Wir vermissen das Reisen doch schon sehr. Aber das, was uns während der Reise beschäftigte, können wir auch hier haben. Außer der schönen Landschaft gibt es jede Menge Kunst und Kultur in der Heimat. Daher ging es schon vor einigen Tagen nach Büdelsdorf in die Carlshütte zur NordArt. Zeitgenössische Kunst aus Ecken der Welt, in die man sonst nicht so einfach kommt. Diesmal gab es außer vielen chinesischen Künstlern, die immer reichlich vertreten sind, einen israelischen Pavillon mit zum Teil ganz anregenden Exponaten, zum Teil allerdings auch gefüllt mit Objekten, bei denen man sich streiten kann, ob die Kitschgrenze nicht doch schon überschritten wurde. Im Skulpturengarten standen altvertraute Bekannte, aber auch interessantes neues herum. Glücklicherweise hatten wir uns den zuerst angesehen, bevor der Dauerplatzregen begann. Aber die Kunststudentinnen, die dort jobben, sind sehr nett. Nach dem Besuch der Wagenremise begleitete uns eine von ihnen mit einem großen Schirm zu den Hallen der ehemaligen Eisengießerei.
Gestern waren wir auf Entdeckungsreise in Nordfriesland. Wir begannen in Hattstedt auf dem Mikkelberg, dem nordischen Center für Kunst und Crickett (eine lustige Mischung, oder?). In der diesjährigen Sommerausstellung „Unerwartete Wege“ werden Bilder der dänischen Malerin Joan Riis und des deutschen Malers Uwe Carstens aus Hamburg gezeigt. Letztere trafen so gar nicht unseren Geschmack, zu sehr geprägt von seinem ehemaligen Beruf als Werbegrafiker. Aber die Bilder der Dänin waren klasse.
Später ging es noch ins Nordfriisk Instituut nach Bredstedt zum ersten Vortrag des diesjährigen Sommer-Instituts. Die Leiterin des Museums Kunst der Westküste auf der Insel Föhr, Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, stellte uns die beiden nordfriesischen Maler Hans Peter Feddersen und Jochen Hein vor. Der Vortrag stand unter dem Titel „Ein nie endender Dialog zweier Maler aus Nordfriesland“ und setzte die Bilder Heins, 1961 in Husum geboren, in Beziehung zu Feddersens expressiven Bildern von der Westküste. Beide Maler waren für uns eine Entdeckung und schwupps, schon ist auch noch ein Besuch auf Föhr für den September geplant, denn dann sind dort zwei Ausstellungen von Jochen Hein zu sehen, der für die Einzelausstellung einen Ausstellungstermin in New York hat sausen lassen.
Wir sind wieder da. Sind wir schon wieder da? Das ist schwierig zu beantworten. Unsere Seelen sind noch auf Reisen. Die Körper sind zuhause, das sich aber nur widerständig zurück erobern lässt.
Die vom langen Schlafen in zu kurzen Betten auf zu durchgelegenen Sitzpolstern angeschlagenen Körper sind dank Ostheopathie-Behandlungen und Ibuprofen 800 schon auf dem Wege der Besserung. Die vielen vor einem Jahr gepackten Kartons, die in Nachbars Keller lagerten, sind fast alle geleert. Aber auf unserem Dachboden schlummert noch einiges. Das Auspacken und wieder Einrichten gestaltete sich nicht so einfach wie gedacht. Wir haben ja beim Packen bereits kräftig aussortiert und bei jedem Teil überlegt, ob wir es in einem Jahr wiedersehen wollen. Nun kam aber doch wieder jedes verbliebene Ding auf den Prüfstand, und wieder fuhren wir etliches ins nahegelegene Sozialkaufhaus, damit andere damit glücklicher werden. Die Veränderungen einer so langen Reise schlagen sich eben nicht nur im Äußeren wieder, sondern auch in den Bedürfnissen und Vorlieben, die sich anders entwickelt haben.
