Goodbye, America

Heute haben wir die letzten Dinge erledigt: Sachen verschenkt, die beim besten Willen nicht mehr in die Koffer passten; die Koffer mindestens drei Mal umgepackt, um das Gewicht besser zu verteilen (wir haben keine Waage und hoffen nun, dass auch der größte Koffer nicht die magische Grenze von 23 kg überschreitet); Taxi für morgen früh bestellt, unser Flug geht um 10 Uhr vormittags; uns schon mal online eingecheckt und die Koffergebühren bezahlt; die letzte Wäsche gewaschen, …

… und es war schwierig, alles hinein zu stopfen!!

Kay war auch noch einmal beim barber und hat nun eine passende Frisur für die anvisierten mehr als 30 Grad, die uns ab morgen erwarten. Wahrscheinlich werden wir die nächsten drei Wochen kein Internetzugang haben, also gibt es erst einmal keine Einträge im Blog mehr. Wir werden uns in der Karibik (Haiti, Puerto Rico, St. Maarten, St. Kitts and Nevis) entspannen, danach bei der Atlantiküberquerung ebenfalls. Von den Azoren aus geht es dann an der europäischen Westküste entlang, bis wir wieder nach Southampton kommen.

Und dann noch das Endergebnis unserer kleinen „das Geld liegt auf der Straße“-Erhebung: 92 Münzen in 28 Tagen, wobei wir nicht an jedem Tag unterwegs waren. Das macht dann im Schnitt mehr als drei Münzen pro Tag. Das Geld lag sogar auf der Wall Street, dem Broadway und der Fifth Avenue. Reich wird man davon nicht, das meiste waren Ein-Cent-Stücke. Aber das kleine Döschen war voll.

Bis demnächst! 

Ein letztes Mal nach New York City

Bevor erzählt wird, was wir heute so gemacht haben, kommt erst einmal ein kleines Bilderrätsel. Wo sind die folgenden Fotos wohl gemacht worden?



Wer jetzt auf Schule getippt hat, liegt gar nicht so falsch. 

Rückseite, ehemals Vorderseite

Wir sind heute mal wieder mit der subway unter dem East River hindurch nach Queens gefahren, um das MoMA PS1 zu besuchen. Wenn man vorher die MoMA besucht hat, kann man innerhalb von zwei Wochen umsonst in dieses angeschlossene Museum kommen. Die Abkürzung PS1 steht für public school no. 1. Das alte Schulgebäude von 1892, mit separaten Eingängen für Mädchen und Jungen, war die erste Schule (First Ward school) in Long Island City überhaupt. Der Schulbetrieb wurde nach 71 Jahren wegen Schülermangel eingestellt und das Gebäude wurde zu einem Lagerhaus umgewandelt. Ab Mitte der 1990er Jahre wurde es renoviert und nach insgesamt drei Jahren Renovierungszeit 1997 als das  P.S.1 Contemporary Art Center eröffnet. Drei Jahre später schlossen sich die beiden Museen zusammen.

Obwohl einige Räume und auch der Außenbereich wegen des Aufbaus neuer Ausstellungen geschlossen waren, waren genügend spannende Dinge zu sehen, unter anderem folgendes:

mit Blattgold vergoldete alte Heizungsanlagen
Ausstellungsbesucher, die einen Film eines Künstlers mit dem Smartphone abfilmen
Figuren, die lässig an der Wand hocken

Im Meatpacking District

Einer der letzten Blogeinträge aus New York, am Wochenende geht unser Aufenthalt nach sechs Monaten in den USA zuende. 
Heute ging es in den Meatpacking District, früher sehr heruntergekommen, in den letzten Jahren stark gentrifiziert. Da sich die Sonne dann überraschenderweise doch noch für eine Weile zeigte, sind wir zunächst auf die High Line gegangen, einem Park, der auf der alten Eisenbahnstrecke läuft, die früher die Schlachthöfe und fleischverarbeitenden Betriebe miteinander verbunden hat. Auf einer Strecke von fast 2,5 km sind die hochgelegenen Schienen auf Betreiben engagierter Anwohner 1999 nicht abgerissen worden. Stattdessen ist dort inzwischen ein wunderbarer Park entstanden, über dem Straßenverkehr fast eine Oase der Ruhe und jetzt im Frühling besonders schön. 

Als die High Line noch als Gütertrasse in Betrieb war, liefen die Schienen direkt in die Gebäude hinein, um Fleisch hinein-oder hinaus zu transportieren.
Die Ausblicke auf Downtown sind auch sehr schön.
Es gibt auch immer Kunstprojekte dort „oben“, zur Zeit steht hier der Schlafwandler (sleepwalker), eine lebensecht bemalte Bronzeskulptur von Tony Matelli

Am unteren Ende der High Line steht seit neuestem der von Renzo Piano entworfene Neubau des Whitney Museums of American Art. Das Museum ist wegen der Architektur, den Kunstwerken und dem Café mit seiner Dachterrasse im siebten Stock definitiv einen Besuch wert. Wir haben dort den ganzen Nachmittag verbracht und sogar die mit einer Sonderausstellung geehrten Künstlerin June Leaf gesehen.

