Heute ging es von Ronks, PA nach Buffalo, NY an den Eriesee. Wenn man auf einer Landkarte beide Punkte mit einem Lineal verbindet, dann die Interstates und Highways, die der Linie am nächsten liegen heraus sucht, dann erhält man ungefähr unsere heutige Strecke. Wir wollten keine Mautstraßen fahren und auch nicht im großen Bogen über Pittsburgh und am Erieseeufer entlang fahren. Was der Straßenatlas nicht zeigte, waren die Berge und Hügelketten, die wir auf unserer gewählten Strecke zu überqueren hatten. Es war so wie bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen. Schneewittchen haben wir zwar nicht getroffen, dafür aber einige wenige, ganz feine Schneeflöckchen, Weißröckchen gesehen. Es ist kalt hier oben dicht an der kanadischen Grenze.
Kurz hinter Harrisburg, der Hauptstadt des Staates Pennsylvanias (die Amerikaner haben ein Faible dafür, die größte der Kleinstädte im Staat zu ihrer Hauptstadt zu machen) überquerten wir wieder einmal den Sesquehanna River, um an seinem Ufer flußaufwärts zu fahren. Auf der anderen Flußseite fuhr sehr langsam ein Güterzug ausschließlich mit Containern beladen entlang. Der Zug war wirklich sehr lang, er wurde von fünf Lokomotiven gezogen. Die Container waren abwechselnd rot und weiß. Da der Zug langsam auf der anderen Flußseite entlang fuhr, sah es so aus, als wenn ein riesiges, kilometerlanges Absperrband durch die Bäume am Flußufer gespannt war. Leider konnten wir davon kein Foto machen.
Ein interessanter fun fact aus dem Staat New York: hier ist es verboten, während der Autofahrt als Fahrer SMS zu schreiben, ein sehr sinnvolles Verbot. Allerdings verliert man hier den Führerschien, wenn man dreimal dabei erwischt wird. Dafür werben dann die rest areas mit dem Zusatzschild text safe area.
Wir fuhren außerdem am Geburtshaus von Francis Bellamy in Mount Morris, NY vorbei. Das ist der Autor des Pledge of Allegiance, so sagte es der historic marker vor dem Haus und die Plakate an den Straßenlaternen im Ort, der vielleicht viereinhalb Tausend Einwohner hat.
(All pictures show Sesquehanna River on different sites.)
From spring time in Pennsylvania into late winter, early spring in Buffalo, NY. We took interstates and highways through the rolling hills and mountains. We passed the birthplace of Francis Bellamy, the author of the Pledge of Allegiance. He was born in Mount Morris, a small town in New York.
Fun fact today: it’s forbidden to text while driving. You will loose your license after three caughts in New York.
21 Grad heute, wir haben den Sommer aus dem Süden mitgenommen, jedenfalls bis hierher. Wir sind zum Kunstmuseum gegangen, um uns dort bei der netten Frau, die wir bei unserem Besuch im November getroffen hatten, für den guten Tipp zu bedanken, der uns nach Charleston und Savannah geführt hat. Dort wollten wir ursprünglich ja gar nicht hin und nun haben wir unsere Überwinterung dort hinter uns. Leider haben wir sie nicht angetroffen. Die Damen am Eingang sind allesamt Freiwillige und arbeiten immer nur an bestimmten Tagen. Heute ist Donnerstag, das letzte Mal im November waren wir an einem Dienstag da. Stattdessen haben wir eine unerwartet gute Ausstellung gesehen, die wir eigentlich nicht ansehen wollten, als wir von ihr im Internet gelesen haben. Es wurden die Werke von High School Students vom achten bis zum zwölften Jahrgang ausgestellt. Sie hatten an einem jährlich stattfindenden Wettbewerb teilgenommen. Ausnahmslos alle Werke waren auf einem sehr hohen handwerklichen Niveau und die meisten ebenfalls auf einem sehr hohen künstlerischen Niveau. Respekt! Etliche waren weitaus besser als Werke unserer Kunsthochschulstudierenden.
Lancaster Museum of Art, diesmal bei Sonnenschein
Anschließlich fanden wir einen Barbershop, dessen Besitzer Jim wirklich sein Handwerk versteht. Nun sieht Kay wieder richtig gut am Kopf aus. Und dabei kamen wir erst um 13:05 Uhr an Jims Tür und er ließ uns hinein, obwohl er seit ein Uhr geschlossen hatte. Er hatte überhaupt kein Problem damit, Kay noch zu bedienen und eine nette Unterhaltung war ebenfalls inbegriffen. Leider ist dies hier im Norden anders als im Süden. Dort hatte jeder, wirklich jeder und jede, immer Zeit für einen kleinen Klönschnack und alle grüßten einander beim Spazierengehen. Das ist hier anders, weder die Campground-Nachbarn noch die Menschen an den Kassen bekommen die Zähne auseinander.