Der Garten hatte sich in der Abwesenheit trotz Pflege im Frühjahr innerhalb kürzester Zeit in eine grüne Hölle verwandelt. Einen Kick-Start bekam er, als wir unsere Kinder und deren Freunde zum freiwilligen Arbeitseinsatz einluden. Insgesamt ca. 30 Stunden konzentrierte Arbeit im Garten an einem nieseligen Sonntag zahlten sich schließlich aus. Den Rest schaffen wir mit der Zeit auch allein. Die Chance der unbegrenzten Zeit wird neben der Gartenarbeit für die Aufarbeitung von alten Möbelstücken genutzt. Inzwischen sind bestimmt schon acht Schränke jeglicher Größe abgeschliffen und neu lasiert bzw. geölt bzw. gewachst bzw. geölt und gewachst und kiloweise Grünabfälle zum Recyclinghof gefahren. So nimmt das häusliche Interieur nebst Garten langsam bewohnbare Formen an.
Fertig! Mit vier Körnungen abgeschliffen, geölt, geschliffen, mehrmals gewachst und poliert!
Zwischen den ganzen notwendigen Arbeiten sehnen wir uns aber auch nach dem Zustand des Reisens zurück. Nun wohnen wir ja dort, wo andere ihren Jahresurlaub oder gleich ihren Ruhestand verbringen, weil es hier so wunderschön ist. Wir haben bereits drei Radtouren in die Umgebung gemacht. War sehr schön, aber auch anstrengend, wir leben schließlich im Naturpark Hüttener Berge. Und die haben ihren Namen nicht von ungefähr.
in der Nähe des Nord-Ostsee-KanalsEckernförder BuchtEckernförde ist schon gut, nur ein bisschen zu viele Rentner hier
Und wir vermissen tea and scones. Aber das kann man ja auch selbst machen. Daher haben wir eine kleine Testreihe gestartet. Inzwischen sind wir bei einem Rezept aus einer National Trust Broschüre gelandet und modifizieren es nach und nach für unseren Geschmack. Sie sind zwar noch nicht ganz optimal, aber es sieht doch schon ganz gut aus, oder?
fruit scones and plain scones with jam and butter (no clotted cream)
Trying to get used to our old home again. Unpacking boxes, working in the garden, brushing up old furniture. And from time to time taking the bikes for a ride into our own beautiful countryside. We miss tea and scones dearly, so we started to bake them ourselves. We’re still working on the final recipe but we’re getting closer.
… gehören auch zum Besitz des National Trust. Das wussten wir vorher nicht. Es erschien uns nur so, als wenn wirklich jede und jeder die schon einmal gesehen hat, wenn nicht in echt, dann doch im Fernsehen oder auf einer Abbildung. Und wenn man schon mal dort in der Gegend ist, dann kann man sie ja auch erkunden.
es gibt unterschiedlich lange Spazierwege, für jede Aufenthaltsdauer die passende Längegut, dass das Telefon eine Taschenlampenfuktion hat, so kann man auch Höhlen erkundenMit uns waren (das erste Mal auf einem Gelände des National Trust) eigentlich nur Nicht-Briten auf den Klippen und dafür dann aber auch gleich ganz viele. So viele, dass wir im Café eine (nicht nur gefühlte) Ewigkeit anstehen mussten, denn das ist schon nicht so einfach mit der fremden Währung und Sprache, die auf einen einprasselt, völlig unvermutet natürlich, denn man ist ja nicht zuhause. Kein Wunder, denn die Fähranleger liegen wirklich direkt unterhalb der Steilküste.
und alle LKWs passen hinein, und dazu noch viele PKWsDas europäische Festland nur anderthalb Stunden entfernt, da kommt man schon ins Überlegen!!