Whitney Museum of American Art, NYC
auf jedem Stockwerk kann man hinaus auf die Dachterrassen gehen, auch dort stehen Kunstwerke
Cafe im siebten Stock

Ganz in der Nähe gibt es aber auch Kunst für umsonst zu sehen. In der UBahnstation 14th/ 8th Av stehen überall Bronzeskulpturen des Künstlers Tom Otterness. Insgesamt sind es mehr als 130. Möglichst viele davon zu finden bevor der Zug fuhr, war ein bisschen wie eine Schatzsuche. Ein paar sind hier zu sehen, mehr gibt es unter dem Link.

Fun fact am Rande: ausgediente Ubahnwaggons wurden übrigens in der ersten Dekade diesen Jahrhunderts im Atlantik versenkt, um ein künstliches Riff zu schaffen, insgesamt 2500, mit Erfolg, denn inzwischen leben dort mehr Fische als auf dem Meeresboden. 

Und noch ein Ausflug an den Atlantik

Wir haben inzwischen zu Fuß Upper Midtown erkundet und einen halben Tag in der MoMA (Museum of Modern Art) verbracht und auf beiden Touren viel Kunst und Architektur gesehen. Aber nach den letzten Tagen nur Asphalt unter den Füßen wollten wir mal wieder den Atlantik sehen. Diesmal sind wir nach Coney Island, Brooklyn hinausgefahren. Diese Halbinsel liegt zwar optisch näher an Manhattan als Rockaway, wir konnten von der subway aus, als sie oberirdisch auf den hochgelegenen Schienen fuhr, die Freiheitsstatue sehen. Aber die Fahrtzeit bis nach Coney Island betrug  mehr als zwei Stunden von uns aus. Aber wir mussten die Strecke ja glücklicherweise nicht laufen.

an der Größe des subway Bahnhofs kann man ablesen, welche Menschenmassen in den Sommermonaten nach Coney Island strömen müssen

Die Endstation der subway ist nur einen Block vom Luna Park, einem noch existierenden riesigen Rummelplatz, entfernt. Der Park hat das ganze Jahr über geöffnet, während andere Fahrgeschäfte erst ab Mai öffnen. Der boardwalk am Strand entlang und auch die Pier ist ganz neu, da auch hier der Hurrikan Sandy 2012 enorme Schöden angerichtet hat. Wir waren wieder an einem Montag unterwegs und dachten, wir wären ziemlich alleine. Aber es ist gerade Pessach und mit uns zusammen waren ganz viele orthodoxe jüdische Familien unterwegs.

Coney Island
die Thunderbolt Achterbahn steht unter Denkmalschutz, iat aber noch nicht in Betrieb
das Wonder Wheel Riesenrad steht auch unter Denkmalschutz und läuft im Luna Park, der hat schon geöffnet

Da es recht kühl war, sind wir nicht am Wassersaum entlang spaziert, sondern haben lieber Hotdogs beim Erfinder gegessen. Nathan’s besteht schon seit 100 Jahren, eine Institution in Coney Island, und die Hotdogs aus Rindfleisch sind richtig gut. Aber eine Teilnahme am Wettessen können wir uns trotzdem nicht vorstellen. 

der Hotdogstand von Nathan’s direkt amn der Strandpromenade
Countdown bis zum berühmten Hotdog-Esswettbewerb, der Rekord bezieht sich auf die Anzahl der in 10 Minuten verzehrten Hotdogs

Noch ein Spaziergang durch die Lower East Side

Wo dreht sich in Manhattan alles um das Geld? Richtig, in der Wall Street. Und dort haben wir heute unsere erste Fundmünze des Tages aufgehoben. Das Geld liegt also auch auf der Wall Street, man muss sich nur bücken und es aufsammeln. Die Wall Street hat ihren Namen übrigens von einer Mauer, die die Algoquin Indianer von Manhattan fernhielt. Die Indianer gibt es nicht mehr, die Banker waren alle in den Gebäuden bei der Arbeit, und trotzdem war es sehr voll auf der engen Straße. Sehr viele Touristen, so wie wir und noch viel mehr Schülerinnen und Studenten. Die haben sich alle in der Federal Hall eine Ausstellung zur amerikanischen Verfassung angesehen. 

 

mitten im Finanzdistrict, rechts am Rand steht die New Yorker Börse, beflaggt
 
 
Federal Hall
 
Wir sind aber in das Financial District gegangen, um uns noch ein paar Skulpturen anzusehen, eine von Jean Dubuffet, Four Trees und etliche von Louise Nevelson, die als einzige Künstlerin schon zu Lebzeiten die Ehre hatte, dass ein Platz nach ihr benannt wurde. Auf der Louise Nevelson Plaza sind Skulpturen von ihr aufgestellt.

