Here be dragons – hic sunt leones (ein Songtitel von Kay) … und das in Bath! Zufällig besuchten wir wieder eine Sonderausstellung mit Illustrationen für Kinderbücher, diesmal im Victoria Art Museum, hier standen Drachen im Fokus. Nicht alle Drachen erscheinen dort niedlich und nett.
Und sie vermehren sich sogar im Museum! Für die Kinder waren überall, auch in der ständigen Ausstellung, Dracheneier versteckt, die sie suchen und zeichnen mussten.
Ein Besuch der Stadt ohne Besuch der Römischen Bäder wäre nichts wert. Der Eintrittspreis ist zwar saftig, aber dafür bekommt man einiges geboten. Das fängt schon damit an, dass man die „kilometerlange“ Schlange umgehen kann, wenn man ein Ticket hat (YEAH, ein super Gefühl!). Die Audioguides bieten außer den normalen Tonspuren auch welche für Kinder, die oft interessanter erzählen und eine von Bill Bryson gesprochene mit seinen Eindrücken. Die ausgegrabenen Fundstücke sind toll in Rekonstruktionen und Videoprojektionen eingebunden. Man erhält einen sehr guten Eindruck vom gesellschaftlichen Badeleben zu Zeiten der Römer. Die waren wirklich ganz weit vorn mit Körperpflege, Saunieren und es sich im kalten britannischen Klima Wohlergehen lassen.
Auch der Geist kam nicht zu kurz in den angeschlossenen Tempelanlagen. Der Tempel war Minerva geweiht, der Göttin der Heilkunst. Die gesamte Bade- und Tempelanlage war größer als ein Fußballfeld.

Die heiße Quelle sprudelt auch heute immer noch zuverlässig mit 46,5 Grad und das große Schwimmbecken ist dank ausgefeilter Bautechnik auch nach 2000 Jahren noch wasserdicht. Nur das Sonnenlicht färbt das Wasser grünlich. Die Römer hatten ein Dach darüber gebaut. Das gibt es schon lange nicht mehr.


