Heute ist Thanksgiving, das wohl ureigenste Fest Nordamerikas. An der Rezeption des Campingplatzes konnte man sich überhaupt nicht vorstellen, dass das Fest in Europa nicht begangen wird. Wir feiern zusammen mit ca. 80 Menschen auf dem campground. Die Betreiber haben die Truthähne und Schinken besorgt und statten den großen Pavillion mit Geschirr etc. aus. Wir nehmen ein Gericht mit und Getränke für uns. So einfach ist das. Seit dem frühen Mittag riecht es auf dem Platz nicht nur nach den üblichen Lagerfeuern, sondern auch nach gebratenem Fleisch. Überall kann man die deep fry-Automaten sehen, in denen der turkey in Öl vor sich hin gart.

Auf einigen pitches liegt das gute Stück auch in Alufolie eingewickelt auf dem Kugelgrill. Unser Beitrag für das Fest ist europäisch, wir haben einen Tomaten-Couscous-Salat gemacht.

Der Beginn war auf vier Uhr nachmittags terminiert und als gute Deutsche haben wir uns gefragt, wann man dann wohl auftaucht. Aber wir konnten nicht aus unserer Haut und waren pünktlich um zwei Minuten nach vier da. Es standen nicht viele Menschen vor dem River Room, in dem das Buffet aufgebaut werden sollte. Okay, dann waren wir wohl zu früh. Aber nein, als wir hinein gingen, um unseren Salat abzugeben, bog sich das Buffet schon unter der Last verschiedenster dishes, unglaublich!

Noch ein bisschen länger gewartet, bis das Buffet eröffnet wurde und dann rein in die Warteschlange, wir lagen weit vorn, und den ersten Teller gefüllt. Der ham, süßlich schmeckender gekochter Schinken und der turkey, in zwei Varianten, deep-fried in Erdnussöl und im Ofen gegart für die Erdnussallergiker, waren bereits aufgeschnitten.


Viele von den anderen Gerichten konnten wir nicht auf Anhieb erkennen, ganz im Gegensatz zu den Amerikanern. Also haben wir aufgefüllt, was ging und uns durchprobiert, oder auch gefragt, wenn die Gelegenheit da war.

Mit dem gefüllten Teller gingen wir dann zum Pavillion, wo Tische, Stühle und Bänke aufgebaut waren und per Beamer das American Football-Spiel zwischen Carolina und Dallas übertragen wurde. Davon haben wir nicht so viel mitbekommen, obwohl wir uns kurz vorher noch auf youtube zwei kurze Einführungen in das Regelwerk auf Deutsch angesehen haben. Wir haben uns lieber mit den anderen Personen am Tisch unterhalten. Das hat sehr viel Spaß gemacht und war viel zu schnell zuende, fanden wir. Um 18 Uhr waren alle wieder auf ihren pitches, das Buffet war abgebaut und wir hatten nicht einmal vom Dessert-Buffet probiert, dafür aber zweimal vom anderen.

Das ganze nennt sich pot luck dinner, wenn alle einen Beitrag zum gemeinsamen Buffet mitbringen. Unsere Gesprächspartner sagten, wir hätten Glück, dass nicht ein hobo stew dinner angesagt wurde. Zu dem bringt jeder eine Konservendose mit und alles wird in einem Topf zusammen gekocht. Guten Appetit!
Today is Thanksgiving and we are part of this all American tradition on the campground. Everybody, who wants to join in, has to bring a dish and their own drinks. They call this a pot luck dinner. The campground people provide several turkeys and hams. From midday onwards the smell of roasted (on a barbecue) or deep-fried turkey drifted over the area and we prepared a mediterrenian salad dish. When we arrived at the announced meeting place the tables already bent with all the delightful things the people brought along. We joined the queue and ate lovely food. We didn’t know what all it was, but everything we had, tasted delicious. We found a seat in the pavilion, where tables, chairs and benches were set up and the American Football match between Carolina and Dallas was transmitted. But there was no time to watch the game because it was ever so nice talking to the other people on our table. Time went far to quick and after two hours everything was finished and everybody was back at their own pitch. We didn’t try the desserts but we had a great time!
