Von Karlovy Vary (CZ) nach Heidelberg (D)

Auf dem Hinweg nach Karlsbad sind wir durchs Erzgebirge gefahren, auf dem Rückweg ging’s durchs Fichtelgebirge und die bayerische Oberpfalz. So kann man Deutschland auch kennenlernen. Allerdings war die freie Fahrt kurz hinter der tschechisch-deutschen Grenze (ohne Anzuhalten, wie großartig ist das immer wieder) auch schon wieder zu Ende. Wegen eines schweren Unfalls auf der Autobahn stauten wir uns zur nächsten Abfahrt und legten eine ungeplante, aber willkommene Pause bei McCafé ein. Nach dem nächsten Stau führte uns, zusammen mit tausenden anderen Urlaubern, die Via Carolina (Kalle vier lässt uns nicht los, er wollte sein Königreich Böhmen mit den Reichsstädten Nürnberg und Frankfurt verbinden und ließ gut ausgebaute Handelswege anlegen. Die A6 stellt die direkte Ost-Westverbindung dar, schon damals und auch für uns.) durch das Frankenland. Der Freistaat Bayern entpuppte sich als das Texas Deutschlands für uns, es dauerte gefühlt ewig, bis wir ihn, den Freistaat, durchquert hatten. Das kann auch an der stetig steigenden Temperatur gelegen haben, von nur 17 Grad in Karlsbad ging das Thermometer in Ansbach auf 26 Grad. Inzwischen bei 27 Grad in Baden-Württemberg angekommen, erzählte uns die nette Verkehrsdurchsagerin
vom SWR3 im Radio, dass der ADAC eine Staulänge an diesem Wochenende von insgesamt 3000 km errechnet hatte. Da waren wir bisher ja gut durchgekommen. Und damit es so blieb, verließen wir die A6 schon vor Heilbronn und sind durch den Neckartal-Odenwald gefahren. Das ist auch eine sehr schöne Gegend. Allerdings verdoppelte sich dadurch auch die Gesamtreisezeit von prognostizierten 3,5 auf 7 Stunden. Gut, dass unser Auto über eine Klimaanlage verfügt.

der Neckar bei Haßmersheim
Burg an Weinberg, Neckarzimmern

Über die Grenze nahmen wir noch einen nicht ganz blinden Passagier mit. Elvira fuhr als Kühlerfigur auf der Motorhaube von Karlsbad aus mit. Wir haben aber nichts illegales gemacht, denn auch Elvira fiel unter das Schengen-Abkommen und durfte ohne Papiere einreisen. Sie hätte sie sowieso bei dem Fahrtempo nicht rechtzeitig in ihrem Haus gefunden. Beim McCafé beschloss sie, uns wieder zu verlassen. 

„Elvira, leg‘ die Fühler an! Es ist schnell auf der Autobahn!“

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