Der erste Kontakt mit Europa war noch mitten im Atlantik. Wir machen in Ponta Delgarda auf den Azoren fest. Dort haben wir uns ein Auto gemietet und die Insel (naja einen Teil davon, so eine kleine Insel ist dann doch größer als man denkt) auf eigene Faust erkundet. San Miguel hat uns sehr gut gefallen. Hortensien wachsen dort in Heckenform als Feldbegrenzung. Der Strand besteht aus schwarzem Lavagestein. Der Atlanktik war noch sehr kalt für unsere von der Karibik verwöhnten Füße. Es war warm und alles grünte. Und der Espresso war richtig gut und kostete nur 50 Cent!



Nach einem weiteren Seetag legten wir dann am europäischen Festland an, in Lissabon. Dort sind wir zu Fuß vom Schiff in die obere Altstadt gelaufen. Die Schiffe legen quasi mitten in der Stadt an. Durch Zufall liefen wir über einen Flohmarkt. Leider konnten wir nichts mitnehmen, die Koffer waren ja schon alle voll. Anschließend ging es kreuz und quer durch die Gassen, bergauf und bergab, ohne auf den Stadtplan zu schauen, bis wir am Kastell ankamen. Das war weithin sichtbar. Den Eintritt für das Museum dort haben wir uns gespart und sind lieber Espresso trinken gegangen, trotz Touristenviertel ein moderater Preis. Anschließend ging es noch in die neuere Altstadt, die nach einem verheerenden Erdbeben im 18. Jahrhundert neu aufgebaut wurde, rechtwinklige Straßen, barocke imposante Bauwerke.



Abends ging es auf dem Tejo-Fluß wieder hinaus auf den Atlantik und immer an der Küste entlang weiter Richtung Norden. Der nächste Stopp war in Vigo, die größte Hafenstadt im spanischen Galizien. Auch hier lagen wir quasi in der Stadt, einmal vom Schiff stolpern und schon war man in den kleinen Gassen der Altstadt. Diesmal haben wir den Stadtplan benutzt und uns auf den Weg zum Kunstmuseum gemacht. Dort haben wir eine schöne Ausstellung gesehen und einen guten, aber teuren Espresso getrunken.



Nach einem letzten Seetag waren wir dann in Le Havre. Sehr viele unserer Mitreisenden sind nach Paris gefahren. Le Havre wurde als der Hafen von Paris angekündigt, die Distanz von 200 km zwischen beiden Städten wurde wohlweislich verschwiegen. Die Tagesausflüge dorthin dauerten zehn Stunden. Wir wollten lieber in Le Havre bleiben, obwohl die Stadt vom Schiff aus einen wenig attraktiven Eindruck machte, aber das änderte sich schnell. Mit dem am Kai erhältlichen Tagesticket für den Bus-Shuttle in die Innenstadt konnte man auch das gesamte Busnetz der Stadt benutzen. Die Innenstadt ist Weltkulturerbe. Ein Stadtteil davon ist nach dem Krieg vom Architekten Auguste Perret in einem Guß geplant und aufgebaut worden. Wir wussten bis dahin nicht, dass man auch schön mit Beton bauen kann. Besonders hat es uns die Kirche St.Joseph angetan, ein wunderschön gestaltetes Bauwerk. Mit Crêpes und Espresso beschlossen wir den schönen Nachmittag. Wir mussten ja noch die vielen Koffer packen, damit sie schon am Abend vor der Tür stehen konnten.



Und am nächsten Morgen waren wir dann in Southampton. Es regnete. Die Koffer waren da, aber unsere bei Reiseantritt konfiszierten Küchenmesser waren für anderthalb Stunden von der Security nicht auffindbar. Das Telefonnetz des Mobiltelefons funktionierte nicht, kein Empfang, und wir brauchten ein Taxi, das uns nach New Milton in den Caravan, den wir wieder für eine Woche gemietet hatten, bringen sollte. Irgendwann waren die Messer da, ein Taxi gefunden, alle Koffer im Caravan. Im Regen ging es dann zu Fuß zu unserem VW-Bus. Leider war nach einem halben Jahr Einlagerung die Batterie vollkommen entladen (das hätte uns ja mal einer vorher sagen können, dass man die abklemmen muss). Sonnabend Nachmittag, keiner mehr da. Im benachbarten Farm Shop hatten sie nur ein kaputtes Überbrückungskabel. Schließlich kam der Mann unserer Vermieterin, wurde mit dem Überbrückungskabel auch nichts, baute kurzerhand die Batterie aus, fuhr uns zurück und nahm die Batterie zum Aufladen mit nach Hause.

Am nächsten Tag ging es retour, der Wagen sprang an. Die Bremsen waren fest, ließen sich aber mit einem kräftigen Hammerschlag lösen. Es muchelte ein bisschen, aber wir hatten die gute Betty wieder. Den Rest des Tages verbrachten wir nach dem Einkaufen mit putzen und schrubben und auslüften. Alles gut, denn das Wetter war prima.

Our first encounter with Europe was, after six days on the Atlantic, in the middle of the Atlantic. We arrived on San Miguel, one of the nine isles of the Azores. An emerald island, we rented a car and explored it on our own. After another day on sea we. Landed on the European mainland, in Lisbon, Portugal. Our ship sailed into the River Tejo and moored right in front of the old town. We spent a lovely day exploring this beautiful city on our own without looking on a map. We discovered a nice flea market, a good place to drink a decent espresso and finally found the main shopping area. And everything was in Euro and the prices had the tax included again.
We spent the next day in Vigo, Spain. Again, mooring in the middle of the old town, exploring the town on our own, but this time with a map. We found the Marco, the local museum of contemporary art and saw a very good exhibition. We relaxed the next day on sea. After that, we arrived in Le Havre, France. Part of the inner city is a world heritage site and a very good example for good concrete buildings. They definitely made use of the destructions during the bombings in World War II.
The next day was the end of our three weeks cruise, we arrived in Southampton, England. And it was raining!we finally, after some difficulties, arrived in our pre-booked static caravan in the New Forest. The battery of our car was flat, after standing all alone for half a year. And the car was a bit damp. But with a little help of nice people our good old Betty Blue was running again the next day, the sun was shining and the clean-up could start.
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