Vinelli’s barber shop, Lancaster Penn Square, Lancaster
Nach einem Spaziergang durch downtown Lancaster sind wir an den Stadtrand gefahren zum Community Aid Thrift Store. Kay musste noch ein bisschen eingekleidet werden für die anstehende Kreuzfahrt in die Karibik. Er fand eine Badeshorts (in Amerika ist das Tragen unserer Badehosen nicht erlaubt, „No Speedos“), zwei T-Shirts und drei kurzärmelige Hemden. Für Martina fiel noch ein nettes Oberteil ab, und wir waren mit nur knapp 21 Dollar dabei.
all these items for less than $21 CommunityAid Thrift Store, Lancaster
Danach brauchten wir dringend einen Kaffee und guten Kuchen. Dafür sind wir zurück auf’s Land gefahren, nach Bird-in-Hand, der Ort heißt wirklich so. Dort gibt es seit 42 Jahren eine familiengeführte Bäckerei, die sehr leckere lokale Spezialitäten herstellt. Wir saßen dann auf einer Picknickkombination, die sich auf Rollen hin und her bewegen ließ, so ähnlich wie eine Wippe, aber eben nicht auf und ab, sondern nur hin und her, und genossen unseren Kaffee, den Pecan Pie und die Sonne.
The Bake Shop, Bird-in-Hand, PA coffee and pecan pie
We revisited some places in Lancaster, PA today and discovered some new ones. We saw a wonderful exhibition of artworks by High School Students, grades 8 -12, who took part in a regional competition. Just great works of art! Kay got his haircut refreshened by Jim, the very friendly barber, who served him even though the shop had been just closed for the day. After a stroll through downtown Lancaster we drove to the CommunityAid thrift store and bought several items for the cruise (no more pullovers and sweatshirts necessary, hopefully). Coffee and home-baked pecan pie (very different from the southern style ones we had) at The Bake Shop in Bird-in-Hand (a really funny name for a village) closed down our shopping spree.
Heute ging es von Luray, VA nach Ronks, PA; nur eine halbe Tagesreise, aber dabei haben wir es geschafft, in vier Staaten Straßen zu benutzen, in einem sogar zweimal. Diesmal sind wir ausschließlich US Highways gefahren, US 340, US 15 und US 30. Die Route führte uns überwiegend durch ländlich geprägtes Gebiet, aber mit starken regionalen Unterschieden. Im Norden Virginias, und später auch in Maryland, konnte man an den Häusern ablesen, ab wann wir im Einzugsgebiet von Washington D.C. waren, dort standen zum Teil sehr große Anwesen in sehr gepflegten Außenanlagen herum. Dann kamen wir in den östlichsten Zipfel von West Virginia. Dort überquerten wir den Shenandoah River und waren auf einmal wieder in Virginia. Das Vergnügen währte aber nur kurz, wir hatten kaum Zeit zum Wundern, denn links war das Flussufer, rechts massive Bergfelsen, die nächste Brücke über den Fluss schon zu sehen. Diesmal war es der Potomac River (die Lösung des Geheimnisses: der Shenandoah fließt in den Potomac) und am anderen Ufer waren wir dann sofort in Maryland. Den Ballungsraum von Washington/ Baltimore ließen wir in großem Abstand rechts liegen und kurz darauf war dann auch dieser Staat durchquert und wir waren in Pennsylvania. Das Gebiet dort war eher ärmlich, lots of struggle to keep things going, viele Farmen waren klein und unordentlich, die Häuser in den Städten waren klein, zum Teil verlassen, viele könnten eine Renovierung vertragen. Sobald wir jedoch den Susquehanna River überquert hatten und uns dem Kerngebiet der AmishPeople näherten, war alles wohl gepflegt, aufgeräumt und prosperierte. Nun sind wir schon auf der Höhe von Philadelphia und bleiben zwei Nächte hier. Es hat uns gut gefallen letztes Jahr im November. Und jetzt im Frühling ist es noch viel schöner. Wir kamen früh genug an, so dass noch Zeit für einen Ölwechsel beim örtlichen Jiffy Lube, einen verspäteten Mittagsimbiss und ein Sonnenbad auf dem Campingplatz war. Und das ganze bei milden 20 Grad.
Shenandoah River Potomac RiverSusquehanna River relaxing, sunbathinghaving a late lunch Today we took only US highways to get from Virginia to Pennsylvania, a good decision, because especially the first part led through a gorgeous landscape. On our way we crossed several big rivers, Shenandoah, Potomac and Susquehanna and drove through four states, Virginia, West Virgina (just a few minutes), Maryland and Pennsylvania. Now we’re back in Amish County and it’s even lovelier than in November, because the sun is shining and it’s warm, 68 degrees, springtime!!
Das ist der offizielle Tourismus- und Reiseslogan des Staates seit 1969, der auch die Nummernschilder der Autos ziert. Nachdem wir heute morgen aus Asheville abgefahren sind, haben wir Tennessee gekreuzt und sind dann von der südwestlichen Ecke Virginias bis fast in die nordöstliche Ecke nach Luray gefahren. Dabei haben wir die unterschiedlichen Gebirgszüge der Appalachen überquert, um nach Tennessee zu kommen, der höchste Pass war ca. 1200 m hoch. Die Interstate 81 führt dann durch ein breites Tal zwischen den Gebirgen entlang. Und um zu unserem Campingplatz zu kommen, mussten wir noch einmal einen Höhenzug auf sehr kurviger Straße überqueren.