Kleine Rückblende:
Nachdem wir in Amerika achtzehn Wochen im Campervan auf dünnen, durchgesessenen Bankauflagen in einem zu kurzen Bett geschlafen hatten, haben wir es sehr genossen, die folgenden neun Wochen in großen und bequemen Betten in Häusern, Appartements, Schiffskabinen und static caravans zu schlafen. Die „verlegenen“ Schultern taten zwar immer noch weh, aber es wurde immerhin nicht schlimmer, und mit regelmäßiger Gymnastik und Yogaübungen ließen sich die Schmerzen etwas in Schach halten. Nun standen uns noch ungefähr acht Wochen im VW-Bus bevor, wo immerhin das Bett größer und bequemer war. Die Wetteraussichten sagten nur Regen vorher, so dass die Aussicht, ein Vorzelt, bei dem die Nähte undicht wurden und die Reißverschlüsse auch nicht mehr zuverlässig funktionierten, im Regen auf und abzubauen, nicht gerade rosig waren. Dazu kam das schier unlösbare Problem der vielen Dinge, die sich inzwischen angehäuft hatten. Auf dem ersten Teil der GB-Rundreise hatten wir zwei unserer Koffer bei den Londoner Freunden deponiert. Nun hatten wir nicht nur die, sondern auch den riesigen (größer als alle anderen Koffer, die wir haben) Koffer aus Amerika dabei. Wenn das alles im Vorzelt ist, damit wir im Bus schlafen können, ist das Zelt gerammelt voll und wir kommen nicht mehr durch, um z.B. nachts auf die Toilette zu gehen. Und Kochen geht auch nicht ohne Komplettumbau. Insgesamt keine so motivierenden Aussichten für freudvollen Campingurlaub. Dazu kam dann der verlockende Gedanke, dass zuhause unser Haus leer stand, denn die Kinder waren schon vorzeitig ausgezogen.
Die Entscheidung, unsere Reise kurzzeitig zu unterbrechen, um zum Arzt zu gehen und auch das Auto leerer zu bekommen, fiel dann nicht so schwer. Daher also die Fahrt nach Dover. Wir haben die schnellste Strecke nach Hause gesucht, sind von Calais aus nachts durch Nordfrankreich, Belgien, Holland und Norddeutschland in einem Törn hindurch gesaust und waren für die wenigen, die es mitbekamen, überraschend und viel zu früh wieder da.
Aber da sind wir trotzdem nicht, wir lassen die Schultern behandeln, regeln Dinge (davon später mehr) und planen die nächsten Wochen unterwegs.
The White Cliffs of Dover, everybody knows them and has seen at least a picture of them. Why did we go there? Well, they are a property of the National Trust, so no admission for us! But in fact, it’s the shortest way to the continent from Dover to Calais. We definitely had far too much stuff in our van, the weather forecasts were terrible (rain, rain and, for a change, a bit more rain) and our shoulders really hurt after sleeping several months in a bed, too short for us and with nearly no mattresses at all. And at home an empty house was waiting because our children found their own perfect flat sooner than expected. So we decided to take a short break to see a doctor and to settle in into our house again. But hardly anybody knows that we are home. And we are definitely not home yet, a strange feeling. It’s just a break to get organised again and then … off we go again.
Mottisfont near Romsey, Hampshire
Wir waren letztes Jahr im Herbst dort, bei Regen und bei Sonnenschein, und selbst der berühmte Rosengarten sah noch schön aus. Diesmal waren wir ein bisschen zu früh dort, um alle Rosen in voller Blüte zu erleben, aber auch so war es wunderschön und wir haben etliche Anregungen für unseren (nur unwesentlich kleineren 😉) Garten mitgenommen:
Auch im Haus selbst waren wir wieder drin. Zum einen wollten wir uns die Zimmer im oberen Stockwerk ansehen, die uns bei den beiden letzten Besuchen verschlossen blieben. Der Maid’s Room war interessant, Downton Abbey läßt grüßen. Aber spannender war der Blick durch’s Schlüsselloch des Badezimmers. Dort fiel der Blick auf ein ausgewachsenes Krokodil in der Badewanne (Malwine lässt grüßen). Es war aus Pappmaché und die Geschichte dazu war folgende: die Söhne von Maud Russell, der letzten Besitzerin von Mottisfont, bekamen von Freunden der Eltern ein kleines Krokodil geschenkt, das fortan in der Badewanne im ersten Stock wohnte, bis es zu groß war. Dann gaben sie es in einen Zoo. Wir hätten uns in dem Fall schon überlegt, ob Menschen mit so einem Geschenk weiterhin unsere Freunde wären. Aber die Frau, die uns die Geschichte erzählte, meinte dazu lapidar: „Those were the times.“ So war es halt damals in den Kreisen, die Geld hatten und Künstlerfreunde.
