Nach zweieinhalb Stunden Fahrt mit Bus, Bahn und Ubahn, inklusive eines kleinen Rundgangs über den Union Square kamen wir am Guggenheim Museum an. Sonnabends ist dort für die letzten beiden Stunden der Museumsöffnungszeit Pay-as-you-wish-Eintritt und das wollten wir ausnutzen. Wir wurden dann doch etwas überrascht vom Ansturm der Menschen, die den gleichen Gedanken hatten. Das charakteristische Gebäude steht an der 5th Ave., Ecke 88th St und dort an der Straßenecke stand das Schild mit der Ankündigung, sich ab hier anzustellen, um die vergünstigten Tickets zu kaufen.
Wir waren eine Viertelstunde vor Ausgabe der Tickets dort und die Schlange der Wartenden zog sich vom Museumsseingang am Schild entlang um die Straßenecke und zu Dreiviertel die 88th Street entlang. Bevor die Ticketschalter dann öffneten, mäanderte die Schlange bereits um die nächste Blockecke. Zwei kleine Mädchen, die in 11 East 88th Street wohnen, zeigten sich sehr geschäftstüchtig. Sie wollten zugunsten wohltätiger Zwecke Geld sammeln, hatten Plakate gemalt, Muffins, Cupcakes und Cookies gebacken und verkauften auch Limonade und heiße Schokolade an die Wartenden. Die Cookies waren zwar noch im Backofen, als wir den Verkaufsstand passierten, aber Muffin und Cupcakes schmeckten sehr gut.

Die Warteschlange rückte beständig nach vorne und nach der auch hier obligatorischen Sicherheitskontrolle, diesmal schon vor Betreten des Gebäudes, waren wir mit einem Dollar pro Person dabei. Dafür hat sich das Anstellen gelohnt, denn der normale Eintrittspreis beträgt 22 Dollar pro Person. Da wir auch in diesem Museum vor fünf Jahren schon einmal waren, haben wir die ständige Sammlung links liegen gelassen und uns ganz aus die Sonderausstellung konzentriert. Zur Zeit wird eine Retrospektive der Arbeiten des schweizer Künstlerpaares Peter Fischli und David Weiß mit dem Titel „How to work better“ gezeigt. Die beiden Künstler arbeiteten 33 Jahre miteinander und in dieser Ausstellung werden mehr als 300 Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen gezeigt. Die vielen Objekte waren in jeder runden Ecke des Schneckengehäuses (eigentlich heißt der Teil des Gebäudes Rotunda) aufgestellt. Die gut anderthalb Stunden Zeit, die wir hatten, reichten nicht wirklich aus, diese ungeheure Menge anzusehen. Einige Objekte haben wir im Vorbeigehen angesehen, bei einigen haben wir länger verweilt. Mit den Rufen des Personals, dass das Gebäude in wenigen Minuten schließen würde, erreichten wir das obere Ende des Gehäuses und gingen dann langsam wieder hinunter. Dabei konnten wir noch einige Objekte mehr anschauen. Der Link oben führt zu einem kurzen Video und vor allem Fotos von der Ausstellung (ganz ohne Menschen), man kann sich dort auch die Audioerklärungen zu den einzelnen Objekten anhören.

We saw a retrospective of Swiss artists Fischli and Weiss in the Guggenheim Museum. For the last two opening hours you can get pay-as-you-wish tickets, a great idea, because normal admission would be $22 each. But we were not the only ones who had this smart idea, so the queueing line went around the corner, all along 88th St. Two little girls took the chance to raise money for charity and sold muffins, cupcakes, lemonade and hot chocolate to the waiting people. The exhibition was great, it shows more than 300 sculptures, photographs, videos and installations from their 33 years long collaboration. There was just not enough time to see everything in detail, but we stayed as long as they finally shovelled us out of the building.

