Zwischenstand

Es regnet wirklich sehr selten hier auf der Insel. Angekündigt wird meistens ein Regentag in der Woche, aber oft genug fällt der auch noch aus. Aber heute regnet es wirklich mal, und zwar ergiebig. Das ist aber gar nicht so schlimm. Kay kämpft immer noch mit den Ausläufern seiner Grippe und kann wegen der dauerverstopften Nase nachts nicht schlafen. Nachdem er dann die meiste Zeit der Nacht aufrecht auf dem Beifahrersitz verbringt, um atmen zu können, schläft er dann vormittags gut und lange. Martina dagegen konnte sich nicht länger gegen die Viren und Bakterien wehren. Bei ihr setzen die Grippesymptome jetzt verstärkt ein. Also verbringen wir den Tag sowieso im Auto. Da macht der Regen dann nicht viel aus. Es ist nur ein bisschen lästig, bei 18 Grad (!) Außentemperatur die dicke Winterjacke anzuziehen, wenn man auf die Toilette gehen möchte, da dies die einzige Jacke ist, die regendicht ist.

Ansonsten brechen wir hier möglichst einmal am Tag zu einem Strandspaziergang auf. Zur Zeit sind wir meistens bei Niedrigwasser da (der Tidenhub beträgt hier bis zu sieben Meter) und finden die schönsten Dinge:

 

sand dollar, sometimes several of them
  
sometimes really big shells like this one
  

Dazu kommen dann noch: 

star fish
  

brown pelican
  
lots of gulls and other sea birds
  
vessel, container ship, boat fishing for shrimps
 
Und die Farben des Sonnenuntergangs glaubt einem kein Mensch, die iPhone-Kamera kann sie nur bedingt wiedergeben: 
sunset towards Savannah
  

the Atlantic Ocean at sunset
 
Once a week  the weather forecast announces rain for the island. Today is one of these days, but with 64 degrees outside. But it’s not bad that we have to spend the day inside the van. Kay is still recovering from the flu, his cold is persistent, and Martina couldn’t resist any longer and is ill, too. But all the other days we try to come to the beach at least once a day. There is so much to find and see and the colours of the sunsets are beyond description.

Gelernt ist gelernt -eine gute Ausbildung hilft

Seit einigen Tagen haben wir hier auf dem Campingplatz einen „intern„. Der junge Mann wurde am ersten Tag mittels eines Rundganges über den Platz und des Durchblätterns eines mitteldicken Ringordners in die Abläufe und Organisation eingewiesen. Am ersten Tag durfte er mit dem Laubbläser arbeiten, am nächsten Tag schon allein mit dem Golfcart über den Platz fahren. Seitdem macht er alles, was so anliegt, immer in Begleitung eines älteren staff members. Von dem lernt er, wie die Dinge gemacht werden. Wahrscheinlich hat der ältere es genauso gelernt. Das könnte eine Erklärung dafür sein, dass wir z.B. noch niemals auf einem der vielen Campingplätze gleich aussehende und gleich funktionierende Wasserhähne in den Waschhäusern gesehen haben. Oder warum genau dort, aber auch sonst, alles so individuell zusammengehämmert aussieht, um es mal freundlich auszudrücken. Holz ist der Lieblingsbaustoff, wir vermuten, weil damit jeder arbeiten kann. Ein paar Nägel oder Schrauben hinein, dann passt es schon. Ansonsten ist der meistverbreitete Werkstoff hier Kunststoffe aller Art, und wenn der kaputt geht, dann kommt erst mal Gaffa-Tape (heißt hier duct-tape) drauf. Schön war auch die Holzimitatpanele, die an den Stellen, an denen der Kleber nicht mehr hielt, einfach mit Nägeln befestigt wurde. Hielt zwar nicht wirklich, sah aber ganz gut aus. Auch aus der Decke herunterhängende Ventilatoren halten erst einmal mit Tape.

Man kann auch runde Ecken mit Holz machen.
ansonsten sind Kabelbinder (s. oben im Bild) auch eine gute Idee

 

… und wir wählen nur Plätze aus mit Waschräumen ab 9+ auf der bis 10 reichenden Bewertungsskala

So ist auch zu erklären, dass die Menschen, auf die wir treffen, zwar den Teil der Arbeit, den sie machen, recht gut können, aber darüber hinaus geht nicht viel bis gar nichts. Sie werden nur für den Teil angelernt, der ausgeführt werden muss, und das war’s. Erschreckend sind die Zahlen der Schulabbrecher hierzulande: 30% verlassen die High School ohne Abschluss. Aber auch das anschließende vierjährige College wird von 50% der Studierenden ohne Abschluss frühzeitig verlassen. Das sind eine Menge Menschen ohne eine qualifizierte Ausbildung. So ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass die Kassiererin bei Walmart auf die Frage, wie denn Einkaufswagen auf Englisch heißen würde, zuerst lange schwieg, um dann „I say basket.“ zu sagen.Mit einer längeren, zeitlichen und räumlichen, Distanz zur Heimat bewertet man die ehemals normal scheinenden Dinge anders. Unser duales Ausbildungssystem als Alternative zu einem Hochschulstudium ist sehr, sehr gut. Es wird seit wenigen Jahren in einigen Staaten wie z.B. Tennessee, North Carolina und Michigan mit großem Erfolg importiert. Hier ist der Link zu einem sehr lesenswerten Artikel eines amerikanischen Journalisten dazu (Achtung, 8 Seiten lang, aber die deutsche Aufmerksamkeitsspanne ist hoffentlich immer noch höher als die eines Durchschnittsamerikaner): Deutsches Amerika

