Tybee City Limits -Ein Konzertbericht

Am vergangenen Sonntag Abend haben wir zur Abwechslung mal ein Konzert besucht. Tybee City Limits, the Best in Live Local Music veranstaltete das erste Konzert in dieser Saison im Tybee Post Theater. Der Eintritt war mit $10 pro Person sehr überschaubar. Dafür sollten wir drei Acts bekommen: Eric Culberson Band, Greg Williams Band, Crystina Parker, so stand es in der Ankündigung.

Das Theatergebäude selbst ist von außen schön anzusehen, der Weg zum Eingang ist mit Steinen gepflastert, auf denen sich die Freunde des Theaters mit einem Stern ein kleines Denkmal setzen konnten. Hinter einem wirklich winzigen Foyer gibt es einen erstaunlich großen Theaterraum, mit großer Bühne und ansteigenden Sitzreihen. Ungewöhnlich für uns war, dass außer den üblichen Getränken, die man mit hinein nehmen durfte, auch frisches Popcorn verkauft wurde. Es war ein „bluesy“ Abend angekündigt, der Saal war mit gut 200 Plätzen fast ausverkauft und das Publikum war so gemischt, wie wir es noch nie erlebt haben. Wenn eine Veranstaltung auf Tybee stattfindet, dann kommen Menschen jeden Alters, jeder Schicht, faszinierend. 

 

Tybee Post Theater at night
 
 
inside the theatre
 
Pünktlich um 20 Uhr betrat der Conférencier die Bühne, seitlich war sein Pult aufgestellt, und eröffnete die diesjährige Saison der Konzertreihe. Der Ablauf der Abende ist immer gleich, zunächst kommt ein Singer-Songwriter als Newcomer auf die Bühne, anschließend zwei bekanntere Bands aus der Umgebung. Als erstes kündigte er Crystina Parker an, eine zierliche junge Frau zu Beginn ihrer Zwanziger mit einer Jumbogitarre, die sie energetisch bearbeitete. Sehr aufgeregt und noch nicht in der Lage, mit dem Publikum zu kommunizieren, spielte sie ihre Songs. Das ganze war gar nicht so schlecht, wenn nicht die Gitarre ein bisschen besser gestimmt gewesen wäre, auch frische Saiten hätten den Liedern gut getan.

 

Crystina Parker
 
Vor dem jeweils letzten Lied kam immer wieder der Conférencier dazu, versuchte mit nicht witzigen Fragen dem jeweiligen Künstler etwas intelligentes zu entlocken, was nicht gelang und stellte die unvermeidliche Frage nach den Merchandiseprodukten. Interessanterweise hatte nur der Greg Williams eine CD im Foyer zum Verkauf ausliegen. Anschließend wurde immer die Frage gestellt: „Hast du noch ein Lied für uns?“, die stereotype Antwort lautete: „Ja, noch eines.“ Witzig!

Vor der Pause folgte dann besagter Greg Williams mit seiner Band, der eher old-fashioned Bluesrock spielte. Seine Band war klasse, besonders der Leadgitarrist mit seinem Wahwah-Pedal war hitverdächtig. 

 

Greg Williams, on the right, and his band
 
Nach der Pause kündigte der Conférencier die nächsten Veranstaltungen im Tybee Post Theater an, bevor er den Hauptact des Abends vorstellte, den über die Grenzen Savannahs bekannten Eric Culberson und seine Band. Es wurde auch bei jedem Act aufgezählt, wo und mit wem die betreffenden Künstler schon gespielt hatten und was für Meriten sie sich bereits erworben hatten. Eric Culberson riss die Massen mit, uns leider nicht, denn alle Bluesstile nacheinander auf der Gitarre in jedem Song mit großer Geschwindigkeit herunterzureißen und sonst nichts, ist nicht wirklich aufregend. Aber die Amerikaner sind leicht zu begeistern.  

 

Eric Culberson, right, and his fantastic drummer and bass player
 
Pünktlich um 22 Uhr war der Abend zuende und alle wurden vonm Conférencier mit einem „Drive carfully“ in die Nacht geschickt. Und wirklich, außer uns beiden, die wir zu Fuß gekommen waren und zwei Personen auf Fahrrädern, waren alle anderen 196 Personen mit ihren Wagen da, das macht nach unseren bisherigen Erfahrungen gut 90 Autos, die an den Wegrändern standen.

Last Sunday we attended a concert in the local theatre. They showcased three local acts, all playing the blues more or less. It was a nice evening for a change, not very exciting, but worth the ten dollar admission. More interesting for us was the way of presenting the acts through a conferencier and the fact of eating popcorn during a concert.

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