Lancaster, PA

21 Grad heute, wir haben den Sommer aus dem Süden mitgenommen, jedenfalls bis hierher. Wir sind zum Kunstmuseum gegangen, um uns dort bei der netten Frau, die wir bei unserem Besuch im November getroffen hatten, für den guten Tipp zu bedanken, der uns nach Charleston und Savannah geführt hat. Dort wollten wir ursprünglich ja gar nicht hin und nun haben wir unsere Überwinterung dort hinter uns. Leider haben wir sie nicht angetroffen. Die Damen am Eingang sind allesamt Freiwillige und arbeiten immer nur an bestimmten Tagen. Heute ist Donnerstag, das letzte Mal im November waren wir an einem Dienstag da. Stattdessen haben wir eine unerwartet gute Ausstellung gesehen, die wir eigentlich nicht ansehen wollten, als wir von ihr im Internet gelesen haben. Es wurden die Werke von High School Students vom achten bis zum zwölften Jahrgang ausgestellt. Sie hatten an einem jährlich stattfindenden Wettbewerb teilgenommen. Ausnahmslos alle Werke waren auf einem sehr hohen handwerklichen Niveau und die meisten ebenfalls auf einem sehr hohen künstlerischen Niveau. Respekt! Etliche waren weitaus besser als Werke unserer Kunsthochschulstudierenden.

 

Lancaster Museum of Art, diesmal bei Sonnenschein
 
Anschließlich fanden wir einen Barbershop, dessen Besitzer Jim wirklich sein Handwerk versteht. Nun sieht Kay wieder richtig gut am Kopf aus. Und dabei kamen wir erst um 13:05 Uhr an Jims Tür und er ließ uns hinein, obwohl er seit ein Uhr geschlossen hatte. Er hatte überhaupt kein Problem damit, Kay noch zu bedienen und eine nette Unterhaltung war ebenfalls inbegriffen. Leider ist dies hier im Norden anders als im Süden. Dort hatte jeder, wirklich jeder und jede, immer Zeit für einen kleinen Klönschnack und alle grüßten einander beim Spazierengehen. Das ist hier anders, weder die Campground-Nachbarn noch die Menschen an den Kassen bekommen die Zähne auseinander.

 

Vinelli’s barber shop, Lancaster
  
Penn Square, Lancaster
 
Nach einem Spaziergang durch downtown Lancaster sind wir an den Stadtrand gefahren zum Community Aid Thrift Store. Kay musste noch ein bisschen eingekleidet werden für die anstehende Kreuzfahrt in die Karibik. Er fand eine Badeshorts (in Amerika ist das Tragen unserer Badehosen nicht erlaubt, „No Speedos“), zwei T-Shirts und drei kurzärmelige Hemden. Für Martina fiel noch ein nettes Oberteil ab, und wir waren mit nur knapp 21 Dollar dabei.

 

all these items for less than $21
  
CommunityAid Thrift Store, Lancaster
 
Danach brauchten wir dringend einen Kaffee und guten Kuchen. Dafür sind wir zurück auf’s Land gefahren, nach Bird-in-Hand, der Ort heißt wirklich so. Dort gibt es seit 42 Jahren eine familiengeführte Bäckerei, die sehr leckere lokale Spezialitäten herstellt. Wir saßen dann auf einer Picknickkombination, die sich auf Rollen hin und her bewegen ließ, so ähnlich wie eine Wippe, aber eben nicht auf und ab, sondern nur hin und her, und genossen unseren Kaffee, den Pecan Pie und die Sonne.

 

The Bake Shop, Bird-in-Hand, PA
  
coffee and pecan pie
 

We revisited some places in Lancaster, PA today and discovered some new ones. We saw a wonderful exhibition of artworks by High School Students, grades 8 -12, who took part in a regional competition. Just great works of art! Kay got his haircut refreshened by Jim, the very friendly barber, who served him even though the shop had been just closed for the day. After a stroll through downtown Lancaster we drove to the CommunityAid thrift store and bought several items for the cruise (no more pullovers and sweatshirts necessary, hopefully). Coffee and home-baked pecan pie (very different from the southern style ones we had) at The Bake Shop in Bird-in-Hand (a really funny name for a village) closed down our shopping spree.

Hinterlasse einen Kommentar