Wir nehmen es als selbstverständlich hin, dass unsere Handwerker pünktlich kommen; wissen, was und wie sie etwas machen müssen; dass DIN-Normen eingehalten werden. Das ist hier nicht so. Wir haben aufgrund der schlechten Berichte über CampingWorld in Savannah, bei denen wir eigentlich die Küchenarmatur und die Haube für die Klimaanlage reparieren lassen sollten, darauf verzichtet und die Dinge selbst erledigt. Für beides haben wir weniger als eine Stunde gebraucht. Eine Reparatur hier in Amerika geht so: man macht einen Termin ab und hofft, dass der auch Bestand hat, wenn man zum angegebenen Zeitpunkt dort aufläuft. Dann wird das defekte Teil demontiert und nachgeschaut, was das wohl für ein Modell sein könnte. Dies wird anschließend bestellt. Je nach Teil kann die Lieferung bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen. Während der Zeit bleibt das Wohnmobil auf dem Firmenplatz stehen. Dann wird das Ersatzteil eingebaut (ist natürlich auch wieder aus Plastik, damit man demnächst wieder ein neues Ersatzteil verkaufen kann). Nun steht das Auto zur Abholung bereit und man ist, wenn man Glück hat, nur mehrere Hundert Dollar los.

Da wir in unserem Auto leben und kein Haus als Alternativunterkunft haben, war dieses Vorgehen von vornherein nicht möglich. Also haben wir die Armatur auf dem Weg hierher eingekauft und innerhalb weniger Minuten mit zwei Schraubverschlüssen montiert.

neu, und hält dicht, ist auch wieder nur Plastik, gibt nichts anderes hier
neu, und hält dicht, ist auch wieder nur Plastik, gibt nichts anderes hier

Die Abdeckung für die Klimaanlage haben wir über Amazon bestellt, da wir dort mit einer deutschen Kreditkarte bezahlen konnten. Innerhalb von zwei Tagen war sie hier auf dem Campingplatz und innerhalb von einer halben Stunde waren dann auch die Schaumstoffstreifen aufgeklebt und die Haube mit den (natürlich der Packung nicht beiliegenden) vier Schrauben wieder befestigt. Aus Erfahrung wussten wir bereits, dass wir die alten Schrauben aufbewahren sollten. Als Alternative zum Wieder-nach-Hause-fahren haben wir jetzt eine Quelle schier unermesslichen Reichtums ausgemacht: wir machen uns mit einem mobilen Wohnmobilservice selbstständig! Eine Leiter aufstellen und kaputte Teile austauschen, das können wir. Zudem sind wir auch noch in der Lage, Einbaupläne und Explosionszeichnungen zu lesen. Und wir haben keine Angst vor Strom, und wissen, dass man Strom nicht mit Wasser kombinieren sollte, so wie unser Platznachbar es letztens getan hat. Der konnte gut springen. Die Leiter haben uns die Leute von Platz ausgeliehen. Sie haben ganz ernsthaft gefragt, ob wir die Leiter wirklich allein aufstellen könnten. Kein Scherz. Vielleicht könnt ihr nun erahnen, warum wir im Sommer gern zurückkommen werden.

 

außer den Schrauben, die nicht auf der Inventarliste standen, fehlte auch ein Schaumstoffstreifen, der angegeben war; aber immerhin war die Haube intakt!!

 

der durchaus qualifizierte mobile Servicemann ganz allein auf der hohen Leiter

 

erster Schritt im Geld sparen: fachgerecht die Schaumstoffstreifen aufkleben

 

nächste Schritte: alles paletti, sieht gut aus, hält, keine Kratzer, alles wie neu

 