 

Jean Dubuffets Skulptur ‚Four Trees‘ auf der Plaza der Chase Manhattan Bank
  
Skulpturenpark auf der Louise Nevelson Plaza, im Hintergrund die Federal Reserve Bank, die Notenbank der USA
 

Dann ging es wieder in die Lower East Side, diesmal nach Little Italy und Chinatown. Little Italy präsentiert sich mit seinen heute nur noch ca. 5000 italienischstämmigen Einwohnern als kleine Enklave inmitten von Chinatown, das sich immer weiter ausbreitet. Heutzutage wohnen ca. 80000 chinesischstämmige Einwohner hier. 

 

Wann weiß man, dass man in Chinatown angekommen ist? Wenn sogar der Starbuck’s in einem pagodenförmigen Haus untergebracht ist.
 
 
sieht imposanter aus als es ist, Little Italy besteht eigentlich nur noch auf einem kurzen Stück der Mulberry Street
  
Cafés und Restaurants dicht an dicht
 

Wir sind wieder kreuz und quer durch das Viertel mit seiner niedrigen Bebauung spaziert. Little Italy ist geprägt von Cafés und Restaurants, die alle Sitzgelegenheiten draußen anboten. Es roch dort verführerisch gut. In Chinatown dagegen gab es außer den Restaurants sehr viele Geschäfte. Und jede Menge Menschen, die uns auf der Straße sehr günstige Rolexuhren verkaufen wollten.

 

frischer Fisch und Seafood in Chinatown
  
Krebse in blau-orange, wie die wohl schmecken?
 

Es gibt auch noch Spuren der jüdischen Einwanderer, die aber im Laufe der Jahrzehnte weiter gezogen sind, weil sie es sich leisten konnten, heraus aus dem überbevölkerten Viertel zu kommen. Wir haben auf unserem Weg einige aufgegebene Synagogen gesehen. Etliche Läden sind aber weiterhin in jüdischer Hand und haben daher ab Freitagabend und am Sonnabend geschlossen. 

 

Eldridge Street Synagoge, 1887 erbaut, nach 70 Jahren Leerstand renoviert und seit 2007 wieder als Synagoge in Gebrauch, gleichzeitig auch ein Museum
  
Angel Orensanz Center, einst die älteste Synagoge New Yorks von 1849, später ebenfalls geschlossen, 1986 vom spanischen Bildhauer Angel Orensanz gekauft und zum Atelier umgewandelt, heute ein Kulturzentrum
 

Gegessen haben wir bei Katz’s Delicatessen, einer New Yorker Institution seit 1888. Das ist ein riesiger Raum, der 340 Menschen fassen darf. Wenn man durch die Tür kommt, erhält jeder als erstes ein kleines, orange farbenes Ticket. Darauf wird am Ende notiert, was man alles gegessen und getrunken hat. Als nächstes wird man gefragt, ob man sich selbst bedienen möchte oder den Kellnerservice in Anspruch nehmen möchte. Da die Theke unglaublich lang ist und keine Auslagen oder ähnliches sichtbar waren, wir sahen nur die vielen Salamis, die an der Wand hingen, haben wir uns sicherheitshalber für den Kellner entschieden. Andrew hat uns dann die Spezialitäten, für die das Geschäft berühmt ist, empfohlen und wir haben ein Pastrami Sandwich (geräuchertes und stark gewürztes Rindfleisch) und ein Brisket of Beef Sandwich (geschmorte Ochsenbrust) gewählt, aber ohne Beilagen. Das war gut so, denn die Sandwiches sind riesig. Wir hätten uns auch eines teilen können und wären satt geworden. Und lecker waren sie!! (Auf der Homepage ist ein kurzes Video zu sehen, klickt auf den Link.) Der Laden ist nichts für Vegetarier, hier gibt es nur Fleisch. Dazu gab es die unvermeidlichen pickles, diesmal in Form von zwei unterschiedlich eingelegten Gurken und eingelegte grüne Toomaten, ebenfalls sehr lecker. Nach dem Essen schreibt der Kellner seinen Namen und die Summen auf die kleinen Tickets und man geht zum Bezahlen an einen Schalter am Ausgang. Dort werden die Tickets wieder eingesammelt, auch die unbenutzten. Schade, denn sie wären ein schönes Souvenir gewesen.

zwei lange Wände dicht an dicht mit Fotos von berühmten Personen, die schon mal da waren. Wir saßen unterhalb von Bill Clinton und Jimmy Carter.

