Die restliche Fahrt durch Texas begann sehr kalt, bei minus fünf Grad und mit Eisblumen an den Fensterscheiben, von innen! Dafür gab es einen sehr schönen Sonnenaufgang in der Pampa.


Wir sind an sehr vielen Baumwollfeldern vorbeigefahren, schon abgeernteten und welchen ganz in weiß. Baumwolle wird erst nach dem ersten Frost geerntet, weil sich dann Stengel und Püschel besser voneinander trennen lassen.



In Amarillo haben wir uns auf der historischen Route 66 entlang ein bisschen die Beine vertreten, in der Sonne war es ganz angenehm, und die Schaufenster einiger der vielen Antiquitätengeschäfte angeguckt. Auch da ist bald Weihnachten. Es lag dort Schnee, den ersten, den wir in diesem Winter gesehen haben. Der heiße Kakao kam dann gerade recht.



Der nächste Sightseeingstopp war die Caddilac Ranch, zehn mit der Schnauze eingegrabene Cadillacs, die seit 1974 dort auf einem Feld stehen und immer wieder neu bemalt und besprüht werden (an dieser Stelle seit 1997). Kunst zum Anfassen, heute eine schlammige Angelegenheit. Aber trotz der Wintersaison waren außer uns etliche Menschen mehr dort, einige Kinder spielten mit Sprühflaschen an den Autos herum.

Und wieder hinauf auf die Interstate 40, die auf bzw. neben der Trasse der historischen Route 66 läuft, ein kurzer Tankstopp in Vega, und dann kurz vor der Grenze zu New Mexico noch ein Fotostopp in einer modernen Geisterstadt. Glenrio wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und in den 1980ern von den letzten Bewohnern verlassen. Wir haben aber einen Neubau und eine bewohnte Ruine gesehen. Es müssen also Menschen dort wohnen.

Und dann waren wir auch schon auf der anderen Seite und in einer neuen Zeitzone angekommen. Nun sind wir acht Stunden hinter der deutschen Zeit. New Mexico ist hier noch leerer als es Texas vorher schon war. Aber die Landschaft ändert sich. Wir sind in der größten Wüstenregion Amerikas angekommen und übernachten in Tucumcari.

