So langsam werden wir beide wieder gesund. Nachdem alle chemisch hergestellten Medikamente aufgegessen sind, halten wir uns jetzt für die abklingende Grippe an Hausmittel: wir trinken literweise heißen Aufguss aus frischen Ingwerstücken, befeuchten unsere Nasenschleimhäute bei Bedarf mit salzhaltiger Lösung und praktizieren die nicht besonders gemochte, aber wirkungsvolle Nasendusche, dazu zur Schlafenszeit die Einreibung mit Kampher, Eukalyptus und Menthol.

Damit die Abwehrkräfte wieder steigen, haben wir uns heute leckere frische Mandarinen gekauft, die wir vorher am Verkaufsstand probiert hatten. Es ist ja auch die Zeit für Zitrusfrüchte. Die Preise pro amerikanischem Pfund (weniger als unseres, nur 453,6g) haben wenig Ausagekraft, da es keine Vergleichspreise im Laden gibt, auch noch Steuern draufzu kommen und es sowieso langsam egal ist. Wir wollen sie ja essen, auch weil sie biologisch-dynamisch sind. Aber an der Kasse waren wir doch mal wieder halbwegs entsetzt! Wir haben für sechs (!) Mandarinen umgerechnet 9,20 Euro bezahlt. Okay, sie sind auch groß, wiegen mit Schale etwas mehr als ein Kilo. Nun werden wir sie gütergemeinschaftlich gerecht verzehren und uns jeden Schlitz auf der Zunge zergehen lassen.

Danach sind wir nach nebenan in den Drogieriemarkt gegangen und haben mal geschaut, was denn die entsprechenden Vitaminpillen so kosten. Und siehe da: viel günstiger! Kein Wunder, dass frisches Obst und Gemüse regelmäßig nur von einer Minderheit verzehrt wird, die Gehälter hier lassen es nicht anders zu.
Außerdem werden wir in letzter Zeit unfreiwillig in der Milch „downgegradet“: wir kaufen normalerweise die 3%ige Vollmilch für unser Frühstücksmüesli. Seit drei Wochen bekommen wir sie nicht mehr und sind über die 2%ige (gab es heute auch nicht mehr) bei der 1%igen Milch gelandet. Ob das nun etwas mit den Wochentagen zu tun hat (es war immer ein Montag, an dem wir Milch kaufen wollten) oder am Tod von mehr als 35.000 Milchkühen in Texas und New Mexico, die im Blizzard, dem wir entkommen sind, gestorben sind (die Internetpresse verneint dies), liegt; wir wissen es nicht. Allerdings wissen wir auch noch nicht, ob wir dann tatsächlich im Notfall 0%ige Milch essen möchten. Wahrscheinlich aber eher nicht.
Getting healthier every day. After finishing up all chemical medicine, we opt now for the traditional things: drinking gallons of ginger infusion, saline water dripped into the nose and essential oils rubbed onto the chest. Today we wanted to boost our vitamin C balance and bought sumo mandarins. As the name says, they are quite big. And so was the price! We paid 10$ for six(!) mandarins. That’s ridiculous in our eyes. Fresh fruit is much cheaper in Germany, especially citrus fruits in winter. Well, their website says, that we bought an outstanding product. Look for yourself, if you like: sumo citrus, but don’t believe every word: they are as messy as every other mandarin while peeling them and we have eaten others which were sweeter. Compared to prices for vitamin pills the sumos were extremely expensive. It’s getting more understandable, that Americans with an average income can’t afford fresh fruits and vegetables (especially organic) every day. But we also know, that a great deal of the vitamin amount in pills are excreted without any effect.
And then there is the milk miracle. Maybe it’s just a Monday Milk Miracle. We used to buy whole milk with 3% fat, but the shelves stay empty. So we bought milk with 2% fat, and today even those shelves where empty, too. Just the one with 1% was left. No way, that we will buy milk with absolutely no fat the next time! According to Internet statements there is will be no milk shortage because of the 35,000 cows, who died during the blizzard in Texas and New Mexico in December. Who knows?