Katz’s Delicatessen von der East Houston Street
  
im Hintergrund hängt ein rundes Schild, um den Tisch zu zeigen, an dem im Film „Harry und Sally“ die berühmte Restaurantszene spielt
 
 
An der Wand hing ein dänischer Zeitungsartikel, dessen Überschrift gut beschreibt, was es gibt: Et bjerg af kød mellem to stykker brød (ein Berg Fleisch zwischen zwei Stücken Brot)
 

Wir sind dann noch ein wenig den Broadway entlang gelaufen, bis die Füße endgültig weh taten und wir uns auf den langen Rückweg gemacht haben. Wir sind übrigens mit einem neuen Tagesrekord an Fundmünzen zurück gekommen, 14 waren es diesmal. Das Döschen wird langsam voll.

Der Tag der verschlossenen Möglichkeiten

An den meisten Tagen hat man Glück, manchmal aber auch nicht. Diesen Tag haben wir heute erwischt. Gestern noch sage und schreibe zwölf Geldstücke für unseren Topf von den Bürgersteigen und Straßen New Jerseys aufgesammelt. Heute ging das meiste, was wir machen wollten, nicht. Aber trotzdem kamen wir mit sieben weiteren Geldstücken nach Hause.

Es begann schon mit dem Bus, der nicht kam. Wir sind die dreieinhalb Kilometer zu Fuß zum Bahnhof gegangen. Der Bus holte uns am Ziel ein, mit zwanzig Minuten Verspätung. Dann ging es in Manhattan zur City Hall, dem Sitz der New Yorker Stadtverwaltung. Wir wollten uns für eine kostenlose Führung anmelden, aber der Guide, der das immer gemacht hat, hat aufgehört und sie haben noch keinen neuen gefunden. Pech. Das Gebäude selbst ist weiträumig abgesperrt. Das Woolworth Gebäude  nebenan mit seinem tollen Interieur (sagt der Reiseführer) ist inzwischen in Privatbesitz und nicht mehr zugänglich. Okay, dann eben zum AT&T Gebäude mit seinen vielen Marmorsäulen. Aber auch das war geschlossen, das sehenswerte Erdgeschoss wird gerade renoviert. Also wieder zurück zur City Hall und hinab in die Subway. Unter der City Hall gibt es eine UBahnstation, die schon seit 1945 geschlossen, aber noch voll funktionsfähig ist. Die immer länger werdenden Züge passten nicht mehr hinein und man hatte gleich nebenan schon eine neue, größere Station gebaut. Man kann diese verlassene Station mit ihren schönen Bögen, Mosaiken und Glasleuchtern ansehen, aber nur, wenn man Mitglied im Transportmuseum ist. Oder man steigt an der letzten Station der Linie 6 einfach nicht aus, sondern fährt die Schleife durch die verlassene Station und kann mit etwas Glück einen Blick erhaschen. Wir hatten kein Glück und so muss dieser Link helfen. Es ist wirklich schön dort.

 

City Hall
 
Mit der Linie 6 sind wir dann uptown ins East Village gefahren, um einen der Spaziergänge, die im Reiseführer beschrieben sind, zu machen, verbunden mit dem Besuch einer ganzen Reihe von Secondhand-Läden mit tollen Klamotten. Schon gleich nach dem Aufgang von der UBahnstation sollte ein Kunstwerk, ‚The Alamo‚, zu sehen sein. Aber nein, auch das war weg! Die 4,5 m hohe würfelförmige Bronzeskulptur steht sonst auf einer Spitze und kann mit der Hand gedreht werden. Das wollten wir ausprobieren, aber sie ist bereits seit Oktober 2014 eingepackt und sicher verstaut worden, da der gesamte Astor Place umgebaut wurde und immer doch wird. Papierreiseführer können halt nicht so schnell upgedated werden, obwohl wir eine Ausgabe von 2014/2015 dabei haben. Auch etliche der Secondhand-Läden waren nicht mehr vorhanden, obwohl wir diese im Internet in einer Auflistung von 2015 gefunden hatten. Die, die noch da waren, hatten zum Teil sehr schöne Dinge, aber 1200 Dollar für eine wirklich hübsche Designerjacke waren nicht mehr im Budget enthalten.

Ansonsten ist es im East Village schön. Viele unterschiedliche kleine Geschäfte und Restaurants, viele sehr unterschiedliche Einwanderungsgruppen. Schmale mittelhohe Häuser, zum Teil mit Feuertreppen davor, die Straßen von Bäumen gesäumt.