Nun übernachten wir auf dem großartigen Luray KOA Platz neben einer Farm, die wahrscheinlich Alpakas züchtet. Die laufen hier nämlich auf den Weiden herum. Wir sind umgeben von Bergen und nach einer siebenstündigen Reise genossen wir die Sonne. Morgen geht es weiter nach Pennsylvania.
morgens um 8 Uhr in Ashevilleüber den Pass Richtung Tennesseedurch die Appalachen in Tennesseeschon in Virginia17 Uhr, Ankunft in Luray, VA
Virginia is for Lovers is the tourism and travel slogan of the Commonwealth of Virginia since 1969. We could read it on every numberplate. We went up and down and over and through the Appalachians and arrived after a seven hours journey on the fantastic Luray KOA campground, our overnight stop on our way to Pennsylvania.
Es ist Frühling in den Appalachen, hier in Asheville sind viele Bäume über und über mit weißen Blüten bedeckt und es sieht wunderschön aus. Die für diese Gegend sehr hohen Temperaturen der letzten zwei Wochen haben auch die Apfelbäume zum Blühen gebracht. Wir sind hier in einem der größten Apfelanbaugebiete der USA und die Apfelfarmer fürchten einen Kälteeinbruch, dessen Frost die Blüten schädigt, so dass die Apfelernte in Gefahr wäre. In einem Vorgarten haben wir einen Baum gesehen, der von den Besitzern in eine Folienhaube gesteckt wurde. Das war eine gute Idee, denn just an den drei Tagen, die wir hier verbringen, sind die Temperaturen gefallen, nachts unter den Gefrierpunkt. Wir sind vom Hochsommer direkt in den Winter hineinkatapultiert worden und haben flugs unsere Wintersachen wieder hervorgekramt.
springtime in downtown Asheville
Die Fahrt hierher führte uns von Tybee Island im Südosten von Georgia durch South Carolina in den nordwestlichen Zipfel des Staates North Carolina. Die meiste Zeit sind wir nicht Interstates gefahren, und so führte uns die Strecke durch eine sehr schöne land- und forstwirtschaftlich geprägte Landschaft. Wir haben Pfirsichplantagen gesehen, endlich einmal, wo doch eigentlich Georgia der Peach State ist. Die Plantagenbäumchen trugen schon die ersten roten Blüten, eigentlich einen Monat zu früh für hier, aber auch in South Carolina waren die Temperaturen ungewöhnlich mild. Wir sind durch Edgefield gefahren, einem kleinen Ort, eher nichtssagend beim Durchfahren, aber es ist der Heimatort von nicht weniger als zehn Gouverneuren von South Carolina, was überall im Ort stolz verkündet wurde. Wir sind durch endlose Kiefernwälder gefahren, die pines wachsen schön gerade und werden zum Hausbau genutzt. Die Wälder wurden unterbrochen von lila blühenden Sträuchern und mobile homes.
peach plantation, already startimg to bloom
Wir haben zuerst zwei Nächte bei John und Laurie verbracht, Freunde, die wir im November auf Tybee kennengelernt hatten. Anschließend waren wir für zwei weitere Nächte auf dem Bear Creek RV Park in Asheville. Tagsüber haben wir uns die Gegend angesehen, mal mit John und Laurie als guides, mal auf eigene Faust. Es ist auch im Frühfrühling sehr schön hier; wir müssen aber noch einmal wieder kommen, denn wir haben in einem Film im Visitor Center gesehen, wie schön es im Sommer und Herbst hier ist.
So ziemlich das erste, was man überall in Reiseführern zu Asheville findet, ist das Biltmore House. Klickt auf den Link, wenn ihr es ansehen möchtet. Uns waren die $50 Eintritt pro Person einfach zu viel Geld. Wir haben lieber andere Sachen gemacht und davon dann ganz viele:
Wir sind den Blue Ridge Parkway ein Stückchen entlang gefahren und haben die Aussicht über die Appalachen genossen. Wir waren beim CD-Release-Konzert der Lonesome River Bandund haben tolle Bluegrassmusik gehört (und die CD gekauft, passt wohl noch irgendwie in den Koffer). Wir haben frische gedünstete Forelle von einer lokalen Forellenfarm gegessen, aber auch nahöstliche Küche und healthy fast food (das geht, nur lokale Gemüseprodukte, Fleisch ohne Hormonfutter etc.). Wir haben etlichen StraßenmusikerInnen gelauscht, einige sehr gut, andere müssen ihr Potential noch finden oder weiter entwickeln. Wir haben einer Bauchtänzerin bei der Arbeit zugesehen, das war schon faszinierend. Wir haben eine Ausstellung lokaler KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen gesehen und waren dabei, als die Menschen sich das erste Mal in Asheville zu einem Laternelauf zusammenfanden.
looking glass rock waterfall, Pisgah National Park overlook Blue Ridge Mountains, from Blue Ridge Parkwaybuskers in downtown Asheville belly dancer in the Jerusalem Garden Café human lanternswaiting for the first annual lantern parade to beginthe Lonesome River Band live at ISIS music hall, Asheville
Insgesamt ein ganz wunderbarer Ort mit ganz wunderbaren Menschen. Wir werden definitiv wiederkommen.
downtown Asheville, NC City Hall, Ashevilleeine Menge Parkplätze hatten diese „Spardosen“: man parkt und steckt das Geld für den Parkplatz in den Schlitz mit der gleichen Nummer
Finally, after ten weeks on Tybee Island, we had to leave our sunny retreat. But we were bound for Asheville, North Carolina, a place where everybody wants to go or to come back. This time on the road we mostly left out the interstates and took Highway 25 instead. We drove through endless pine log forests and past peach plantations, the little trees were in bloom already.