Zum anderen gibt es im oberen Stockwerk eine Kunstgalerie, in der wir schon tolle Sachen gesehen haben. Diesmal waren Zeichnungen von britischen Künstlern ausgestellt, die uns sehr angesprochen haben. Nicht so sehr die headliner, die Ausstellung heißt Drawings from Henry Moore to David Hockney, berühmte Namen, die das Publikum natürlich anziehen. Wir haben eher uns ungekannte Künstler entdeckt, können aber keine Fotos zeigen, da das Fotografieren nicht erlaubt war. Aber im Garten stand noch immer die monumentale Skulptur Alien von David Breuer-Weil, deren Entwurfsskizzen ebenfalls in der Ausstellung hingen.
Alien von David Breuer-Weil While staying in Hampshire, we had to visit Mottisfont again. This time in spring and in time for the first blossoms in the lovely walled rose garden. The top-floor art gallery showed drawings from the Schlee Collection and we heard the nice story of the crocodile the boys kept in the upstairs bathroom until it was too big for the bath tub and was brought to a zoo.
Dorset liegt gleich nebenan des New Forest, schon Bournemouth gehört dazu. Diesmal sind wir aber ein bisschen weitergefahren und haben auf einer ganztägigen Rundtour drei ganz unterschiedliche Ziele aus dem National Trust Repertoire angesteuert.
Zunächst ging es über Poole, auch eine schöne Stadt, nach Bovington, einem Ort, der eigentlich nur aus der gleichnamigen Kaserne und den notwendigen Zivilbauten besteht, und dem Tank Museum, das die weltweit größte Sammlung gepanzerter Kriegsfahrzeuge hält. Das fanden wir nun weniger als mäßig spannend, doch wir mussten daran vorbei um nach Clouds Hill zu kommen. In dieses kleine Häuschen unweit der Kaserne zog sich T.E.Lawrence zum Nachdenken und Schreiben zurück. Nach seiner Mission in Arabien, die durch den Filmklassiker mit Peter O’Toole in der Hauptrolle weltweit berühmt wurde, diente er inkognito im Bovington Camp und fuhr nach Dienstschluss mit dem Motorrad in sein Rückzugshäuschen ohne Küche und Toilette, dafür aber mit Badewanne. Bei einer Fahrt mit dem Motorrad ist er dann unerwartet früh auf der Straße zu seinem Haus tödlich verunglückt. Das Haus selbst ist ganz nach seinen Wünschen und Designs eingerichtet worden und schnell besichtigt, wenn man nicht mit den netten guides ins Plaudern kommt. Sie hatten aber auch so interessante Details zu berichten! Danach kamen dann Tee und flapjack aus der Motorradgarage gerade recht.
das kleine Denker-Häuschen, das Zelt erinnert an die Zeit in Arabien – a really tiny cottage and a tent outside, keeping some of Arabia’s spirit in Englanddie Büste von T.E. Lawrence auf einem der Hocker, auf denen Thomas Hardys Sarg stand – the bust of T.E. Lawrence standing on one of the stools which carried the coffin of Thomas Hardydas Badezimmer, eine Wanne, aber keine Toilette – the bathroom, a tub but no toilet
Anschließend ging es weiter auf die Halbinsel Purbeck. Dort liegt Corfe Castle, eine Burgruine, deren Grundlagen bereits zur Zeit der Sachsen errichtet wurden. Die Normannen bauten nach ihrer Eroberung Englands die Burg zu einer mächtigen Wehranlage aus. Sie liegt prägnant auf einem Kreideberg und lässt einem verdeckten Anmarsch von Feinden keine Chance. Während des Bürgerkriegs wurde die Burg mehrmals belagert und schließlich nur deshalb von den Parlamentariern erobert, weil ein Mitglied der Burgleute Verrat übte. Danach sprengten die Parlamentarier die Burg, so dass nun eine malerische Ruine besichtigt wird. Mit uns zusammen hielten sich etliche Schulklassen dort auf, ein beliebtes Ziel für Ausflüge. Das gleichnamige Örtchen Corfe entstand ursprünglich als Baustellenunterkunft für die vielen Arbeiter während des Baus der Burg. Später wurde es eigenständig und ist nun ein englisches Dorf wie aus dem Bilderbuch. Diesmal gab es Cream Tea mit sehr leckeren scones im Garten eines tea-rooms aus dem 18. Jahrhundert.