 

Little Ukraine: die älteste ukrainische Volksgruppe der USA lebt hier. Links das rund um die Uhr geöffnete Lokal Veselka, rechts daneben das Kulturzentrum Ukrainian National Home
 
 
dieses Geschäft verkauft u.a. Cupcakes; die Teekännchen, aber auch die dazugehörigen Tassen sind schon speziell
  
ein typischer Straßenzug im East Village
  
was hier verkauft wird, ist nicht klar; im Schaufenster liegen massenhaft Puppengliedmaße, da wollten wir nicht hinein
 
An einer Kirche in der E 6th St, jetzt eine Synagoge, fanden wir eine Gedenktafel, die eine sehr traurige Geschichte erzählt. Die Kirche, Anfang des letzten Jahrhunderts der Mittelpunkt einer sehr großen deutschstämmingen Gemeinde (der Stadtteil hieß Little Germany), charterte jedes Jahr ein Ausflugsschiff, so auch im Sommer 1904. Bei der Fahrt auf dem East River mit der General Slocum, einem Raddampfer, der erst im Jahr davor alle Sicherheitsüberprüfungen bestanden hatte, waren fast 1400 Menschen an Bord, fast ausschließlich Frauen und Kinder, da die Fahrt an einem Wochentag stattfand. Es brach ein Feuer aus, das Schiff konnte nicht schnell genug ans Ufer gesteuert werden. Rettungsboote und Schwimmwesten waren nicht funktionsfähig. Fast alle Passagiere sprangen voller Panik in den Fluß, die meisten waren allerdings Nichtschwimmer. Es starben mehr als 1000 Menschen. Davon hat sich die deutsche Gemeinde nicht wieder erholt und sie löste sich im darauf folgenden Jahr auf.

Nach dreieinhalb Kilometern kreuz und quer durchs Village brauchten wir eine Pause und einen Stärkung in Form von einer riesigen Portion Burger und Fries.

 

Buffalo Bison Burger mit handgeschnittenen frittierten Kartoffelstreifen
 
 
wohlverdiente und sehr wohlschmeckende Pause im Silver Spurs, LaGuardia Place, Ecke West Houston Street

 Anschließend hatten wir noch Energie für einen kleinen Spaziergang durch Greenwich Village, rund um den Washington Square, bevor es wieder zurück auf die andere Seite des Hudsons ging. 

 

Washington Square Arch
  
Ankündigung für Sprachkurse des ‚Deutschen Hauses‘, Teil der New York University, untergebracht in einem kleinen Kutschenhäuschen in der Straße Washington Mews
  
Werbung am Himmel, fünf Flugzeuge schreiben eine Botschaft
 

Walking tour through East Village and Greenwich Village

Endlich wieder am Atlantik, ein Tagesausflug auf die Rockaways

Wir brauchten mal wieder Strand unter den Füßen und weite Ausblicke über den Atlantik (Ja, wir vermissen Tybee Island!). Also ging es heute auf die Rockaway Halbinsel, am östlichsten Zipfel des Stadtgebietes gelegen, gleich neben dem John-F.-Kennedy-Airport. Aber von den ständig startenden und landenden Flugzeugen haben wir nichts gehört, da das Meer unglaublich laut war. Die Halbinsel gehört zum Borough Queens und besteht aus mehreren Gemeinden. Wir sind in Manhattan in den A Train gestiegen, kurz vor Erreichen der Insel noch einmal umgestiegen, weil wir in die Mitte der Insel wollten und haben dann einen Shuttlezug bis zur Endstation genommen. Das ganze dauert auch nicht viel länger, als zur Upper East Side zu den Museen zu kommen. Von unserem Appartement ist die Insel ca. 35 km entfernt.

 

endlich da!
 
Und dann waren wir wieder am richtigen Ozean und sind am Strand immer der Sonne entgegen gelaufen. Der Strand ist kilometerlang, recht breit und auf dem westlichen Ende, wo wir waren, nicht so hoch bebaut. Es war sehr warm, aber das Wasser war eiskalt, ganz anders als der vom Golfstrom erwärmte Atlantik im Süden Georgias. Unsere Füße wurden sofort ziemlich taub, also sind wir nicht am Wassersaum direkt entlang gegangen. Es war ziemlich windstill, aber die Brecher waren enorm groß. Rockaway ist bei den Surfern beliebt, aber die paar in Neoprenanzügen, die wir sahen, waren eher im Wasser, als auf den Wellenkämmen.

 

auf Rockaway am Atlantik
 
Hier gibt es wieder ganz andere Muschelschalen als im Süden, handtellergroße! Wir konnten nicht widerstehen und mussten noch einige einsammeln. Wir müssen sowieso noch einen Koffer mehr kaufen. Nach ca. 5km haben wir uns eine Stunde ausgeruht und gesonnt, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

 

auf Muschelsuche
 
 
die Tagesausbeute, die kleinen Muscheln sind so groß wie die, die wir bei uns an der Ostsee finden
  
The Rockaways, Blick nach Osten
 
Abends um 20 Uhr waren wir glücklich, müde, hungrig und gerötet wieder zurück auf der anderen Seite des Hudsons

 

und im Hintergrund ist Manhattan zu sehen, vom World Trade Center bis zum Empire State Building
 
We missed the Atlantic Ocean, so we went on an outing to the Rockaway Peninsula, a wonderful long beach in New York City. Well, not directly in the inner city, more next to JFK Airport. The A Train takes you there and it’s absolutely worth the ride. A wonderful and long beach, huge waves, and nearly nobody there, because it was a Monday. We walked two miles, took a long rest and walked back again, not without collecting some more shells. 