We stayed at friends we met on Tybee Island last November for a couple of nights and another couple of nights on Bear Creek RV park in Asheville and we had a great time, a blast! We drove along Blue Ridge Parkway, explored downtown Asheville, discovered West Asheville, a flourishing district with a lot of artists, galleries, restaurants and the ISIS, a restaurant and music hall, where we attended the CD release celebration of the Lonesome River Band and listened to really cool Bluegrass music. There were some good buskers in downtown Asheville as well and the food was delicious.
Nach zehn Wochen auf Tybee Island heißt es morgen Abschied nehmen. Wir haben uns hier außerordentlich wohl und zuhause gefühlt. Der Campground mit seiner tollen Lage und dem tollen staff war für uns ein Zuhause auf Zeit.
River’s End Campground, staff
Das Wetter wurde sehr schnell superb, innerhalb weniger Wochen gerieten wir vom Winter mit Minustemperaturen in den Hochsommer mit schwülen 30 Grad. Morgen fahren wir in die Berge, nach Asheville in North Carolina. Da sind schon deutlich kühlere Temperaturen angekündigt. Die Freunde, die wir dort besuchen wollen, haben von Schneeschauern gesprochen. Just kidding, hoffentlich!
Heute morgen haben wir eine Familie aus Hamburg getroffen, die sich morgen nach zwei Wochen in einem gemieteten RV wieder auf den Rückweg nach Deutschland macht. Da wir noch etwas länger bleiben, haben wir gern deren restliche Lebensmittel übernommen. Das war ganz praktisch, da uns sowieso gerade das Wasser ausgegangen war. Vorgestern bekamen wir schon frische Biokartoffeln von Carrie, eine der hosts, geschenkt. Die Kartoffeln sind jede Woche in deren farm bag, die lokale Entsprechung zu unseren Bio-Gemüsekisten. Aber sie essen Kartoffeln gar nicht gern. So hatten wir Glück und kamen zu einer leckeren Mahlzeit.
Resteverwertung, aber gerne doch
Den heutigen Feiertag hier, St. Patrick’s Day, versuchen wir zu ignorieren, was schwierig ist, da es anscheinend für alle die Verpflichtung gibt, ein grünes Bekleidungsstück zu tragen. In Savannah findet die Parade statt, zwölf blocks sind für den Verkehr gesperrt, sie wird auf mehreren Fernsehkanälen live übertragen. Eines der Unternehmen, die normalerweise die Stadtrundfahrten anbieten, hat für vier Tage mit seinen Bussen einen Shuttleservice von Tybee Island nach Savannah eingerichtet. Alle halbe Stunde fahren sie, heute von sechs Uhr morgens bis heute Nacht zwei Uhr. Wir wollten eigentlich auch hin, aber alle haben uns eher von dem dort stattfindenden Irrsinn abgeraten („You don’t want to go to that insanity!“). Für die meisten Leute ist die Parade eher ein willkommener Anlass, sich volllaufen zu lassen. Dann nehmen wir doch lieber in Ruhe von der Ruhe auf der Insel Abschied. Auf unserem kleinen Rundgang sind uns die Shuttlebusse ein paar Mal begegnet, es sitzen wirklich nur grün gekleidete Menschen drin. Der Afroamerikaner, der am Leuchturm die Tickets verkauft, trägt ein grünes T-Shirt mit der Aufschrift „0% Irish“ . Das ist schon schräg.
After ten really relaxing weeks on Tybee Island we have to say Goodbye. We’re heading to Asheville in North Carolina tomorrow, from the beach into the mountains. This island became a home for us and it’s hard to leave. But it’s getting more and more crowded, more and more humid and parts of the great staff who became friends will leave soon. So it’s time for a change. But just our mood is blue today, everything else is green. Literally everybody is wearing something green today, the shuttle buses carry loads of people to the big St. Patrick’s Day Parade in downtown Savannah and there is at least one leprechaun on every bus. Even the ticket salesman, an Afroamerican, wears a green T-shirt, but this one states „0% Irish“.
Wir Norddeutschen, und mit uns die Besucher aus den Staaten Maine, New York, Illinois usw. sind inzwischen im Hochsommer angekommen, bei 26 Grad Tages- und 18 Grad Nachttemperaturen. Der Strand ist bevölkert mit jungen und nicht mehr ganz so jungen Frauen in Bikinis, die männlichen Gegenstücke tragen einheitlich buntgemusterte Bermuda-Badeshorts. Die sehr dicken Frauen sind freundlicherweise meistens in lange bunte Kleider gehüllt, die sehr dicken Männer tragen leider ihre nackte Wampe, gestützt von den schon erwähnten Bermudashorts spazieren. Die Einheimischen dagegen bestehen darauf, dass es immer noch Frühling ist und laufen in T-Shirts, langen Hosen und Strickjäckchen herum. Aber alle haben eine gute Zeit hier. Die Schulen haben in der nächsten Woche frei und auch an den Colleges rundherum ist spring break. Der nächste Feieranlass steht ebenfalls an, am 17. März ist St. Patrick’s Day, der hier in den Staaten ein Feiertag ist. Überall ist es grün dekoriert, die shamrocks hängen glitzernd überall an Türen und Wänden. Hier auf Tybee Island wird schon einmal für das große Ereignis (in Savannah findet nächsten Donnerstag die zweitgrößte St. Patrick’s Day Parade der USA statt) vorgeglüht. Vorgestern gab es im Theater die First Annual Irish Jamboree, da sind wir aber nicht hingegangen. Es gab dort Irish adult beverages zu kaufen, wir würden einfach Guiness und Kilkenny dazu sagen. Der Bierwagenfahrer, der die Vorräte am Abend vorher dorthin liefern sollte, war anscheinend noch nie vorher auf der Insel gewesen. Wir trafen den großen Truck während unseres Spaziergangs mehrmals in den Straßen, bis er uns dann schließlich ansprach, wo denn so etwas wie ein Theater hier zu finden wäre. Glücklicherweise konnten wir ihm helfen, und so stand der Sause nichts mehr im Weg.