Noch ein Ritt

Wahrscheinlich sind wir ein bisschen wahnsinnig, aber es zog uns einfach so schnell wie es irgendwie geht, nach Tybee Island; ein bisschen so wie „Ich will nach Hause!“. Gestern sind wir 13 Stunden unterwegs gewesen. Dabei haben dabei wir drei Staaten durchquert, drei Tankstopps, aber mehr Fahrerwechsel eingelegt und 1040 km zurück gelegt. Die Ernährung bestand aus Kaffee (Die machen hier an den Tankstellen richtig guten Kaffee und der ist nicht teuer!) und Wasser, Studentenfutter und Salzcrackern. Was wir bei der Planung des Streckenabschnitts außer acht gelassen haben, hat dann zu den drei Stunden mehr Fahrzeit geführt, als wir wollten. Quer durch Kentucky ging es mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit durch grünes Farmland schnell und ohne Schwierigkeiten. Quer durch Tennessee ging es dann meistens durch die Berge, mit deren Existenz wir gar nicht gerechnet hatten. Zuerst waren es noch moderate Steigungen, die unser Dodge brav und immer noch mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 113 kmh genommen hat. Aber dann wurden daraus die Appalachian Foothills, und die erreichten dann doch eine ordentliche Steigung mit anschließendem Gefälle plus dazu gehöriger Geschwindigkeitsbeschränkungen. Da wir nur voran kommen wollten, haben wir die Jack Daniels Destillerie in Lynchburg rechts liegen gelassen.  Um Chattanooga mäanderten sich der Tennessee River und die Interstate 24 so, dass wir erst durch Tennessee, dann durch Georgia, dann wieder durch Tennessee und kurz darauf wieder durch Georgia fuhren. Auch auf die Besichtigung des Chattanooga Choo Choo haben wir leichten Herzens verzichtet. Dafür haben wir eine Filiale von Camping World besucht, um einen neuen Wasserhahn für die Spüle zu besorgen. Sie wollten uns die auch einbauen, aber das hätte länger, mindestens eine Stunde gedauert. (Kay hat sie heute ohne hinzuschauen innerhalb von 15 Minuten eingebaut.) Auch eine Abdeckung für die Klimaanlage wäre da gewesen, aber die hätte es nur mit Einbau gegeben, und der hätte mehrere Stunden gedauert!! Diese blöde Haube wird aufgesetzt und mit vier Schrauben befestigt. Der Grund, weshalb sie uns weggeflogen ist, lag daran, dass sie nur mit zwei Schrauben an einem Ende befestigt war! Der Einkauf, das Gespräch und der Gang zum Klo verbrauchten eine weitere Stunde. Dann ging es weiter quer durch Georgia und damit auch quer durch Atlanta. Diese Stadt mit ihren Vororten verbraucht eine gigantisch große Landmasse. Unsere Querung betrug ca. 100 km. Das wäre so, als wenn ganz Schleswig-Holstein und Teile des Wattenmeers komplett bebaut und mit Straßen durchzogen wären. Das ist eigentlich unvollstellbar. Als wir in die Stadtmasse hineinfuhren, ging es trotz Baustellen überall noch flott voran. Aber downtown gerieten wir dann doch in den Feierabendverkehr mit den entsprechenden Staus, die uns eine weitere Stunde kosteten. Danach wurde es auch bald dunkel, die Interstate wurde gesäumt von äsendem Wild, das noch nicht, so wie sonst auf den Strecken, tot am Straßenrand lag, und von geplatzten LKW-Reifen und liegen gebliebenen PKW. Die Menschen dazu liefen ganz unbekümmert am Straßenrand oder sogar auf der Fahrbahn entlang, das ganze natürlich ohne Warndreieck, Warnweste oder irgendeine Form von Beleuchtung. Wenn wir Glück hatten, sahen wir das Fahrzeug etwas früher, da die Warnblinkanlage eingeschaltet war. Aber das war die Ausnahme. Einkaufen mussten wir dann auch noch in Savannah, bevor wir auf die Insel hinüber fuhren. Dafür brauchten wir nur zehn Minuten, schnell die Einkaufsliste abarbeiten und wieder raus aus dem Laden. Allerdings hätten wir auch nicht viel länger bleiben dürfen, denn wir kamen dort eine Viertelstunde vor Ladenschluss an. Ach ja, einen Zeitzonenwechsel hatten wir auch noch, die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt. So war es dann 22:30 Uhr, als wir endlich auf dem Campingplatz waren. Und wir fühlten uns sofort wie zuhause. Wir sind wohl doch eher Atlantik-als Pazifikmenschen. Hier scheint die Sonne, es wird wärmer und wir werden hier einen Monat bleiben. Das hatten wir eigentlich für Kalifornien geplant, aber dort ist zum einen das Wetter in diesem Winter einfach zu schlecht und zum anderen ist es schlicht zu teuer, selbst auf einem Campingplatz weit weg vom Ozean. Hier ist er nur drei Blocks entfernt.

 

going up hill somewhere in Tennessee
  
going down again
  
still going down, a runaway ramp for trucks on the left side
  
north of Atlanta, before rush hour
  

downtown Atlanta, rush hour starts
 

Yesterday we crossed three states on our way, Kentucky, Tennessee and Georgia, to get as quickly as possible to our beloved Tybee Island, where it is cosy and warm, the ocean only three blocks away. We drove nearly 650 miles and lived on trail mix, Ritz crackers, coffee and water. After 13 hours we arrived on the campground in Tybee Island and we felt instantly at home. In our planning, we didn’t consider the hugeness of Atlanta with all the road works and the rush hour, the different time zone and the time we needed for filling up gas, visiting the restrooms and finding and buying a new faucet for the van. Luckily Kay was able to build it it today. It took him just 15 minutes. The people in the shop would have needed an hour at least to do it. They considered several hours to find a shroud for the AC and to fix it with just four screws! We left without it. It has to be done while we are near Savannah. Now we are in the sun, it’s getting warmer each day, says the forecast, the ocean is nearby. We planned this for California, but this winter, it’s just too cold and rainy there, and too expensive for us, even on a campground far away from the Pacific Ocean. Now we’re on the Atlantic again, happy and we’ll stay here for a month.