Guggenheim Museum

Nach zweieinhalb Stunden Fahrt mit Bus, Bahn und Ubahn, inklusive eines kleinen Rundgangs über den Union Square kamen wir am Guggenheim Museum an. Sonnabends ist dort für die letzten beiden Stunden der Museumsöffnungszeit Pay-as-you-wish-Eintritt und das wollten wir ausnutzen. Wir wurden dann doch etwas überrascht vom Ansturm der Menschen, die den gleichen Gedanken hatten. Das charakteristische Gebäude steht an der 5th Ave., Ecke 88th St und dort an der Straßenecke stand das Schild mit der Ankündigung, sich ab hier anzustellen, um die vergünstigten Tickets zu kaufen. 

  
Wir waren eine Viertelstunde vor Ausgabe der Tickets dort und die Schlange der Wartenden zog sich vom Museumsseingang am Schild entlang um die Straßenecke und zu Dreiviertel die 88th Street entlang. Bevor die Ticketschalter dann öffneten, mäanderte die Schlange bereits um die nächste Blockecke. Zwei kleine Mädchen, die in 11 East 88th Street wohnen, zeigten sich sehr geschäftstüchtig. Sie wollten zugunsten wohltätiger Zwecke Geld sammeln, hatten Plakate gemalt, Muffins, Cupcakes und Cookies gebacken und verkauften auch Limonade und heiße Schokolade an die Wartenden. Die Cookies waren zwar noch im Backofen, als wir den Verkaufsstand passierten, aber Muffin und Cupcakes schmeckten sehr gut.
 

working for Charity
 
Die Warteschlange rückte beständig nach vorne und nach der auch hier obligatorischen Sicherheitskontrolle, diesmal schon vor Betreten des Gebäudes, waren wir mit einem Dollar pro Person dabei. Dafür hat sich das Anstellen gelohnt, denn der normale Eintrittspreis beträgt 22 Dollar pro Person. Da wir auch in diesem Museum vor fünf Jahren schon einmal waren, haben wir die ständige Sammlung links liegen gelassen und uns ganz aus die Sonderausstellung konzentriert. Zur Zeit wird eine Retrospektive der Arbeiten des schweizer Künstlerpaares Peter Fischli und David Weiß mit dem Titel „How to work better“ gezeigt. Die beiden Künstler arbeiteten 33 Jahre miteinander und in dieser Ausstellung werden mehr als 300 Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen gezeigt. Die vielen Objekte waren in jeder runden Ecke des Schneckengehäuses (eigentlich heißt der Teil des Gebäudes Rotunda) aufgestellt. Die gut anderthalb Stunden Zeit, die wir hatten, reichten nicht wirklich aus, diese ungeheure Menge anzusehen. Einige Objekte haben wir im Vorbeigehen angesehen, bei einigen haben wir länger verweilt. Mit den Rufen des Personals, dass das Gebäude in wenigen Minuten schließen würde, erreichten wir das obere Ende des Gehäuses und gingen dann langsam wieder hinunter. Dabei konnten wir noch einige Objekte mehr anschauen. Der Link oben führt zu einem kurzen Video und vor allem Fotos von der Ausstellung (ganz ohne Menschen), man kann sich dort auch die Audioerklärungen zu den einzelnen Objekten anhören.

   

  

  

Tourist attraction (from Suddenly This Overview, 1981-)
 

We saw a retrospective of Swiss artists Fischli and Weiss in the Guggenheim Museum. For the last two opening hours you can get pay-as-you-wish tickets, a great idea, because normal admission would be $22 each. But we were not the only ones who had this smart idea, so the queueing line went around the corner, all along 88th St. Two little girls took the chance to raise money for charity and sold muffins, cupcakes, lemonade and hot chocolate to the waiting people. The exhibition was great, it shows more than 300 sculptures, photographs, videos and installations from their 33 years long collaboration. There was just not enough time to see everything in detail, but we stayed as long as they finally shovelled us out of the building.

Lower Manhattan 2: Beethoven und die Indianer

Und noch einmal nach Lower Manhattan, diesmal mit dem Ziel, möglichst tolle Sachen zu machen und dabei kein Geld auszugeben. Um es vorwegzunehmen, es ist uns gelungen, und wir haben zusätzlich statt der anvisierten einen Fundmünze täglich insgesamt fünf eingesammelt. 