looking towards Corfe Castle from Corfe villagelooking towards Corfe village from Corfe Castleview of Corfe Castle from the tea-room’s garden
Die eine Seite der Purbeck-Halbinsel liegt am Ärmelkanal und die Fahrt nach Studland Bay war nicht weit. Dem NationalTrust gehört dort der Küstenstreifen, an dem man baden (das war uns zu kalt), sich die geologisch sehr interessanten Gesteinsschichten der Steilküste von der Wasserkante aus ansehen (Teil des Weltnaturerbes Jurassic Coast) und auf der Kliffkante zu den Old Harry Rocks spazieren kann. Letztere waren besonders beeindruckend, zwei Kreidefelsnadeln ein Stückchen entfernt von der Küste. Bis zur letztmöglichen Fotooption (man kann den schmalen weißen Pfad links im Bild auf dem kleinen Grad erkennen) trauten wir uns wegen der potentiellen Absturzgefahr aber doch nicht heran. Aber auch so sind schöne Fotos gelungen. Wir konnten sogar die Isle of Wright sehen.
the amazing cliffs, part of a World Nature Heritageoverlooking Studland Bay, Old Harry Rocks the the foreground, Poole in the background
Der Abluss der Rundtour führte uns durch das Naturschutzgebiet nach Shell Bay und von dort mit der Fähre hinüber nach Poole. Die Fähre kürzt die Strecke, die man sonst rund um Poole Harbour, einem der größten Naturhäfen der Welt, fahren müsste, stark ab. Dafür will sie aber auch bezahlt werden. Man kommt im Ortsteil Sandbanks an, einer kleinen Nehrung, auf der im Vorbeifahren sehr luxuriöse Häuser zu sehen waren.
on the ferry towards Sandbanks; look at the green canvas, you can see it on the picture before as wellboats in Poole Harbour, one of the biggest natural harbours in the world
Round East Dorset:
We visited Clouds Hill, the atmospheric retreat of T.E. Lawrence near Bovington. He served incognito at Bovington Camp as a private after his successful intervention in Arabia. The tiny woodsman’s cottage is a complete man’s world: a bath tub but no toilet (why do we have woods around our house!) and no kitchen (meals where provided in the camp).
Corfe Castle, our next stop, is a ruined fortress, build a thousand years ago, partially demolished during the Civil War and now the perfect place for school children to listen to some old historic stories. We enjoyed the breathtaking views onto the Isle of Purbeck and Cream Tea in the 18th century tea-room’s garden.
Last stop was in Studland Bay, part of Purbeck coastline and of famous Jurassic Coast. Some cliffs are ’striped‘ in golden-reddish colours, some as Old Harry Rocks are white. An impressive sight from the beach and from the heathland on top of the cliff.
We took the toll ferry from Shell Bay to Sandbanks, already a part of Poole and crossed the entrance to Poole Harbour.
Da unsere gute Betty viel weniger Zeit beanspruchte als gedacht (nicht einmal der Reifendruck hatte sich nach einem halben Jahr Einlagerung spürbar geändert), konnten wir die eine Woche Aufenthalt im static caravan im New Forest nutzen, um noch ein paar Ausflüge zu machen. Die Fahrten waren auch gut für die Autobatterie, die konnte sich immer wieder gründlich aufladen. Das Handbuch des National Trust liefert gute Anregungen für lohnenswerte Ziele.
Nach Winchester wollten wir aber eher der Kathedrale wegen. Die Melodie und die Textzeile „I’m flying in Winchester cathedral, sunlight pouring through the break of day“ aus dem Lied „Cathedral“ von Crosby, Stills & Nash waberte in unseren Köpfen herum. Also wollten wir uns den Ort ansehen, der schon mal Inspiration für einen Liedtext war. Die Cathedral hat uns allerdings wesentlich besser gefallen als sie im Lied daher kommt. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn wir waren, im Gegensatz zu Graham Nash, nicht auf einem LSD-Trip, als wie sie besichtigt haben.
Winchester selbst ist eine sehr schöne Stadt zum Bummeln. Aufgrund der engen Gassen im Ortskern gibt es einen P&R-Service. Für £2,50 konnten wir unser Auto einen Tag lang parken und beide mit dem Bus in die Innenstadt und zurück fahren. Hinweise zu einer ersten Besichtigungstour kamen noch gratis vom netten Busfahrer dazu. Wir ließen uns gemütlich bis zum West Gate fahren und genossen es, endlich einmal wieder eine richtige Innenstadt zu Fuß zu erleben. Winchester war die Hauptstadt Englands, bevor London sie im 11. Jahrhundert ablöste, und entsprechend eindrucksvoll ist sie mit prächtigen alten Gebäuden bestückt.