Man kann ja mal träumen

Nun leben wir schon seit fast einem halben Jahr freiwillig als Ausländer und müssen feststellen, dass wir überall stets sehr freundlich aufgenommen und behandelt worden sind. Die Menschen begegnen uns mit Interesse an unserer Reise und Herkunft. Vielleicht liegt die Freundlichkeit und das Interesse auch schlicht in der Tatsache begründet, dass wir nicht weiter auffallen als Weiße mit genügend Geld, ohne den Gastgebern zur Last zu fallen. Ab und an lesen wir auch Nachrichten aus der Heimat. Oft genug dominieren darin Schreckensnachrichten über Ausländer. Wo bleiben eigentlich die quantitativ und qualitativ gleichberechtigte Anzahl an Nachrichten über Taten von Inländern?? Die letzten Nachrichten lassen uns ins Träumen kommen. Es scheint, als wenn wir im nächsten Sommer in ein verändertes, viel schöneres Deutschland zurück kehren werden, da ja nun alle, die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen anwenden, ausgewiesen werden sollen. Damit werden wir wohl geschätzt auf mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung in Deutschland verzichten müssen. Endlich: keine BILD-Zeitung und den Focus mehr, fast keine enervierende Werbung mehr, und was damit zusammenhängt, auch viel weniger Privatfernsehen. Endlich: Frauen übernehmen die massenhaft freiwerdenden Stellen in der Wirtschaft, der Hochfinanz, der Universitäten, der Politik und erhalten endlich eine angemessene Bezahlung. Vielleicht kann die Republik sogar sehr viel Geld einsparen, da Frauen es ja seit Jahrzehnten gewohnt sind, die gleiche Arbeit für so viel weniger Geld zu erledigen. Wenn die Frauengehälter der neue Maßstab werden, wird genügend Geld freigesetzt, um z.B. in die Bildung zu investieren. Die Arbeitslosenquote wird auf null sinken, da alle Frauen Arbeit finden werden. Und selbst dann wird es freie Stellen geben. So könnten wir noch mehr gut ausgebildete Ausländer aufnehmen, aber Achtung: sicherheitshalber sollten dies  nur Frauen und kleine Kinder sein. Mit dem zusätzlichen Geld für die Bildung wird es uns dann auch gelingen, selbst den kleinen Jungen die korrekte Sichtweise auf Frauen beizubringen.

Lebensmittel -lebensnotwendig

Eine unserer Hauptbeschäftigungen ist ja die Versorgung mit Nahrungsmittel. Darüber haben wir ja schon des Öfteren berichtet. Die Supermärkte sind hier alle groß, auch in den kleinsten Orten, durch die wir gekommen sind, wenn wir nur die Highways benutzt haben. Mit der zunehmenden Größe eines Ortes steigt auch die Anzahl und Größe der Supermärkte fast exponentiell an. Die Regale sind alle bis zum Bersten gefüllt. (Naja, wenn nicht gerade ein paar Feiertage angesagt sind; ist so wie bei uns, nur mit dem Unterschied, dass die Läden außer an vier bis fünf einzelnen Tagen im Jahr nie schließen.) An die Sortierung können wir uns immer noch nicht gewöhnen. Die dahinter liegende Systematik erschließt sich uns einfach nicht. Vielleicht ist auch gar keine da, man weiß es hier nie so genau. Unser Problem ist nun aber, dass wir das allermeiste in den Regalen einfach nicht essen möchten. Eigentlich handelt es sich immer nur um sehr variantenreich verpackten Zucker. Das ganze Land befindet sich in einer, von der Industrie bewusst herbeigeführten, Zuckerabhängigkeit. Sobald man einmal abhängig davon ist, verlangt der Körper nach immer mehr Zucker. Das Zuviel davon wird dann allmählich in Fettreserven umgewandelt. Und genau so sehen viele Amerikaner auch aus. Nun wollen wir ja gerne, dass ihr uns noch erkennt, wenn wir wieder zuhause sind. Also gehen wir stets mit Brille einkaufen, um die Zutatenlisten zu studieren. Es gibt wenige Supermarktketten wie z.B. Wholefoods, Trader Joe’s oder Publix, in denen es Alternativen zu kaufen gibt, das hat dann natürlich seinen Preis. Leute, ihr habt keine Ahnung, wie billig und gut bei uns in Deutschland die Lebensmittel sind! Bei Brot, des Deutschen liebstes Nahrungsmittel, denken wir hier als erstes ja eher so an schaumstoffartige Konsistenz. Das kann man noch ertragen. Aber hier ist pro Scheibe Brot mindestens eine Zuckermenge enthalten, die einem Stück Würfelzucker entspricht. Gern aber auch mehr, und dann wird das Brot auch noch zusätzlich mit Honig gesüßt, das lieben die Kinder doch so sehr, sagt die Werbung! Es gibt manchmal abgepacktes Vollkornbrot aus Deutschland importiert zu kaufen, liegt dann ganz oben im Regal, will ja keiner. Das schmeckt zur Abwechslung ganz gut, ist aber so exorbitant teuer, dass wir es nur ganz, ganz selten kaufen. Wir sind inzwischen auf für jüdische Kunden produziertes Brot ausgewichen. Das hat am wenigsten Zucker.Der neueste Spaß ist nun, die Serviereinheiten auf den Packungen genauer anzusehen. Es ist mal davon auszugehen, dass sich die Durchschnittsamerikaner daran orientieren, wenn sie sich gut ernähren wollen. 