getting Irish is easy as that
Gestern fand dann die Tybee Irish Heritage Parade statt, quasi zum Üben für die große Parade in der nächsten Woche. Und das war etwas ganz anderes als die kleine Mardi Gras Parade, die wir hier gesehen haben. Sehr lang und sehr grün. Gerade als wir uns vom Campingplatz aus aufmachen wollten, wurde uns angeboten, auf dem Wagen (float) des Campingplatzes mitzufahren. Wir waren zwar nicht besonders verkleidet, hatten aber immerhin ein grünes T-Shirt und die grünen Ketten der letzen Paraden umgehängt. Dann ging es auch schon los, zum Sammelpunkt in der Mitte der Insel. Außer den Mitfahrern, unser Job war es, die ganze Zeit zu beiden Seiten hin huldvoll zu winken und Happy St. Patrick’s Day zu rufen, waren noch Pappkartons mit grünen Ketten an Bord, die vom „Fußvolk“ an die Zuschauer verteilt wurden. Auf Tybee ist es nicht erlaubt, Dinge von den floats aus zu werfen. Aber wie bei all solchen Regeln hier, es hält sich fast niemand dran und keiner sagt etwas dazu, auch wenn das Polizeiaufgebot links und rechts der Straße recht hoch ist. Viele Zuschauer waren hocherfreut, dass sie vom Wagen aus fotografiert wurden. Fast alle hatten irgendwie die Farbe Grün integriert.
Happy St. Paddy’s!! floating through the crowdstypical Irish heritage: wearing something green so many Irish decendents around the streets Am Endpunkt der Parade sind wir vom Wagen gestiegen, um die anderen Wagen und die Bands zu sehen. Wir fuhren fast am Anfang der Parade mit, so hatten wir die Gelegenheit, am Ende fast alles auch noch einmal als Zuschauer zu sehen, Ketten zu fangen (release the beads) oder auch den einen oder anderen Pfefferminzbonbon. Da wurde uns erst deutlich, wie lang die Parade war. Für die meisten Menschen ging der Nachmittag dann nahtlos über in den „Feier“abend mit Grillfleisch und noch viel mehr Bier oder einer Feier mit Irish Music. Wir haben uns lieber auf dem Campingplatz von der massiven Sonneneinstrahlung erholt.
The Crab Shack float an Irish Samba marching band, good music!Irish mermaid a typical Irish fluffy animalthe dog must be an Irish breed Irish sheiks or even eunuchs, who knowsIrish pirates Irish coke, of coursean irish-scottish invader from the sea the entourage of the 2014 Beach Bum Queengiant Irish peanut the colour green rules the world: mint julep queens and princessesand even more Irish pirates Yesterday’s Irish Heritage Parade was much bigger than the last parade we’ve seen on the island. Everything was green and everybody was Irish, at least for one day and the parade. People need a reason to get drunk already in the afternoon. We were lucky because we actually participate in the parade. We drove on the campground ’s float, waved our arms off and shouted ‚Happy St. Patrick’s Day‘. And we took pictures of all the amazing green people. For Northern Europeans and Americans from the Northern states this is pure summer feeling right now. Day temperatures around 79 degrees and 64 degrees at night. People on the beach are dressed accordingly, bikinis and Bermuda shorts everywhere, even if their physical appearance sometimes would suggest a more appropriate apparel.
Das vergangene Wochenende erlaubte uns einen tieferen Einblick in die amerikanische Lebensweise. Eigentlich haben wir Dinge gemacht, die wir auch zuhause machen: wir waren im Kino und zum Bingo-spielen. Same, same but different. Nur an der Oberfläche sieht es gleich aus.Alle Menschen, mit denen wir hier in Kontakt kommen, fragen uns über kurz oder lang, wie wir es denn hier finden und was so anders ist. Und das ist so schwer zu erklären, vor allem weil die Menschen hier meistens nur über eine Aufmerksamkeitsspanne von maximal 20 Sekunden verfügen und den Erklärungsversuchen von daher schon nicht folgen können. Da die meisten aber auch nur in Ausnahmefällen aus ihrem riesigen Land heraus kommen, können sie es sich schon einmal gar nicht vorstellen, dass es auch andere Erfahrungswelten außer ihrer eigenen gibt, die genauso Gültigkeit haben. Ein Beispiel von hier: alle, wirklich alle Menschen, ob Touristen oder Einheimische, wollen unbedingt, dass wir Fort Pulaski besuchen. Es ist sooo groß-ar-tig und sooo alt!! Dass wir alte Befestigungsanlagen und Schlösser zuhauf in Großbritannien gesehen haben, die weitaus älter sind, ist ihnen einfach nicht begreiflich zu machen, da doch das Fort hier schon sooooo alt ist, aus dem 19. Jahrhundert und darüber hinaus ein National Monument. Wir werden das weiterhin aussitzen und lieber Strandspaziergänge am Atlantik machen und Möwen aufscheuchen, um einmal andere Fotomotive zu erhalten.
