allgemeinwissen beim Fliegen, dass volle Flaschen nicht durchgehen. Tja, auch im anderen Handgepäck befindet sich eine volle Wasserflasche, die allerdings nicht entdeckt wurde. Wir haben dann auch lieber nichts gesagt, um nicht doch noch den Flieger zu verpassen.

Norwegian ist ebenfalls ein Billigflieger. Allerdings sitzen wir in einer neuen Boeing 737 mit Bildschirmen und free wifi an Bord. Das macht den Flug ganz angenehm, auch wenn es Getränke und Snacks nur gegen Bares gibt. Dafür kommen wir für knapp 40€ pro Nase bis nach Málaga, wo noch ein Unwetter tobt. Wir sind gespannt auf die Landung!

Das Heck unserer Maschine, die Rückenflosse, ziert ein Foto von Wenche Foss, einer sehr berühmten und häufig ausgezeichneten und geehrten norwegischen Schauspielerin, die bereits 2011, allerdings 93jährig, gestorben ist. Als die überhaupt erst fünfte Frau in Norwegen erhielt sie ein Staatsbegräbnis.

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