Es ist Frühling in den Appalachen, hier in Asheville sind viele Bäume über und über mit weißen Blüten bedeckt und es sieht wunderschön aus. Die für diese Gegend sehr hohen Temperaturen der letzten zwei Wochen haben auch die Apfelbäume zum Blühen gebracht. Wir sind hier in einem der größten Apfelanbaugebiete der USA und die Apfelfarmer fürchten einen Kälteeinbruch, dessen Frost die Blüten schädigt, so dass die Apfelernte in Gefahr wäre. In einem Vorgarten haben wir einen Baum gesehen, der von den Besitzern in eine Folienhaube gesteckt wurde. Das war eine gute Idee, denn just an den drei Tagen, die wir hier verbringen, sind die Temperaturen gefallen, nachts unter den Gefrierpunkt. Wir sind vom Hochsommer direkt in den Winter hineinkatapultiert worden und haben flugs unsere Wintersachen wieder hervorgekramt.

Die Fahrt hierher führte uns von Tybee Island im Südosten von Georgia durch South Carolina in den nordwestlichen Zipfel des Staates North Carolina. Die meiste Zeit sind wir nicht Interstates gefahren, und so führte uns die Strecke durch eine sehr schöne land- und forstwirtschaftlich geprägte Landschaft. Wir haben Pfirsichplantagen gesehen, endlich einmal, wo doch eigentlich Georgia der Peach State ist. Die Plantagenbäumchen trugen schon die ersten roten Blüten, eigentlich einen Monat zu früh für hier, aber auch in South Carolina waren die Temperaturen ungewöhnlich mild. Wir sind durch Edgefield gefahren, einem kleinen Ort, eher nichtssagend beim Durchfahren, aber es ist der Heimatort von nicht weniger als zehn Gouverneuren von South Carolina, was überall im Ort stolz verkündet wurde. Wir sind durch endlose Kiefernwälder gefahren, die pines wachsen schön gerade und werden zum Hausbau genutzt. Die Wälder wurden unterbrochen von lila blühenden Sträuchern und mobile homes.

Wir haben zuerst zwei Nächte bei John und Laurie verbracht, Freunde, die wir im November auf Tybee kennengelernt hatten. Anschließend waren wir für zwei weitere Nächte auf dem Bear Creek RV Park in Asheville. Tagsüber haben wir uns die Gegend angesehen, mal mit John und Laurie als guides, mal auf eigene Faust. Es ist auch im Frühfrühling sehr schön hier; wir müssen aber noch einmal wieder kommen, denn wir haben in einem Film im Visitor Center gesehen, wie schön es im Sommer und Herbst hier ist.
So ziemlich das erste, was man überall in Reiseführern zu Asheville findet, ist das Biltmore House. Klickt auf den Link, wenn ihr es ansehen möchtet. Uns waren die $50 Eintritt pro Person einfach zu viel Geld. Wir haben lieber andere Sachen gemacht und davon dann ganz viele:
Wir sind den Blue Ridge Parkway ein Stückchen entlang gefahren und haben die Aussicht über die Appalachen genossen. Wir waren beim CD-Release-Konzert der Lonesome River Band und haben tolle Bluegrassmusik gehört (und die CD gekauft, passt wohl noch irgendwie in den Koffer). Wir haben frische gedünstete Forelle von einer lokalen Forellenfarm gegessen, aber auch nahöstliche Küche und healthy fast food (das geht, nur lokale Gemüseprodukte, Fleisch ohne Hormonfutter etc.). Wir haben etlichen StraßenmusikerInnen gelauscht, einige sehr gut, andere müssen ihr Potential noch finden oder weiter entwickeln. Wir haben einer Bauchtänzerin bei der Arbeit zugesehen, das war schon faszinierend. Wir haben eine Ausstellung lokaler KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen gesehen und waren dabei, als die Menschen sich das erste Mal in Asheville zu einem Laternelauf zusammenfanden.







Insgesamt ein ganz wunderbarer Ort mit ganz wunderbaren Menschen. Wir werden definitiv wiederkommen.



Finally, after ten weeks on Tybee Island, we had to leave our sunny retreat. But we were bound for Asheville, North Carolina, a place where everybody wants to go or to come back. This time on the road we mostly left out the interstates and took Highway 25 instead. We drove through endless pine log forests and past peach plantations, the little trees were in bloom already.
We stayed at friends we met on Tybee Island last November for a couple of nights and another couple of nights on Bear Creek RV park in Asheville and we had a great time, a blast! We drove along Blue Ridge Parkway, explored downtown Asheville, discovered West Asheville, a flourishing district with a lot of artists, galleries, restaurants and the ISIS, a restaurant and music hall, where we attended the CD release celebration of the Lonesome River Band and listened to really cool Bluegrass music. There were some good buskers in downtown Asheville as well and the food was delicious.