 

serving amount per person: ca. 7 beans
  
serving amout per person: 1 medium potatoe
  
serving amount per person: ca. 15
 
Die Fotostrecke zeigt es: frische grüne Bohnen, davon sollte man nur ca. 7 Stück essen; dazu eine mediumgroße Kartoffel (unsere waren sehr klein, darum sind zwei auf dem Foto); eine Portion Kartoffelchips (die gehören hier oft genug zum Essen dazu) besteht dann aus ca. 15 Stück. So bleibt natürlich extrem viel Platz für Fleisch auf dem Teller. Da wir das hier im Campervan nicht zubereiten, haben wir das Gericht vegetarisch modifiziert: mehr Bohnen und Kartoffeln, eine Dose gehackte Tomaten dazu plus etwas schärfer gewürzt, anschließend mit Fetakäse bestreut.

 

serving amount per Martina & Kay: no meat, but lots of beans, potatoes, tomatoes and feta cheese
  
serving amount per person: 3 blocks = lots of sugar, no good taste
 Ach ja, und zum Nachtisch ein bisschen Schokolade. Hier beträgt die Serviereinheit pro Person 3 Stücke, das sind 6 Stückchen bei unseren Tafeln. Damit nimmt man dann noch einmal 18 Gramm Zucker zu sich, das entspricht 6 Stück Würfelzucker, vom Fett mal ganz abgesehen. Und die Hershey’s schmeckt noch nicht einmal gut. Dafür war auch sie teuer.

Wenn wir Glück haben, finden wir auch ganz spannendes Gemüse, dies hier zum Beispiel:  

schön und lecker
  
wie heißt sie wohl?
 
Es muss eine verwandtschaftliche Beziehung zu unseren Roten Beten geben, der Geschmack legte das nahe. Leider verlor die Frucht nach dem Schmoren die hübsche Färbung, blieb aber lecker in der Kombination mit Möhren und roten Kartoffeln.

Krank sein ist doof

Kay laboriert seit fast einer Woche an einer hartnäckigen Grippe mit Bronchitis herum, was uns besonders nachts um den Schlaf bringt. Nachdem unsere Vorräte von Aspirin complex inzwischen aufgebraucht sind, mussten nun stärkere Mittel her. Glücklicherweise sind rezeptfreie Medikamente, und dazu zählen eine Menge, hier in jedem Supermarkt erhältlich. Die Regale sind voll davon, und sie sind im Vergleich zu Deutschland sehr preiswert. Das spart uns den teuren und zeitraubenden Besuch bei einem Arzt. Ein Blick ins Internet verriet uns die Wirkstoffe in den von zuhause bekannten Mitteln, die Bezeichnungen der Bestandteile sind ja überall gleich. Also Lupe mitgenommen und Packungsinhalte verglichen, dann für ein Präparat entschieden, das unterschiedliche Wirkstoffe für den Tag und für die Nacht enthält. Damit man auch nichts verkehrt einnimmt, sind sie farblich unterschiedlich (rot für den Tag, grün für die Nacht), haben eine entsprechende Beschriftung und auf der Rückseite auch noch eine Sonne bzw. einen Mond aufgedruckt. Manchmal geht einem die ständige Reduzierung des eigenen Gehirns auf ein Kleinkindbewusstsein ziemlich auf den Geist. Aber alles hat natürlich auch Schattenseiten. Die Tatsache, dass auch sehr starke Medikamente ohne Hürde zu erwerben sind, führt höchstwahrscheinlich auch zu massivem Medikamentenmissbrauch. Anders ist nicht zu erklären, dass auf der Packung folgender Hinweis abgedruckt ist: Parents: Learn about teen medicine abuse www.StopMedicineAbuse.org. Interessanterweise handelt sich dabei um eine Initiative von fünf Müttern und einer Vereinigung der Medikametenhersteller. Jugendliche nehmen Hustenpräparate missbräuchlich ein, um high zu werden, heißt es dort. In Deutschland gibt es die Medikamente ja auch rezeptfrei. Aber dort muss man in eine Apotheke gehen und sich mit demPersonal auseinandersetzen, was auch eine Beratung von qualifiziertem Fachpersonal mit einschließt. Von dem ist in den Supermärkten weit und breit niemand zu sehen. Das und die viel höheren Preise wirken wahrscheinlich ein bisschen stärker als Hemmschwelle.

… und ist von Bayer.

