Second hand

Während unseres Aufenthaltes in Großbritannien haben wir die charity shops für uns entdeckt; Läden, die gespendete Dinge  aller Art zu sehr günstigen Preisen weiter verkaufen und mit den Einnahmen Gutes tun. Sie sind immer ehrenamtlich organisiert und man findet sie in jedem, wirklich jedem Ort und immer auf der Highstreet oder direkt daneben. Sie sind nicht zu verfehlen, wenn man die Ortsmitte gefunden hat. Sie unterstützen große Organisationen wie Oxfam, das Britische Rote Kreuz und die Heilsarmee, die kennen wir auch in Deutschland, aber auch alles möglich andere, z.B. Leukämie-oder Brustkrebsstiftungen, alle möglichen sozialen Randgruppen (Menschen mit Beeinträchtigungen, Frauen und Kinder in Not, Analphabeten) und Tiere und andere soziale Belange aller Art. Nachdem wir die Shops erst entdeckt hatten, gehen wir inzwischen in jeden hinein, den wir finden. Manchmal nur zum Gucken, was andere Menschen mal besessen haben und für spendenswürdig halten. Oft genug haben wir aber auch schon Dinge für uns gefunden. Das erste war eine Strickjacke für den unerwartet kühlen schottischen Sommer. Da wir insgesamt nur mit wenig Kleidungsstücken reisen, geht das eine oder andere im Laufe des Jahres auch kaputt und wir ersetzen es dann durch ein neues gebrauchtes. Was dort wirklich schön anzusehen ist, ist die Anordnung der Kleidungsstücke. Meistens sind sie nach Farben sortiert, es ist unglaublich, wie viele Schattierungen von z.B. rot oder blau es bei Tops, Pullis, Blusen usw. geben kann. Haushaltsgegenstände findet man dort auch, aber oft genug kommen wir mit einem Buch wieder heraus. Und was wir nicht mehr brauchen, Fehlkäufe oder ausgelesene Bücher, das bringen wir wieder hin und spenden es. 

In den USA heißen sie thrift stores, und die waren nach unserer Ankunft schon etwas schwieriger zu finden, da es ja in dem Sinne keine kleinen Orte mit Ortszentren gibt wie in Großbritannien. Da wir nicht wussten, nach welchen Namen wir im Internet suchen sollten, sind wir zunächst bei der Heilsarmee gelandet, aber inzwischen gehen wir immer zu Goodwill, auch in einem Savers waren wir schon drin. Ähnlich wie in Großbritannien befinden sie sich meistens dort, wo viele Menschen hingehen, in oder in der Nähe einer shopping mall oder plaza. Die thrift stores sind, wie alles in Amerika, groß. Damit ist gemeint: groooß! Sie haben mindestens eine Grundfläche wie bei uns ein großer Supermarkt. Und dann wirkt die Masse der nach Farben sortierten Kleidungsstücke erst richtig gut. Leider haben sie das hier nicht so mit dem Sortieren. Besonders bedauerlich ist das bei Büchern, so dass immer alles durchgescannt werden muss, bevor man vielleicht ein Schätzchen findet (leider nicht so häufig wie in England). Das klingt vielleicht böse, ist aber gar nicht so gemeint: wahrscheinlich können die Angestellten es nicht besser. Im Gegensatz zu Großbritannien, wo die Verkäuferinnen, oft ältere Damen, auf ehrenamtlicher Basis arbeiten, versteht sich Goodwill hier auch als Möglichkeit, einen Arbeitsplatz für Menschen zu bieten, die ansonsten keine Chance auf einen haben. Dinge in Regale packen und auf der Kasse die richtigen farbig markierten Felder drücken (alle Dinge haben einen Anhänger in einer bestimmten Farbe und alle Kleidungskategorien, wie z.B. Ladies‘ Tops, einen Einheitspreis), das bekommt nach etwas Einarbeitungszeit wirklich fast jeder hin. Es gibt dort auch Menschen, die nur für das Saubermachen zuständig sind, und auch nur das gut können. Eine alphabetische Sortierung der Bücher und CDs stellt dann eine nicht zu bewältigende Herausforderung dar. 
During our journey we became real friends with charity shops (in Great Britain) and thrift stores (in the US). In Britain you find a variety of them in literally every town and always in the town’s centre. We do have a lot of second-hand shops in Germany, too. But except for some shops belonging to the German Red Cross, Oxfam or some supporting hospice care, they are commercial and support just the owner and, if any, some employees. After being a while in the US, we figured out, that Goodwill is the most common operating company here, offering not only clothes and other goods for reasonable prices but jobs for people with no chance to get one elsewhere, too. As far as there are no town centres in America, it took us a while to realise, that Goodwill stores are always located in or next to shopping malls or plazas. And as everything here, even the thrift stores are huge, loaded with clothes and household items, but having less books in stock than British charity shops. But nonetheless, we always find lots of stuff to read. And the best thing is, that we don’t have to carry the books home. We just donate them again. Some campgrounds have a small book shelf with books to swap as well.

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