Wir haben drei alte Autos: eines ist abgemeldet (Möchte jemand vielleicht einen Corsa mit Automatik-Getriebe kaufen? Wir brauchen noch Geld.), eines ist ausgeliehen und mit dem dritten wollen wir morgen starten, und das ist wird jetzt auch gehen, denn es ist wieder heil!!
Gestern, Sonnabend, am späten Vormittag, wir wollten gerade noch den restlichen Schrott zum Recyclinghof fahren, zickte die Schaltung herum und kurze Zeit später konnten wir nur noch im dritten Gang anfahren (das geht mit einem Diesel, wenn man muss) und im vierten weiterfahren. Alles andere ging nicht mehr!! – Sonnabend, welche Werkstatt hat denn da auf???
Dann ging etwas los, was uns wieder ein paar Nerven, graue Haare und viel Geld kostete, im Nachhinein aber total irreal wirkt und uns den Glauben an die Menschheit zurück schenkt:
In der Nähe des Recyclinghofes haben VW-Schrauber eine Werkstatt. Dort war aber noch keiner da, nur ein Pärchen, das ihren Hund ausführte. Die hatten die Mobilnummer von einem der Schrauber, der ging aber nicht ran. Außerdem hatten sie den Tipp, es mit einer LKW-Werkstatt in der Nähe zu versuchen, die höchstwahrscheinlich auch am Sonnabend geöffnet hat. Also langsam weiter, dafür den mobilen Bauzaun ein bisschen verrückt, damit der Bus überhaupt vorwärts weiterfahren konnte.
In der Werkstatt waren tatsächlich noch Leute, die die restlichen Arbeiten vor dem Feierabend erledigten. Der Bus durfte hinein über die Grube und dann: „Oh hauaha, da ist was ab!“
Bevor aber genauer geguckt werden konnte, musste der Motor erst einmal abkühlen. In der Zeit sind wir dann spazieren gegangen, auch ein Erlebnis der besonderen Art in einem Gewerbegebiet am Sonnabend um 12 Uhr. Ein Café gab es da jedenfalls nicht!
Als wir wieder kamen, war klar, dass eine kleine Kugel, die die Bewegungen der Gangschaltung überträgt, nicht mehr da war, d.h. das Gehäuse, in der sie mal war, musste defekt sein. Der Mechaniker hatte auch schon herumtelefoniert, um ein Ersatzteil zu bekommen. Das gab es bei Audi in Flensburg. Dort ist er dann auch hingefahren, um es zu holen. Vorher gab er uns noch seinen Werkstatt-Ersatzwagen, damit wir unsere restlichen Besorgungen erledigen und nach Hause fahren konnten.
Nach weiteren 6 Stunden (!), die wir genutzt haben, um nicht in Panik zu verfallen und statt dessen lieber Kleidung zu verpacken (davon haben wir auch ziemlich viel, wir wurden nicht wirklich fertig in der Zeit) rief der Mechaniker an, dass das Auto fertig sei.
Wir also wieder hin, einiges an Geld und eine Flasche Wein dagelassen und dafür einen fahrbereiten Bus zurück bekommen, der sich schalten lässt, als wenn alles komplett neu gemacht worden wäre.
Ausgetauscht wurde letztendlich ein kleines Teil von dem Lagerbock. 
Der Lagerbock kam aus Flensburg und passte dann doch nicht. Die Kunststoffumhüllung für die Kugel musste also raus aus dem neuen Lagerbock und hinein in den alten (das muss gedauert haben!!). Dann hätte man für die Montage dünne Mädchenarme gebraucht, so eng war es an der Stelle. Die hat der Jens auch nicht. Der Anlasser musste auch ausgebaut, zwischendurch die Ehefrau beruhigt und der Gitarrenunterricht verschoben werden. Was für ein Einsatz am Feierabend/ Wochenende für völlig fremde Leute, die plötzlich hereinschneien!!!
Und zum Abschluss haben wir uns noch ausgetauscht über unsere Schottland-Reiseerlebnisse und die tolle Landschaft dort.
Vielen, vielen Dank an Jens Rubel (Kraftfahrzeugtechnik-Rubel) !!
Too much to translate. In short: Saturday the circuit (?) of the bus broke down and we had to find a garage still working around midday on a Saturday. We did find one with a very nice mechanic who drove 150 km to get the spare part and built it in, working 7 hours on our car altogether. Thank you so much, Jens!!