Cube by Isamu Noguchi (on Broadway in front of Marine Midland Bank)

Zunächst stand ein Klavierkonzert auf dem Programm. In der Trinity Church findet zur Zeit jeden Donnerstag um 13 Uhr ein Konzert statt, die Reihe trägt den schönen Titel „Revolutionaries„. Diesmal gab es eine Klaviersonate (No. 2, Op. 53) von Alberto Ginastera, einem argentinischen Komponisten aus dem letzten Jahrhundert und anschließend die „Hammerklavier“-Sonate (Op. 106) vom guten alten Beethoven. Wir kamen ein bisschen zu spät an und fanden deshalb nur noch einen Platz im Seitenschiff. Die Kirche ist sehr groß und sie war gut gefüllt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Aber überall hingen Flachbildschirme, auf denen wir den Pianisten Paavali Jumppanen gut sehen konnten. Allerdings wurde der Musikgenuss etwas geschmälert, nicht nur durch die Menschen, die es nicht länger als höchstens zehn Minuten aushalten können, nur der Musik zuzuhören. Einem Zuhörer ein paar Bankreihen hinter uns gelang es, während des gesamten Konzertes tief und fest zu schlafen, obwohl Beethoven als auch der Zwischenapplaus ziemlich laut war. Aber sein konstantes Schnarchen war besonders während der Pianissimophasen sehr gut zu hören. 

inside Trinity Church, during the concert

Anschließend ging es wieder in das Alexander Hamilton US Custom House. Beim letzten Besuch hatten wir uns ja auf das Gebäude und seine Baugeschichte konzentriert. Aber das Gebäude beherbergt auch das National Museum of The American Indian, George Gustav Heye Center. Es ist ein Teil des Smithsonian und kostet keinen Eintritt. Insgesamt haben wir dort drei unterschiedliche Ausstellungen angesehen. Unbound, Narrative Arts of the Plains zeigt die bis heute überlieferte Tradition, die Geschichte des eigenen Stammes in Zeichnungen auf Häuten, Kleidung, Zeltplanen etc. festzuhalten. Gegenwärtige Künstler nehmen darauf Bezug, malen und zeichnen aber mehr auf ledger book paper, Blätter aus alten, aber auch neuen unbenutzten Kassenbüchern. Die Bilder zeigten Ereignisse aus dem Leben der Künstler und deren Verwandten und wurden wie Bildergeschichten gezeichnet. Klickt auf den Link, dort sind in einer slideshow noch mehr Bilder zu sehen, sehr bemerkenswert. Die Ausstellung Cerámica de los Ancestros, Central America’s Past Revealed gab einen Einblick in die vielfältige Kultur und lange Geschichte der Ureinwohner Zentralamerikas. Die Keramiken, sehr viele und sehr alte Behälter, Figuren, Masken etc., waren beeindruckend, aber nicht das Richtige für uns. Zum Schluss ging es in die Ausstellung über die Indianer des nordamerikanischen Festlandes. Hier wurde Kleidung, Waffen, Masken und Behältnisse ausgestellt. Es gab so viele unterschiedliche Völker hier, weit mehr, als wir bisher wussten. Die Artefakte waren unglaublich kunstfertig und die Geschichte der Auslöschung dieser Kulturen unglaublich traurig. Es ist kaum vorstellbar, allein an der Küste Kaliforniens lebten 200 verschiedene Stämme mit 100 verschiedenen Sprachen, und nichts davon hat überlebt, ist einfach ausgelöscht worden.
 

Conductors of Our Own Destiny, 2013 by Dallin Maybee
  
Women Traditional Dancers, 2012 by Darryl Growing Thunder
 

Gleich hinter dem Museum befindet sich das Fährterminal der Staten Island Ferry, dieser ikonischen gelben Fähren, die nonstop zwischen der Südspitze Manhattans und Staten Island, zehn km entfernt, hin und her pendeln, auch gratis. Wir kamen mitten in die rush hour, der Andrang in der Wartehalle war enorm, aber niemand drängelte, als es an Bord ging. Wir hatten schon damit gerechnet, dass wir auf die nächste Fähre warten müssten, aber diese Schiffe haben ein sehr, sehr großes Fassungsvermögen. Nach 25 Minuten waren wir auf der anderen Seite. Obwohl wir gleich wieder zurück wollten, mussten wir von Bord, wahrscheinlich wegen irgendwelcher Sicherheitsbestimmungen. Also einmal herunter vom Schiff, in die Wartehalle hinein, sich hinten bei den schon Wartenden wieder anstellen und zurück auf das Schiff gehen. Es fuhren nicht so viele zurück, daher bekamen wir einen Platz oben an der Seite, gut zum Fotografieren. 