Tybee Island north beach
Tybee Island north beach
Zurück zu Bingo und Kino. Auch diese beiden Dinge sind mit dem Militär verbunden, wie eigentlich alles in diesem Land. Manchmal kommen uns die Vereinigten Staaten wie ein durch und durch militarisiertes Land vor. Das ganze Alltagsleben ist davon durchzogen. Straßen werden nach gefallenen Soldaten benannt, es gibt tausende Memorial Highways, manchmal reicht es nur für einen Fahrradweg. Militärs und Veteranen (spätestens das scheint fast jeder zweite zu sein) bekommen ü-ber-all Ermäßigungen. Aufkleber und Nummernschilder an Autos zeigen entweder, dass die Fahrer veterans sind oder aber, dass sie support our troops unterstützen.
Freitags ist also Bingo Night bei der American Legion. Martina ist mit einer Bekannten vom Campingplatz hingegangen und kennt die deutsche und die dänische Spielweise beim Bingo mit Pappkärtchen, auf denen die Zahlen sind, und Plättchen, manchmal magnetisch, manchmal nicht, mit denen man die aufgerufenen Zahlen abdeckt. Hier kauft man ein Set mit acht farbig unterschiedlichen Blättern, auf denen 9 oder 12 Bingofelder zu sehen sind (die Menge der Felder hängt vom Einsatz ab). Dazu kann man dann noch jede Menge extra Bingofelder und Lose kaufen. Mit einem dabber, eine Art überdimensionaler Filzstift, den man praktischerweise auch vor Ort erwerben kann, wenn man keinen hat, werden die aufgerufenen Zahlen mit einem großen Punkt versehen. Wenn eine Spielrunde zuende ist, wird das Spielblatt abgerissen, zerknüllt und weggeworfen; wieder eine Chance der Nachhaltigkeit verpasst. (Unsere Spielweise zuhause mit den immer wieder verwendbaren Pappkarten war hier auch mal bekannt: so wurde es früher, auf die altmodische Weise, gespielt.) Keine Frage, die dabber sind alle quietschbunt, einige Spielerinnen brachten auch welche mit Glitzer mit. Martina hat sich vor Ort für einen fuchsia-farbenen dabber entschieden. Man ruft „Bingo“, wenn man das vorher angekündigte Ziel erreicht hat, das ist so wie zuhause. Aber ein normales Bingo erreicht man hier nicht nur mit fünf Zahlen (vier in Wirklichkeit, da das mittlere Feld eines 5×5-Feldes immer ein Joker ist) in einer horizontalen, vertikalen oder diagonalen Reihe, sondern auch, wenn die vier Ecken gedabbt sind. Dann gibt es Runden, in denen man zwei Reihen benötigt oder die ganze Karte gefüllt sein muss.
Frankie in action, playing the extra game
Die Zahlen befinden sich auf Kugeln, die automatisch gezogen werden. Die Kugel wird dann vor eine Kamera gelegt und auf diverse Monitore übertragen (die Profis beginnen schon jetzt, diese Zahl auf ihren Papieren zu suchen und zu markieren), bevor sie ausgerufen und auf dem Tisch des callers abgelegt wird. Der caller schaltet gleichzeitig das entsprechende Licht auf der großen Anzeigetafel an und erst dann ruft man „Bingo“, auf keinen Fall schon vorher, wenn die Kugel auf den Monitoren zu sehen ist. Martina hatte keine Zeit, dieses Procedere richtig zu verstehen und eine Routine zu entwickeln, weil sie gleich das erste reguläre Spiel gewann. Die Überraschung war gelungen, danach wusste der gesamte Saal, wer der Gast aus Deutschland war. Als Gewinn bekommt man Bargeld ausgezahlt, aber bevor die $60 die Seite wechseln konnten, wurden die Zahlen kontrolliert (wie bei uns, allerdings musste ein weiterer Spieler den Kontrolleur beim Ausrufen kontrollieren) und die Identität musste nachgewiesen werden. Da Martina alle Ausweismöglichkeiten im Camper gelassen hatte, übernahm Frankie den Part mit ihrer driving license. In der Pause kann man weitere Sonderspiele kaufen oder sich mit Snacks und Getränken versorgen oder einfach weiterspielen mit einem Verfahren, das nicht weiter erklärt wurde. Frisch zubereitetes Popcorn war der Hit bei den Snacks und sehr gern wurde ein quietschgelbes Pulver darüber gestreut. Das sah ganz hübsch aus, entpuppte sich aber als Käsegeschmack. Wie Frankie erzählte, gibt es dieses Pulver in allen möglichen Geschmacksvarianten, z.B. bacon, und es wird sehr gern über das Popcorn gestreut; alles was die Lebensmittelchemie so hergibt, auf jeden Fall muss es bunt sein.