High Street
Die Kathedrale ist eine der größten in Großbritannien und besitzt das größte Langhaus Europas. Für die Besichtigung wird ein ordentlicher Eintritt verlangt, aber dafür ist das Ticket auch ein Jahr lang gültig. Es ist allerdings fraglich, ob wir in der Zeit noch einmal dahin kommen werden. Wir haben viel Zeit dort verbracht, denn es war einiges zu entdecken:
Das Grab von Jane Austen, eine der großen englischen Klassiker der Literatur, die 1817 in Winchester starb, nur 41 Jahre alt.Die moderne Skulptur Sounds II des britischen Bildhauers Antony Gormley in der Krypta aus der ersten Bauphase der Kathedrale. Wenn es heftig regnet, steht die Statue bis zu den Knien im Wasser.The Great Screen aus dem 15. Jahrhundert hinter dem Altar, dessen reiche Verzierungen Graham Nashs Fantasie mächtig beeindrückt haben muss.Die mittelalterlichen Fliesen; man läuft auf einem Produkt, das vor 800 Jahren hergestellt wurde und immer noch gut aussieht.Die Büste für William Walker, einem Tiefseetaucher, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Tag für Tag, sechs Jahre lang an den Fundamenten der Kathedrale arbeitete und sie so vor dem drohenden Einsturz bewahrte.Die frühesten Glasfenster stammen aus den 1330ern. Viele, wie auch dieses, wurden im Civil War in den 1640ern zerstört. Die Scherben wurden eingesammelt und, schon damals ganz modern, mosaikartig wieder zusammengesetzt.
Die großartige Winchester Bibel durften wir nicht fotografieren. Sie ist die größte der englischen Bibeln aus dem 12. Jahrhundert, die noch in einem sehr guten Zustand ist. Sie wurde während eines Zeitraumes von 40 Jahren von einem einzigen Mönch geschrieben, was für eine Hingabe! Die farbigen Ausgestaltungen übernahmen sechs Künstler, die für ihre Arbeit u.a. auch Gold und Lapislazuli verwendeten, damals fast unbezahlbar. Kein Wunder, dass die Bibel unvollendet blieb; dem Bischof, der sie in Auftrag gab, ging dann doch trotz gigantischem Reichtums das Geld aus.
Nach einer Stärkung in Form von starkem englischen Tee und cornish pastries in der Fußgängerzone haben wir noch die Winchester City Mill am East Gate besichtigt. Wahrscheinlich die älteste noch voll funktionsfähige Wassermühle, aber an unserem Besuchstag wurde kein Korn gemahlen, ganz gut eigentlich bei einer vorhandenen Stauballergie.
Die Winchester City Mill, das gegenwärtige Gebäude stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Beim Bau wurden die Reste der alten Mühle wiederverwendet.
Our car was in a relatively good state after standing for half a year in a yard. Even the tyre pressure was okay. This gave us time for some outings. Our National Trust handbook had a lot of suggestions, but first we had to visit Winchester because of Crosby, Stills & Nash’s song ‚Cathedral‘. Thank God we didn’t take any LSD, as Graham Nash did during his visit (just listen to the lyrics!). So we had a very nice and interesting time in the building. Walking on medival tiles, visit Jane Austen’s grave, learned about the diver who worked on the foundation of the Cathedral for whole six years, visit the oldest part the Crypt with the modern statue of a man contemplating about the water in his cupped hands, gazed at the Great Screen and the huge glass windows.
After a break with tea and Cornish pastries we had enough energy regained to visit the Winchester City Mill with its more than 1000 years of milling, and still working! Winchester is definitely worth a visit, the High Street had a lot of nice shops, too.
Der erste Kontakt mit Europa war noch mitten im Atlantik. Wir machen in Ponta Delgarda auf den Azoren fest. Dort haben wir uns ein Auto gemietet und die Insel (naja einen Teil davon, so eine kleine Insel ist dann doch größer als man denkt) auf eigene Faust erkundet. San Miguel hat uns sehr gut gefallen. Hortensien wachsen dort in Heckenform als Feldbegrenzung. Der Strand besteht aus schwarzem Lavagestein. Der Atlanktik war noch sehr kalt für unsere von der Karibik verwöhnten Füße. Es war warm und alles grünte. Und der Espresso war richtig gut und kostete nur 50 Cent!