20 Staaten in 2 Monaten

In alfabetischer Reihenfolge: Alabama, Florida, Georgia, Illinois, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, Missouri, New Jersey, New York, North Carolina, Oklahoma, Pennsylvania, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia, West Virginia; etwas mehr als als 5000 Meilen (mehr als 8000km) bisher. Wie wir genau gefahren sind, könnt ihr auf der Karte sehen. Ein paar Staaten im Nordosten werden im Frühjahr noch dazu kommen.  

Reiseroute bis Anfang Januar
 Aber nun überwintern wir erst einmal auf Tybee Island. Die Temperaturen pendeln hier zur Zeit zwischen 10 und 17 Grad tagsüber (und über dem Gefrierpunkt nachts), was sich bei Sonnenschein, auch bei Nieselregen, gut ertragen lässt. Vor allem, wenn man weiß, dass in New York die Nachttemperaturen so bei -16 Grad liegen. Wir hatten es sogar noch kälter in Santa Fe. In Florida ist es wärmer, aber dort sind die Plätze auf die snowbirds eingestellt, meist wohlhabende Rentner aus den nördlichen Bundesstaaten oder Kanada, die dort in ihren riesigen RVs überwintern. Entsprechend hoch sind die Mietpreise. Hier gefällt es uns sehr gut, darum sind wir ja auch zurück gekommen. Die Menschen sind sehr nett, der Platz ist ruhig und vergleichsweise günstig und das Meer ist in Gehweite. Wir wissen, wo wir vernünftige Lebensmittel einkaufen können. Und ansonsten ist es hier so weit weg von allem, was uns zunehmend auf die Nerven geht. Wir werden vielleicht sogar noch den Februar über hier bleiben.

Zu Beginn unserer USA-Reise hat uns die Angestellte der Mietwagenfirma, die selbst Deutsche ist, gesagt, dass dies kein schönes Land zum Leben sei. Das wollten wir ihr zu dem Zeitpunkt absolut nicht glauben. Leider stimmt es aber, zumindest aus deutscher Sicht. Wir lernen hier unser Heimatland in sehr, sehr vielen Dingen sehr zu schätzen. Das hat nicht nur etwas mit der Entfernung zu tun. Wir sind uns sicher, dass wir vieles gar nicht mitbekommen würden, wenn wir nur für einen mehrwöchigen Urlaubsaufenthalt hier wären. Dann lebt man ein bisschen wie in einer Blase und kann vieles ignorieren. Aber wir haben uns ja entschieden, hier für einige Monate zu leben, wenn auch in einem Campervan auf einem RV-Platz. Das ist auch gar nicht so ungewöhnlich. Auf den meisten Plätzen, auf denen wir waren, bestand mindestens die Hälfte der Bewohner aus Menschen, die dort ganz normal in ihren Trailern wohnten. Morgens fuhren sie mit ihren röhrenden Pick-up-Trucks zur Arbeit, nachmittags kamen sie wieder, am Wochenende wurde gegrillt und die Wäsche gewaschen. Auch Familien mit Kindern wohnen so. In Houston haben wir ein Ehepaar getroffen, er Bankangestellter in leitender Position, sie Logopädin, beide wohnen auf dem RV-Platz, da die Mieten in der Stadt zu teuer sind und sie nicht wissen, ob die Bank ihn demnächst nicht wieder versetzen wird. Da gibt es nicht viele Alternativen, entweder mit Sack und Pack umziehen oder arbeitslos sein. Ein Haus kann dann stören. 

 

Briefkästen für die Dauerbewohner des RV-Platzes in Houston
 
Der Platz hat sogar Briefkästen für die Bewohner, siehe Bild. Ansonsten kann man sich meistens keine Post zum Campingplatz schicken lassen, aber natürlich postlagernd zum nächsten Postamt. In Amerika heißt es general delivery. Aber schickt uns ruhig weiterhin Nachrichten über SMS, Facebook, Email oder den Blog hier. Das geht dann doch wesentlich schneller. Wir könnten uns allerdings per UPS oder Fedex etwas auf den Platz schicken lassen. Das wollten wir mit dem Ersatzteil für die Klimaanlage, das uns im Sturm weggeflogen ist, machen. ABER: Leider können wir nichts bestellen, weil wir nicht bezahlen können! Das hat nichts mit unserem Kontostand zu tun, da sieht es trotz der extrem hohen Lebenshaltungskosten hier noch einigermaßen gut aus. Nein, um die Kreditkarte verifizieren zu können, muss man seine Adresse, die auf der Karte hinterlegt ist, angeben (billig address). Leider können sie sich hier nur vorstellen, dass man in den USA oder in Kanada wohnt. Andere Optionen gibt es beim Anklicken schlicht nicht. Und das Feld frei lassen darf man auch nicht. So ein nur sich selbst wahrnehmendes Land ist auf Dauer für uns nicht zu ertragen.

