River’s Edge am Yellow River in Holt im Okaloosa County im Nord-Westen Floridas

Zweiter Tag nur fahren. Den Unfall gestern haben wir noch nicht ganz verdaut, aber das Auto fährt. Die Dellen bieten jedenfalls Gesprächsstoff für die ihre Hunde Gassi führenden Rentner auf dem Platz. Und aus dem einen Teil der Tür können wir immer noch ein-und aussteigen. Von Valdosta in Georgia ging es auf Highways Richtung Florida, das wir in dem schön klingenden Ort Chattahoocha erreichten, und damit auch eine neue Zeitzone. Ansonsten ist dieser Teil von Florida anscheinend eher das Armenhaus des Staates. Die Interstates wollten wir vermeiden, dort ist es immer sehr voll und alle wollen nur möglichst schnell weiter und weg. Die von uns heute befahrenen Highways hatten wir zu großen Teilen für uns allein. Immer, wenn sich links und rechts die merkwürdigsten churches mit den seltsamsten Namen ankündigten, wussten wir, dass ein Ort in der Nähe sein müsste, auch wenn auf unserer Landkarte nichts eingezeichnet war. Aber auch wenn der Ort verzeichnet war, bestand er aus nicht viel mehr als aus einer Tankstelle, einer KFZ-Werkstatt, einem kleinen Supermarkt, vornehmlich der Kette Dollar General und vielleicht noch einem Diner. Die zum Ort gehörigen Wohnhäuser waren häufig gar nicht zu sehen, oder aber sie befanden sich schon vorher entlang des Highways unter Bäumen, und dann waren es auch meistens mobile homes in den verschiedensten Stadien des Verfalls. Es erscheint uns zum Teil unglaublich, dass in einigen der Behausungen Menschen wohnen. Waren die Orte nur etwas größer, dann gab es immer auch self storage solutions. Die sehen aus wie viele Fertiggaragen am Stück, genauso groß oder halb – bzw. viertelsogroß, immer ein Rolltor davor. Was die Menschen da wohl alles drin lagern?? Ansonsten gab es einige correctional centers zu sehen und auch wieder state prisoners beim Grünstreifenreinigen, zum Teil fünfstellige Hausnummern entlang des Highways und links und rechts rote Tomatenfelder, weiße Baumwollfelder und gelbe Raps-oder Senffelder. 

Inzwischen haben wir auch ein bisschen weihnachtlich geschmückt. Nachdem die Idee eines kleinen Mini-Weihnachtsbaumes aus Platz-und vor allem Kitschgründen (es gibt schon fertig geschmückte Plastikweihnachtsbäume) verworfen wurde, haben wir ein bisschen seasonal highlights am Rückfenster und Lichterketten am Auto, die dann auch noch den Zweck der Beleuchtung erfüllen. Nur an unserer Befestigungsstrategie müssen wir noch arbeiten. Im Moment setzen wir auf Saughaken, aber die wollen nicht so recht halten. Die anderen Wohnmobile haben meistens Markisen, die ausgefahren sehr gut als Lichterkettenhalterungen funktionieren. 

 

Merry Christmas
   
 
On the road again today. We’re still recovering from the accident yesterday, but the car is working. One part of the double door on the side is blocked, we can still use the other part to get in and out while on the campsite. We avoided the interstates and took highways instead to get from Valdosta, GA to the north western part of Florida, a very remote area. We entered the next time zone in Chattahoocha, the name sounds much nicer than the intersection looked like. Then we were in Florida and it was getting colder. That was a surprise, so tonight we’ll have to use our additional duvets. The cities alongside the highway were quite interesting to look at from our perspective. The appearance of several churches of the different somethings were the signal that the next town would come. The next things were the signs „xy city limits“ and speed reductions and then … a filling station, a car body shop, a General Dollar store and maybe a diner. That’s it. We couldn’t figure out where the people in those towns lived. There were lots of mobile homes (static caravans) before and after the intersections, mostly hidden under trees, sometimes a few houses without hidden tyres beneath them. And the shapes of the mobile homes were often so bad that we just couldn’t imagine that people actually live inside them, but they did. Every few miles there was the possibility to store your belongings in self storage units. Who on earth is hiring all these spaces and what the heck do they keep in them?? What else was remarkable to see today? Two correctional centers and again state prisoners cleaning the highway shoulders; house numbers with five digits; a lot of fields, red tomatoes, white cotton, yellow rape seed or mustard seed.

According to the festive season we decorated our campervan. We skipped the idea of a Christmas tree, because even the smallest version was too big for our van. So we just lit it up and put some ornaments on the rear window although the instructions told us, that we shouldn’t use them on car windows.

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