Sete Cidades, one crater lake, two colours, green and blueSan Miguel, an emerald islandlet’s go to the beach, brrr, the water was still very cold
Nach einem weiteren Seetag legten wir dann am europäischen Festland an, in Lissabon. Dort sind wir zu Fuß vom Schiff in die obere Altstadt gelaufen. Die Schiffe legen quasi mitten in der Stadt an. Durch Zufall liefen wir über einen Flohmarkt. Leider konnten wir nichts mitnehmen, die Koffer waren ja schon alle voll. Anschließend ging es kreuz und quer durch die Gassen, bergauf und bergab, ohne auf den Stadtplan zu schauen, bis wir am Kastell ankamen. Das war weithin sichtbar. Den Eintritt für das Museum dort haben wir uns gespart und sind lieber Espresso trinken gegangen, trotz Touristenviertel ein moderater Preis. Anschließend ging es noch in die neuere Altstadt, die nach einem verheerenden Erdbeben im 18. Jahrhundert neu aufgebaut wurde, rechtwinklige Straßen, barocke imposante Bauwerke.
very narrow streets in the old old townCastelo de São Jorge or Castle of St. George, sitting upon Alfama, the oldest quarter of Lisbonthe very representative new buildings after the desastrous earth quake
Abends ging es auf dem Tejo-Fluß wieder hinaus auf den Atlantik und immer an der Küste entlang weiter Richtung Norden. Der nächste Stopp war in Vigo, die größte Hafenstadt im spanischen Galizien. Auch hier lagen wir quasi in der Stadt, einmal vom Schiff stolpern und schon war man in den kleinen Gassen der Altstadt. Diesmal haben wir den Stadtplan benutzt und uns auf den Weg zum Kunstmuseum gemacht. Dort haben wir eine schöne Ausstellung gesehen und einen guten, aber teuren Espresso getrunken.
The Cathedral, everything is made out of stone, all the „painings“ are mosaicsone of Vigo’s famous granite buildings from the turn of the 20th centuryMARCO, the museum of contemporary art by local artists
Nach einem letzten Seetag waren wir dann in Le Havre. Sehr viele unserer Mitreisenden sind nach Paris gefahren. Le Havre wurde als der Hafen von Paris angekündigt, die Distanz von 200 km zwischen beiden Städten wurde wohlweislich verschwiegen. Die Tagesausflüge dorthin dauerten zehn Stunden. Wir wollten lieber in Le Havre bleiben, obwohl die Stadt vom Schiff aus einen wenig attraktiven Eindruck machte, aber das änderte sich schnell. Mit dem am Kai erhältlichen Tagesticket für den Bus-Shuttle in die Innenstadt konnte man auch das gesamte Busnetz der Stadt benutzen. Die Innenstadt ist Weltkulturerbe. Ein Stadtteil davon ist nach dem Krieg vom Architekten Auguste Perret in einem Guß geplant und aufgebaut worden. Wir wussten bis dahin nicht, dass man auch schön mit Beton bauen kann. Besonders hat es uns die Kirche St.Joseph angetan, ein wunderschön gestaltetes Bauwerk. Mit Crêpes und Espresso beschlossen wir den schönen Nachmittag. Wir mussten ja noch die vielen Koffer packen, damit sie schon am Abend vor der Tür stehen konnten.