the caller calling numbers
Der unerwartete Gewinn konnte dann gleich an den nächsten zwei Abenden materialisiert werden. Wir wollten ins Kino gehen. Es gibt aber gar kein Kino auf Tybee Island, viel zu klein hier. Wie haben wir das gemacht? Ende des 19. Jahrhunderts wurde am nördlichen Strand der Insel ein Verteidigungsfort gebaut, Fort Screven. Von den Batterieanlagen aus Beton ist noch einiges zu sehen, Teile gehören zum Museum, in einem anderen sitzen die Freimaurer, wieder andere Reste sind mit Wohnhäuser überbaut. Dazu kommen noch jede Menge „alte“ Häuser, in denen Einrichtungen des Militärpostens untergebracht waren. 1930 wurde ein Kino für die Garnision gebaut, das heutige Tybee Post Theater. Bis Mitte der 1960er wurden Filme gezeigt, bevor dann endgültig das Licht ausging. Im Jahr 2000 hat die Stadt das Gebäude vor dem Abriss bewahrt, es wurde ein Fund gegründet und Geld zur Renovierung gesammelt. Im September 2015 wurde es als Veranstaltungsraum eröffnet und am vergangenen Wochenende wurde die Wiederinbetriebnahme als „Kino“ mit einem kleinen Filmfestival gefeiert. Gezeigt wurden Filmklassiker aus den Anfangszeiten des Kinos auf Tybee, also aus den 1930er Jahren. Wir haben uns Mr Smith goes to Washington mit dem sehr jungen James Stewart und das Südstaatenepos überhaupt, Gone with the Wind mit Cary Grant und Vivian Leigh angesehen (das Georgia-Drama in Georgia im Original, das war auch eine sprachliche Herausforderung). Zum Schwarzweißfilm gab es Popcorn und Cola, ganz klassisch, aber das Popcorn hier ist salzig, sehr salzig. Wir haben uns für den nächsten Abend, vier Stunden Filmvorführung mit einer Pause, Cracker und Wasser mitgebracht. Um die Filmvorführungen so richtig zu feiern, kosteten die Tickets nur $1 und waren deshalb auch nur kurz vor jeder Vorstellung zu kaufen. Das ehrenamtliche Personal hatte sich für jeden Film entsprechend in Schale geworfen, das ergab jedes Mal ein schönes Fotomotiv. Und die amerikanischen Zuschauer, alle Altersgruppen waren reichlich vertreten, gehen während des Films so richtig lautstark mit. Es wurde über Witze gelacht, über schlechtes Benehmen gestöhnt, gemeine Dinge wurden entsprechend kommentiert und es gab Szenenapplaus. Ganz anders, als bei uns zuhause, und: sehr erfreulich, es raschelten keinerlei Chips-oder Bonbontüten. Den Wein aus Plastikbechern haben wir schlicht ignoriert. Außer den beiden schon erwähnten Filmen wurden noch The Wizard of Oz, Snowwhite and the Seven Dwarfs und King Kong gezeigt, alles Filme, die man gut einmal wieder hätte sehen können, aber wir wollten nicht das ganze sonnige Wochenende im Kinosaal verbringen.
three Southern Belles with Rhett Butler, Scarlett o’Hara was still busy selling tickets We had a busy weekend last weekend. On Friday Martina went to the Bingo Night at the American Legion, and while still trying to figure out the differences to the way it is played at home, she won the first regular round and got $60 extra spending money. Part of it was instantly spent the next day, because we went to the movies. Tybee Post Theater was built as a movie theater for the post in 1930, but they stopped screening in the middle of the 1960. Last year the place was reopened as a theatre and music venue. They wanted to celebrate the building’s history with a small film festival showing movies from the decade the Theater was opened the first time. We saw the old black and white movie ‚Mr Smith goes to Washington‘ one night and ‚Gone with the Wind‘ the other night. To celebrate even more, admission was just one dollar per film and the ushers wore costumes according to the films. We could have seen King Kong, The Wizard of Oz and Snowwhite and the Seven Dwarfs as well, but we didn’t want to spent all sunny day inside a dark room.
Den Schalttag gestern haben wir zu einem langen Strandspaziergang genutzt, bei 23 Grad und einer streifen Brise aus Süd, die schön warme Luft aus dem Golf mit sich brachte. Wir sind hier aus unserem Winterschlaf quasi ohne Übergang in den Sommer katapultiert worden. Die Amerikaner befinden sich natürlich im Frühling, und so sehen wir die gesamte Bandbreite an Bekleidungsmöglichkeiten, von dicken Pullovern mit Schals und Handschuhen bis zu den kürzesten Tops und Hosen mit Flip-Flops, alles läuft gleichzeitig an unserem Camper vorbei.