Noch ein Ritt

Wahrscheinlich sind wir ein bisschen wahnsinnig, aber es zog uns einfach so schnell wie es irgendwie geht, nach Tybee Island; ein bisschen so wie „Ich will nach Hause!“. Gestern sind wir 13 Stunden unterwegs gewesen. Dabei haben dabei wir drei Staaten durchquert, drei Tankstopps, aber mehr Fahrerwechsel eingelegt und 1040 km zurück gelegt. Die Ernährung bestand aus Kaffee (Die machen hier an den Tankstellen richtig guten Kaffee und der ist nicht teuer!) und Wasser, Studentenfutter und Salzcrackern. Was wir bei der Planung des Streckenabschnitts außer acht gelassen haben, hat dann zu den drei Stunden mehr Fahrzeit geführt, als wir wollten. Quer durch Kentucky ging es mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit durch grünes Farmland schnell und ohne Schwierigkeiten. Quer durch Tennessee ging es dann meistens durch die Berge, mit deren Existenz wir gar nicht gerechnet hatten. Zuerst waren es noch moderate Steigungen, die unser Dodge brav und immer noch mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 113 kmh genommen hat. Aber dann wurden daraus die Appalachian Foothills, und die erreichten dann doch eine ordentliche Steigung mit anschließendem Gefälle plus dazu gehöriger Geschwindigkeitsbeschränkungen. Da wir nur voran kommen wollten, haben wir die Jack Daniels Destillerie in Lynchburg rechts liegen gelassen.  Um Chattanooga mäanderten sich der Tennessee River und die Interstate 24 so, dass wir erst durch Tennessee, dann durch Georgia, dann wieder durch Tennessee und kurz darauf wieder durch Georgia fuhren. Auch auf die Besichtigung des Chattanooga Choo Choo haben wir leichten Herzens verzichtet. Dafür haben wir eine Filiale von Camping World besucht, um einen neuen Wasserhahn für die Spüle zu besorgen. Sie wollten uns die auch einbauen, aber das hätte länger, mindestens eine Stunde gedauert. (Kay hat sie heute ohne hinzuschauen innerhalb von 15 Minuten eingebaut.) Auch eine Abdeckung für die Klimaanlage wäre da gewesen, aber die hätte es nur mit Einbau gegeben, und der hätte mehrere Stunden gedauert!! Diese blöde Haube wird aufgesetzt und mit vier Schrauben befestigt. Der Grund, weshalb sie uns weggeflogen ist, lag daran, dass sie nur mit zwei Schrauben an einem Ende befestigt war! Der Einkauf, das Gespräch und der Gang zum Klo verbrauchten eine weitere Stunde. Dann ging es weiter quer durch Georgia und damit auch quer durch Atlanta. Diese Stadt mit ihren Vororten verbraucht eine gigantisch große Landmasse. Unsere Querung betrug ca. 100 km. Das wäre so, als wenn ganz Schleswig-Holstein und Teile des Wattenmeers komplett bebaut und mit Straßen durchzogen wären. Das ist eigentlich unvollstellbar. Als wir in die Stadtmasse hineinfuhren, ging es trotz Baustellen überall noch flott voran. Aber downtown gerieten wir dann doch in den Feierabendverkehr mit den entsprechenden Staus, die uns eine weitere Stunde kosteten. Danach wurde es auch bald dunkel, die Interstate wurde gesäumt von äsendem Wild, das noch nicht, so wie sonst auf den Strecken, tot am Straßenrand lag, und von geplatzten LKW-Reifen und liegen gebliebenen PKW. Die Menschen dazu liefen ganz unbekümmert am Straßenrand oder sogar auf der Fahrbahn entlang, das ganze natürlich ohne Warndreieck, Warnweste oder irgendeine Form von Beleuchtung. Wenn wir Glück hatten, sahen wir das Fahrzeug etwas früher, da die Warnblinkanlage eingeschaltet war. Aber das war die Ausnahme. Einkaufen mussten wir dann auch noch in Savannah, bevor wir auf die Insel hinüber fuhren. Dafür brauchten wir nur zehn Minuten, schnell die Einkaufsliste abarbeiten und wieder raus aus dem Laden. Allerdings hätten wir auch nicht viel länger bleiben dürfen, denn wir kamen dort eine Viertelstunde vor Ladenschluss an. Ach ja, einen Zeitzonenwechsel hatten wir auch noch, die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt. So war es dann 22:30 Uhr, als wir endlich auf dem Campingplatz waren. Und wir fühlten uns sofort wie zuhause. Wir sind wohl doch eher Atlantik-als Pazifikmenschen. Hier scheint die Sonne, es wird wärmer und wir werden hier einen Monat bleiben. Das hatten wir eigentlich für Kalifornien geplant, aber dort ist zum einen das Wetter in diesem Winter einfach zu schlecht und zum anderen ist es schlicht zu teuer, selbst auf einem Campingplatz weit weg vom Ozean. Hier ist er nur drei Blocks entfernt.

