Wie in Europa, wird auch hier zwischen Epiphanias und Aschermittwoch Karneval gefeiert, im Südosten der USA als Mardi Gras. Am bekanntesten und größten ist der Mardi Gras in New Orleans mit vielen Paraden und Festen während der Saison, aber auch überall sonst gibt es zumindest eine Parade und das dazu gehörige Fest. Heute fand hier die traditionelle Mardi Gras Parade mit dem anschließenden Straßenfest statt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Hier ist sonst nicht so viel los. Da die Parkplätze überall zwei Dollar pro Stunde kosten und wir überhaupt keine Lust hatten, alles im Campervan reisesicher zu verpacken, wollten wir die zweieinhalb Meilen hinspazieren, einen Campingstuhl zum Warten am Straßenrand aufstellen, uns alles angucken und dann wieder die zweieinhalb Meilen zurück laufen. Als wir die Vorbereitungen dafür schon fast abgeschlossen hatten, liefen uns unsere Nachbarn Rick und Barb mit ihren Hunden (Stella, don’t bark) über den Weg, fragten, ob wir auch zur Parade wollten und boten uns die Mitfahrt in ihrem Jeep an, was wir mit Freude akzeptierten. So kamen wir nicht nur sehr bequem mitten ins Geschehen, weil die beiden natürlich keinen Schritt zuviel laufen wollten, sondern auch noch in den Genuss einer kleinen Verkleidung. Rick und Barb staffierten sich an den wenigen Ständen passend aus, und wir bekamen beide je zwei Ketten in den zu unserer Oberbekleidung passenden Farben ab. Kay bekam eine grüne und eine goldene, Martina eine lila und eine goldene Kette, die typischen Mardi Gras Farben. Während wir auf die Parade warteten, hatten wir viel Spaß, die anderen Zuschauer anzuschauen. Viele hatten ebenfalls mindestens einen Teil der Mindestausstattung aus Ketten, Hüten und Masken um bzw. auf. Einige waren aber auch sehr phantasievoll gekleidet. Die Parade selbst war wie Tybee Island, sehr klein und überschaubar, motorisiert, aber nur mit zwei Wagen, die Ähnlichkeit mit Karnevalswagen hatten, Musik von den Wagen, aber keine marching bands. Schneller als gedacht, war es schon wieder vorbei und die Menschen konzentrierten sich auf das Straßenfest. Auf einer Bühne am Pavillon spielte eine Coverband und der konsumierte Alkohol half, sich nach und nach mehr zur Musik zu bewegen. Wir sind dann lieber noch einmal auf die Pier hinausgegangen und haben das Sommerwetter von 21 Grad genossen, bevor es bequem mit dem Wagen wieder zurück zum Campingplatz ging.