Tybee Pier in background
Wir sind flotten Schrittes bei ablaufendem Wasser vom nördlichen Ende der Insel, wo sich der Campingplatz befindet, fast bis zu ihrem südlichen Ende spaziert, bis zur Pier. Wie immer standen dort Angler, die ihr Glück suchten und es netterweise auch fanden, als wir gerade zur Stelle waren. Das Angeln von Haien ist zwar verboten, aber ein kleiner Rochen macht für das Fotoalbum auch etwas her. Und gleichzeitig kommt auf diese Weise auch ein wenig Menschen-Ambiente mit aufs Bild, ohne dass man sie direkt fotografiert. Praktisch.
caught a stingray Tybee Pier
Auf dem Rückweg, da war es schon nachmittags, wollten wir eigentlich gern in ein Café, um uns so richtig nett bei Kaffee und Kuchen auszuruhen. Direkt an der Pier und auf der sich anschließenden kurzen Partymeile gibt es etliche Restaurants mit Happy Hour Angeboten, vier Daiquiries zum Preis von anderthalb oder so, dazu Burger, Rips, Sandwiches, Pizza, alles nicht das, was wir uns für drei Uhr nachmittags vorstellten. In der Mitte der Insel gibt es ein Restaurant namens The Sugar Shack, die Zuckerhütte. Dort würden wir bestimmt fündig werden. Es entpuppte sich dann aber doch nur als normales Fastfood-Restaurant, in dem es zwar Eis in Waffeln, Sundaes und Milchshakes gibt, aber keinen Kuchen. Wir sind dann doch bei Sandwiches gelandet, lecker mit Hühnchen bzw. Roastbeef. Serviert wird das ganze auf mit Pergamentpapier ausgelegten Plastikkörben und komplett ohne Besteck, mal etwas ganz anderes.
grabbing some food at the Sugar Shack inside the Sugar Shack, simple, no sugarcoating
So etwas wie Kuchen zum Kaffee gibt es anscheinend nur bei Starbuck’s und Freunden, obwohl Kekse, Kuchen und Torten in den Supermärkten zu finden sind. Wahrscheinlich werden sie in Amerika nur als Nachtisch und/oder zu besonderen Anlässen serviert. Wir haben uns von unserem letzten Großeinkauf einen ganzen Danish Pastry Kringel mit Pecanfüllung mitgebracht. Leider hielt er nur zwei Tage.
danish pastries with pecan filling, irresistable
Am 17. März ist St. Patrick’s Day und alle Geschäfte bieten die passenden Accessoires dazu schon seit zwei Wochen in Mengen an. Es gibt mehr grünes in den Regalen als pink-rotes zum Valentinstag darin lag, und auch Ostersachen gibt es nicht so viele.
getting ready for St. Patrick’s Day, how much can you turn into being Irish?
Aber wir haben auch etwas leckeres neues zum Essen entdeckt, Okraschoten. Die sind so lecker und geben den Gemüseeintopf-Varianten das gewisse Extra.
Curry with carrots, squash, okra and tomatoes
An Donnerstagen bietet die American Legion, die Veteranenorganisation der amerikanischen Streitkräfte, die in jedem Ort einen Standort betreibt, ein auch für die Öffentlichkeit zugängliches Dinner an. Dort waren wir zwei Mal und haben catfish (eine Welsart) bzw. Shrimps frisch vom Kutter in die Friteuse gegessen. Dazu gibt es immer Pommes, Maisgrütze (ohne Geschmack, man gibt Butter und geriebenen Käse dazu, nicht unser Fall), Coleslaw (Krautsalat, leckerer als bei uns) und Hush Puppies (nein, keine frittierten Schuhe oder Schuhsohlen, sondern frittierte Klößchen aus Maismehl, süßlich und sehr gut). Alles sehr convenient serviert in der kompletten Plastik-Styropor-Ausstattung. Kulinarisch eine nette Abwechslung, aber wir kochen dann doch lieber selbst auf unseren zwei Gasflammen. Das Kochen mit Gas werden wir definitiv zuhause vermissen.
American Legion, Tybee Island Post fried shrimps dinner, with french fries, coleslaw and hush puppies, but no grits pleaseinside the American Leagion building
Ansonsten genießen wir das gute Wetter, sehen den Schmetterlingen beim Fliegen zu, schlafen ausgiebig, lesen und schreiben viel, lassen uns über die Unterschiede der beiden Länder aus und lernen neu zu atmen. Zweimal in der Woche besuchen wir einen Kundalini Yoga-Kurs. Das ist eine Entdeckung und macht viel Spaß, auch wenn einzelne Muskelpartien am nächsten Tag etwas anderes signalisieren.
Springtime in Georgia means summertime for us! Yesterday’s leap day gave us an extra holiday and we went for a long walk along the beach, from north to south, enjoying the weather, until we came to the pier. It’s not allowed to catch sharks from the pier, but a stingray is okay. We didn’t want to stay to watch the actual killing. Instead we were looking for a place to have coffee and a piece of cake, like we do it in good old Europe in the afternoon. Finally we landed in the Sugar Shack, a promising name, but just another fast food place, selling ice creams and sundaes as well. The sandwiches were good. But no cakes, as we had a few days ago after having done the shopping. We discovered okra as well, a very tasty vegetable. We really like to cook on our two propane hobs, but for a change we went to the American Legion. They serve fried dinner each Thursday and we had catfish one day and shrimps the other. The French fries were okay, coleslaw and hush puppies great, but we really don’t get the point with the ever-present grits with every dish here in the Southeast. For the rest we are happy to stay in this beautiful weather, reading and writing a lot, thinking and talking about the differences between the US and Germany a lot more, and going to Kundalini Yoga classes twice a week.