 

going up hill somewhere in Tennessee
  
going down again
  
still going down, a runaway ramp for trucks on the left side
  
north of Atlanta, before rush hour
  

downtown Atlanta, rush hour starts
 

Yesterday we crossed three states on our way, Kentucky, Tennessee and Georgia, to get as quickly as possible to our beloved Tybee Island, where it is cosy and warm, the ocean only three blocks away. We drove nearly 650 miles and lived on trail mix, Ritz crackers, coffee and water. After 13 hours we arrived on the campground in Tybee Island and we felt instantly at home. In our planning, we didn’t consider the hugeness of Atlanta with all the road works and the rush hour, the different time zone and the time we needed for filling up gas, visiting the restrooms and finding and buying a new faucet for the van. Luckily Kay was able to build it it today. It took him just 15 minutes. The people in the shop would have needed an hour at least to do it. They considered several hours to find a shroud for the AC and to fix it with just four screws! We left without it. It has to be done while we are near Savannah. Now we are in the sun, it’s getting warmer each day, says the forecast, the ocean is nearby. We planned this for California, but this winter, it’s just too cold and rainy there, and too expensive for us, even on a campground far away from the Pacific Ocean. Now we’re on the Atlantic again, happy and we’ll stay here for a month.

Wieder unterwegs

Heute haben wir Kansas City, die Wärme und den Komfort eines Hauses und die liebevolle Gastfreundschaft verlassen und sind Richtung Osten gestartet, ausgestattet mit leckeren Rezepten, einem Pecan Pie, Musik-CDs und vor allem einem elektrischen Heizlüfter. Wir sind quer durch Missouri und Illinois bis kurz hinter die Grenze von Kentucky gefahren und haben dabei viele kleinere Flüsse, aber auch den Missouri, den Mississippi und den Ohio River mittels riesiger Brücken überquert. Alle führen hier sehr viel Wasser, aber die überschwemmten Straßen, die wir im Fernsehen gesehen hatten, sind hier schon wieder trocken. 

 

driving through Missouri on Interstate 70
  
crossing the Missouri River
  

Missouri River
 Trotz der Temperaturen um den Gefrierpunkt herum haben wir uns für die Übernachtung auf einem RV-Park in Paducah, Ky entschieden, auch um den Heizlüfter, schon etwas älter und gebraucht, aber gut in Schuss, auszuprobieren. Läuft. Und heizt. Dafür entdecken wir aber neue Dinge an diesem Fahrzeug, die nicht mehr oder nur teilweise funktionieren. Es geht einem wirklich langsam auf den Wecker! Die Batterie musste in Kansas City wieder aufgeladen werden, sie war komplett leer. Der Kühlschrank sollte entweder mit Gas oder mit Strom arbeiten, je nachdem welche Quelle zur Verfügung steht, aber er läuft nur noch mit Strom, dass bedeutet also nur auf den Campingplätzen. Die Armatur am Waschbecken ist kaputt, irgendeine Dichtung schließt nicht mehr. Das kommt, wenn man so einen China-Billigkram einbaut. Sie wird nämlich erst seit sechs Wochen benutzt, die alte Armatur ging schon beim Benutzen auf dem Hof der Vermietstation kaputt. Also Wasser draußen in eine Plastikflasche abfüllen, dabei wegen des hohen Wasserdrucks ganz nass gespritzt werden, und dann drinnen in den Wasserkocher umfüllen. Nach einem langen Tag auf den Interstates wird es dann schon etwas schwierig, die gute Laune aufrecht zu halten. 

 

unser neuer bester Freund
 
Silvester haben wir übrigens ganz gemütlich im Kreise der Familie gefeiert mit sehr leckerem Essen (Tacos selbst zusammenstellen, selbstgemachten Nachos-Dips, Pecan Pie und soft Pumpkin Pie) und Spielen (Pegs and Jokers, einem traditionellen Brettspiel, ähnlich wie unser Mensch-ärgere-dich-nicht, aber statt des Würfels wird ein Rommee-Kartenspiel benutzt). Wir haben dafür Dinner for One nach Amerika importiert, dank youtube ist so etwas ja gut möglich. 

 

making tacos on New Year’s Eve
  
playing pegs and jokers on New Year’s Eve
 

We’re on the road again. Heavy-heartedly but filled with love and joy from the past week spent in Kansas City. And we took lots of goodies with us: a fine electric heater, just now it runs and runs and runs, while we’re staying overnight on a RV-Park in Paducah, Ky; a superb Pecan Pie, tasting just wonderful as a dessert after pasta with tomatoe sauce this evening; CDs with music making the way pass more quickly and sweet memories of amazing people. Thank you so much, you helped us to get another image of America.

We celebrated New Year’s Eve with lots of gorgeous food, tacos, nacho, guacamole, pecan pie, pumpkin pie, … and learned to play a new game, pegs and jokers. We brought Dinner for One, our traditional TV programme on New Year’s Eve, to America. YouTube makes it possible.

Today we drove through Missouri and Illinois, crossed big rivers, the Missouri, the Mississippi and the Ohio and reached Paducah in Kentucky.  At the campground we discovered more things which don’t work properly in the car. It’s such an nuisance. The fridge works with electric only, it should work with gas while driving. The sink mixer is broken somewhere in the inside and is not working at all, although it was replaced before we left Peekskill, NY. Everything is made out of cheap plastic. And the battery was flat again, when we wanted to start in Kansas City.