Heute haben wir mal wieder die Insel verlassen und sind über den Lazaretto Creek, am Oyster Creek entlang, über den Bull River, Turners Creek, Gray Creek und schließlich Wilmington River gefahren, bis wir die Stadtgrenzen (city limits) von Savannah erreichten und bald darauf den historic dictrict. Anlass war diesmal nicht der wöchentliche Einkauf, obwohl wir den auf dem Rückweg auch gleich miterledigt haben, sondern der Tag der offenen Tür in fast allen Museen. Da wir einige der Kunstmuseen sowieso anschauen wollten, war dieser Tag eine gute Gelegenheit, denn der Eintritt ist sonst, wie schon gewohnt, recht happig. Der Grund für diese Wohltat ist das Georgia History Festival, das mit etlichen Events in den ersten Monaten des Jahres stattfindet. Heute war der Super Museum Sunday, an dem mehr als 60 Institutionen teilnehmen. Leider waren die Öffnungszeiten auf vier Stunden beschränkt. Wir hätten auch auf den Leuchtturm von Tybee steigen können oder uns auf dem Colonial Faire and Muster ein reenactment ansehen können, damit wir lernen, wie das Alltagsleben während der Kolonialzeit ausgesehen hat (hübsche Kostüme, Abfeuern von Kanonen, Essen kochen im gusseisernen Topf über offenem Feuer, Handwerk, Musik und Tanz, wie es die Ankündigung verspricht). Nein danke, auf die farbige Gestaltung eines Geschichtsbewusstseins, das nur 250 Jahre zurück reicht und alles Unangenehme (und davon gibt es hier eine Menge) ausblendet, darauf können wir gut verzichten. Wir halten uns dann lieber an das zeitgenössische Bunte und haben uns das Jepson Center of the Arts und die Telfair Academy angeguckt, beide waren randvoll mit Besuchern, zwischendurch unterbrochen durch eine längere Kaffeepause mit einem leckeren Pecan Bar. Das hat uns sehr gut gefallen. Abends fand dann noch eine Super Bowl Party auf dem Campingplatz statt, wegen der niedrigen Temperaturen und geringen Teilnehmerzahlen wurde das ganze glücklicherweise in den beheizten Aufenthaltsraum verlegt. Bei Nachos, Dips und Mandarinen (die Deutschen sorgten für die gesunde Variante von fingerfood) haben wir ein, in unseren Augen, unglaublich langweiliges Footballspiel zwischen den Carolina Panthers und den Denver Broncos angesehen, 4 mal 15 Minuten Spiel, durch Werbe- und Wiederholungsunterbrechungen und Halbzeitshow mit dem Auftritt von Coldplay, Bruno Mars und Beyoncé saßen wir dort vier (!) Stunden beieinander. Das Spiel war ähnlich dynamisch und spannend wie der Feierabendstau auf der A7 in Hamburg-Schnelsen. 


Today we visited two art museums in Savannah, where we spent really nice four hours; followed by another four hours watching a super boring Super Bowl final on the campground. Man, even a traffic jam shows more dynamic than that game.