St. Joseph, the church resembles a lighthousemore than 12700 pieces of coloured glass render the concrete building into one of the most beautiful places we’ve ever beenthe city centre of Le Havre, a good place to live in a world heritage site
Und am nächsten Morgen waren wir dann in Southampton. Es regnete. Die Koffer waren da, aber unsere bei Reiseantritt konfiszierten Küchenmesser waren für anderthalb Stunden von der Security nicht auffindbar. Das Telefonnetz des Mobiltelefons funktionierte nicht, kein Empfang, und wir brauchten ein Taxi, das uns nach New Milton in den Caravan, den wir wieder für eine Woche gemietet hatten, bringen sollte. Irgendwann waren die Messer da, ein Taxi gefunden, alle Koffer im Caravan. Im Regen ging es dann zu Fuß zu unserem VW-Bus. Leider war nach einem halben Jahr Einlagerung die Batterie vollkommen entladen (das hätte uns ja mal einer vorher sagen können, dass man die abklemmen muss). Sonnabend Nachmittag, keiner mehr da. Im benachbarten Farm Shop hatten sie nur ein kaputtes Überbrückungskabel. Schließlich kam der Mann unserer Vermieterin, wurde mit dem Überbrückungskabel auch nichts, baute kurzerhand die Batterie aus, fuhr uns zurück und nahm die Batterie zum Aufladen mit nach Hause.
the second leg of our three weeks cruise, a total of roundabout 8750 km or 5440 miles
Am nächsten Tag ging es retour, der Wagen sprang an. Die Bremsen waren fest, ließen sich aber mit einem kräftigen Hammerschlag lösen. Es muchelte ein bisschen, aber wir hatten die gute Betty wieder. Den Rest des Tages verbrachten wir nach dem Einkaufen mit putzen und schrubben und auslüften. Alles gut, denn das Wetter war prima.
shopping at familiar places again, Betty Blue is on the road again
Our first encounter with Europe was, after six days on the Atlantic, in the middle of the Atlantic. We arrived on San Miguel, one of the nine isles of the Azores. An emerald island, we rented a car and explored it on our own. After another day on sea we. Landed on the European mainland, in Lisbon, Portugal. Our ship sailed into the River Tejo and moored right in front of the old town. We spent a lovely day exploring this beautiful city on our own without looking on a map. We discovered a nice flea market, a good place to drink a decent espresso and finally found the main shopping area. And everything was in Euro and the prices had the tax included again.
We spent the next day in Vigo, Spain. Again, mooring in the middle of the old town, exploring the town on our own, but this time with a map. We found the Marco, the local museum of contemporary art and saw a very good exhibition. We relaxed the next day on sea. After that, we arrived in Le Havre, France. Part of the inner city is a world heritage site and a very good example for good concrete buildings. They definitely made use of the destructions during the bombings in World War II.
The next day was the end of our three weeks cruise, we arrived in Southampton, England. And it was raining!we finally, after some difficulties, arrived in our pre-booked static caravan in the New Forest. The battery of our car was flat, after standing all alone for half a year. And the car was a bit damp. But with a little help of nice people our good old Betty Blue was running again the next day, the sun was shining and the clean-up could start.
Die langsame Internetverbindung verhinderte natürlich auch das Synchronisieren der vielen Fotos zwischen den Geräten und der Cloud. Wir haben nicht nur geschlafen und gegessen an Bord, nicht nur 😉
unsere Kabine 6202, nach vorne raus, schaukelte doch ordentlichflow riderdie sportlichen Aktivitäten wie rock climbing, flow rider, ice skating oder auch Minigolf spielen, haben wir diesmal ausgelassenBingo spielen wird jeden Tag angeboten, aber noch viel mehr Menschen sind jeden Tag im CasinoCircus Show auf der PromenadeCircus Showwilde Tiere waren auch dabeinoch eine Show, diesmal mit Solomon Jaye, super! und natürlich dem fantastische Orchestereine der vielen Kunstauktionen an Bord, auf denen Amerikaner kitschige Bilder kaufenwir haben eine Galleytour gebucht und bekamen einen Einblick in die Abläufe der Küchen.alle unsere Fragen wurden beantwortet, z.B. die nach den immer gerade richtig reifen Bananen. die werden in unterschiedlichen Reifegraden gebunkert und können so während der Fahrt nachreifen.anschließend ging es zum Brunch, um die vielen schön zubereiteten Dinge zu probieren; die Muscheln und Shrimps wurden für jeden frisch zubereiteteines der vielen unterschiedlichen Currys, die jeden Abend serviert wurdenLobster Night, und wenn man nett ist, bekommt man auch mal drei Hummerschwänze
Ja, wir haben schon viel, aber vor allem sehr gut gegessen. Man kann ja auf der weiteren Fahrt wieder abnehmen. 😀
Und dann haben wir ja noch Landausflüge in Europa gemacht. Davon morgen mehr.