 

Statue of Liberty
  
Staten Island Ferry
  
Lower Manhattan’s skyline
 

Our aim was to spend a day in Lower Manhattan doing exciting things without spending money. We succeeded. The first thing was a concert in Trinity Church. Thursdays at 1pm are free concerts and we listened to two piano sonatas, one by an Argentinian composer named Alberto Ginastera, and one by famous Beethoven. A very good concert except from the snoring of a man a few pews behind us. He managed to sleep throughout the whole concert, didn’t even wake up during the fortes in Beethovens sonata. Next on our agenda was a second visit to the US Custom House to visit the National Museum of The American Indian, George Gustav Heye Center, which is part of the Smithsonian and free of admission. We saw some amazing pieces of art. The most impressive part was the exhibition Unbound, Narrative Arts of the Plains, see the link above with some examples. The last thing was a trip with the Staten Island Ferry to get a little bit closer towards Miss Liberty. You have to leave the ferry even when you want to return. So off the ferry, into the waiting area, onto the same ferry again and in less than half an hour we were back in Manhattan.

Lower Manhattan, Architektur-Tour

Das Wetter wird besser, endlich durchgehend blauer Himmel und Sonnenschein. Zeit für einen Ausflug nach Lower Manhattan, bei dem Wetter sehen die Fotos auch gleich viel schöner aus.

Heute ging es zuerst in das Skyscaper Museum, ein kleines Museum, das sich ganz den Wolkenkratzern der Welt widmet. Die gerade laufende Sonderausstellung zeigte Arbeiten des Architekturbüros WOHA aus Singapur, die spektakuläre Wohnhäuser für die Megastädte in den Subtropen bauen. Es sind eigentlich quasi vertikale Städte mit viel Grün, sie kommen ohne Klimaanlagen aus und haben viele Gemeinschaftseinrichtungen. Schaut euch mal die Bilder an: Garden City Mega City, rethinking cities for the age of global warming.

der sehr unspektakuläre und unauffällige Eingang zum Skyscraper Museum

Anschließend haben wir uns das Alexander Hamilton U.S. Custom House angesehen. Eigentlich wollten wir uns das Museum der Amerikanischen Indiander ansehen, das in dem Gebäude im Erdgeschoss untergebracht ist. Aber wir kamen gerade zu Beginn einer Führung durch das Gebäude an. Die war umsonst und bisher haben wir ja gute Erfahrungen mit diesen Touren gemacht. So auch diesmal, der Guide war klasse und wir kamen in Räume, die sonst verschlossen sind! Das Gebäude ist nicht nur von außen, sondern auch von innen sehr repräsentativ gebaut wurden. Unter anderem wurde Marmor aus Alaska (grünweiß), Vermont (strahlend weiß), Georgia (gelblich) verarbeitet, ein bisschen kam auch aus Italien, der dunkelroten Farbe wegen. Das Gebäude ist dadurch immer schön kühl, allerdings auch im Winter, trotz Heizung. Die Rotunde ist freitragend und das Oberlicht gehört zu den größten der Welt. Während der fünf Jahre Bauzeit wurde ständig über die Kosten gestritten, letztendlich hat es 7 Millionen Dollar gekostet, weit mehr als das vorgesehene Budget. Allerdings wurde diese Summe anschließend innerhalb eines Monats durch die im Hafen erhobenen Steuern wieder eingenommen. 

 

Alexander Hamilton U.S. Custom House, wieder ein Beaux-Arts-Gebäude
  
alles aus Marmor
  
die Rotunde, hinter dem Tresen saßen die Händler im Kreis. Das Oberlicht war während des 2. Weltkrieges verdunkelt worden und ist erst seit 1984 wieder „erhellt“
  
im Obergeschoss, links unser Guide
  
Detail der Decke im Collector’s Office. Das war nicht das Büro des Direktors, sondern ein Empfangssaal für Honoratioren; kann man auch heute mieten, wenn man Banker oder sehr reich ist, oder als Filmlocation
  
Cashiers Office, die Steuerbehörde hatte ihre eigene Bank, alles original, alles Bronze, der Safe kam aus Deutschland
 

Über die älteste Grünanlage der Stadt, Bowling Green, 1733 gegründet, ging es am Chasing Bull vorbei den Broadway hinauf zur Trinity Church, eine der bekanntesten Kirchen Manhattans. Hier haben wir die relative Stille (das UBahn-Rumpeln kann man hören) genossen und den alten Friedhof angesehen. Die Kirche war einst das höchste Gebäude, inzwischen wird es von den Hochhäusern der Wall Street weit überragt.

 

Chasing Bull, chasing tourists or haunted by them
  
Trinity Church on Broadway
  
inside Trinity Church
  
seems to be a place where you have to be while in Manhattan…
 

We focused on architecture today. The Skyscraper Museum shows buildings, mostly built in Asia. The architects rethink cities, especially mega cities for the age of global warming. They build huge public housing projects with nearly 1000 apartments and none of them needs air-conditioning. Amazing! We enjoyed a tour through the old Alexander Hamilton U.S. Custom House with another fantastic guide, who showed us the closed offices as well. And we took a rest inside Trinity Church on Broadway, next to Wall Street.