Avebury, Wiltshire 

Auf dem Rückweg nach London legten wir einen Zwischenstopp in Avebury ein. Jede/r kennt Stonehenge, zumindest von Bild- oder Filmaufnahmen. Dabei gibt es Steinkreise (Henge), die noch viel älter und größer sind, aber eben nicht so prominent und allein in der Landschaft herum stehen wie Stonehenge. Hier in Avebury (die Überreste des weltgrößten Steinkreises) kann man sogar ein ganzes Dorf finden, das von einem Steinkreis umgeben ist, inklusive Pub und Kapelle. Dazu ist der Steinkreis nach außen durch einen mächtigen Erdwall abgeschirmt. 


Innerhalb des Kreises gibt es weitere Steinkreise. Die Steine sind nicht behauen wie in Stonehenge. Ausgrabungen haben gezeigt, dass es vom Dorf eine von Steinen gesäumte Allee gegeben hat, die zu einem über eine Meile entfernten Hügel führte. Anders als in Stonehenge darf man zwischen den Steinen herum gehen. Viele Menschen nutzen das schöne Sommerwetter auch für ein Picknick im Schatten eines der riesigen Steine.
Im Manor House hatten wir unerwarteterweise sehr viel Spaß. In einer Kooperation des National Trust mit der BBC wurden die Zimmer wieder hergerichtet, wie sie zu bestimmten Perioden ausgesehen haben könnten, von der Tudorzeit bis hin zu den 1930ern. Die BBC plante eine Serie (2011 ausgestrahlt) über die Restaurierung von solch alten Gebäuden und suchte ein „Versuchskaninchen“, um zu zeigen, wie die Menschen zu unterschiedlichen Zeitrn in solchen Gebäuden gelebt haben. 


Nach dem Abdrehen der Serie ist alles so in den Räumen geblieben. Und nun kommt das gute daran: da alles Repliken sind, darf man alles anfassen und sich sogar in das Bett einer Königin legen (dafür müsste man allerdings die Schule ausziehen, das haben wir nicht gemacht) oder ihre Toilette benutzen (naja, sich zumindest darauf niederlassen). 

 
Aber Kay schlüpfte in die Rolle eines Grafen, der leider allein lebte und so im großen Speisezimmer ganz allein essen musste. Andere spielten eine Partie Snooker, Kinder hatten in der Küche Spaß daran, Getreide in einer Kaffeemühle zu Mehl zu mahlen.


Verkleiden konnte man sich auch, aber das hatten wir ja bereits in Bath gemacht. Das witzigste war das chamber horse, das Zimmerpferd, eine Art Stuhl mit eingebauter Ziehharmonika unter dem Sitz, um darauf hoch und runter zu hüpfen, wie beim Reiten auf einem echten Pferd. Nach einer Weile schwankte dann beim Absteigen auch der Boden unter den Füßen.


Zur Entspannung hätten wir noch einen Tee im Tearoom des Hauses einnehmen können. Wir zogen aber die deck chairs im Garten vor.

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