Einer der letzten Blogeinträge aus New York, am Wochenende geht unser Aufenthalt nach sechs Monaten in den USA zuende.
Heute ging es in den Meatpacking District, früher sehr heruntergekommen, in den letzten Jahren stark gentrifiziert. Da sich die Sonne dann überraschenderweise doch noch für eine Weile zeigte, sind wir zunächst auf die High Line gegangen, einem Park, der auf der alten Eisenbahnstrecke läuft, die früher die Schlachthöfe und fleischverarbeitenden Betriebe miteinander verbunden hat. Auf einer Strecke von fast 2,5 km sind die hochgelegenen Schienen auf Betreiben engagierter Anwohner 1999 nicht abgerissen worden. Stattdessen ist dort inzwischen ein wunderbarer Park entstanden, über dem Straßenverkehr fast eine Oase der Ruhe und jetzt im Frühling besonders schön.



Am unteren Ende der High Line steht seit neuestem der von Renzo Piano entworfene Neubau des Whitney Museums of American Art. Das Museum ist wegen der Architektur, den Kunstwerken und dem Café mit seiner Dachterrasse im siebten Stock definitiv einen Besuch wert. Wir haben dort den ganzen Nachmittag verbracht und sogar die mit einer Sonderausstellung geehrten Künstlerin June Leaf gesehen.



Ganz in der Nähe gibt es aber auch Kunst für umsonst zu sehen. In der UBahnstation 14th/ 8th Av stehen überall Bronzeskulpturen des Künstlers Tom Otterness. Insgesamt sind es mehr als 130. Möglichst viele davon zu finden bevor der Zug fuhr, war ein bisschen wie eine Schatzsuche. Ein paar sind hier zu sehen, mehr gibt es unter dem Link.
Fun fact am Rande: ausgediente Ubahnwaggons wurden übrigens in der ersten Dekade diesen Jahrhunderts im Atlantik versenkt, um ein künstliches Riff zu schaffen, insgesamt 2500, mit Erfolg, denn inzwischen leben dort mehr Fische als auf dem Meeresboden.



