Der erste Abend auf dem Campingplatz endete noch ganz versöhnlich. Irgendwann kamen die holländischen Nachbarn, die sofort von Kay gefragt wurden, ob wir mit an deren Kabeltrommel durften. Und was geschah dann? Sie hatten doch tatsächlich einen passenden Adapter bis zum nächsten Vormittag für uns übrig. Wie cool ist das denn! Kühlbox dran, Wasserkocher dran, Laptop dran. Dann kamen mit zunehmender Sattheit auch Ideen für die anderen Dinge, die noch zu macgyvern waren: Sicherheitsnadel und ein Stück Tüddelband ließen die Verdunklung erst einmal funktionieren. Ein weiteres Band verbindet das Zelt mit dem Baum und nun werden die Handtücher getrocknet. Das Abwaschen mit Spülschüssel und Baumarktklappkiste als Transportmittel funktionierte prima und der Tisch sah mit Kerze gleich viel schöner aus. Das Bett ist ausgeklappt und eingerichtet sehr einladend und die Campingplatzgeräusche sind viel, viel leiser als auf Wacken.
Am nächsten Vormittag ging es los, mit einem Routenausdruck der Rezeption, um den Outdoorshop zu finden. Klappte sehr gut, und bei ‚Rien de Wolf‘ gab es alles zum momentanen Glücklichwerden: den passenden Adapter für den Stromanschluss, einen Hammer aus einem Guß und die unterschiedlichsten Nuppsis für die Gardinen. Das alles wurde dann den verbleibenden Tag über fein durch Amsterdams Innenstadt spazieren getragen. Amsterdam bei leichtem Wind und strahlend blauem Himmel ist einfach der Hit. Das fanden mit uns zusammen auch Tausende anderer Touristen aus aller Herren Länder. Aber die blieben dort, wo wir die meiste Zeit über nicht waren, also ein perfekter Stadtausflug für uns. Am Ende hatten wir müde Schultern und Füße, da wir alle Strecken zu Fuß abgelaufen sind, außer den kurzen Fährfahrten natürlich. Am Abend stellte sich dann heraus, dass wir auch den ersten Sonnenbrand der Saison mitgenommen hatten. Auf dem Campingplatz hat Martina dann die ersten Schritte in Richtung „Jetzt helfe ich mir selbst mit dem Bulli.“ erfolgreich absolviert: Gardine repariert und Knöpfe angeschraubt. Der Haltegriffe an der Beifahrertür kommt dran, wenn die passende Schraube dafür gefunden ist. Und es macht sogar Spaß, so etwas selbst zu machen.
Everything turned out to be fine in the daylight. We found an outdoor shop and got all replacements. Amsterdam in the sunshine with a light breeze is just perfect (except the unwanted sunburn) and in the end Martina made her first steps repairing things on a car!