Eastbury Manor und Betty Boo

Nun wissen wir auch, wir wir zwischendurch mal an unsere Post kommen, poste restante ist das Stichwort. Es geht ja nicht immer alles per Email und Telefon zu klären.Am Dienstag ging’s back in time in die Tudor-Zeit. Wir besuchten Eastbury Manor House in Barking, einem Teil von London. Und wir sind mit unserem Bus hingefahren, aufregend. Aber es geht immer besser mit dem Fahren auf der anderen Seite. Das Gebäude ist sehr imposant und über die Jahre hinweg in großen Teilen intakt geblieben. Unmöbliert, dafür aber mit vielen Info-Tafeln, die das Leben in dem Haus gut illustrieren konnten. Im ehemaligen Küchengarten gab es dann Tee mit Schokoladenkuchen und scone plus jam and clotted cream

Abends wurde dann auf den neuen Namen des Busses angestoßen, die Taufpatin Cathy hat sich entschieden, das Auto heißt nun Betty Boo.
Visited Eastbury Manor House in Barking today. And the bus got it’s final name: Betty Boo!

  

Golf, Galerie, Globe

Vergangenen Dienstag haben wir viel Neues erlebt und kennengelernt. Vormittags waren wir mit Paul im Hainault Forest Golf Club auf der Driving Range. Der ist open for the public und so haben wir Schläger ausgeliehen und uns einen Korb mit zunächst 80 Bällen gekauft, den wir durch drei geteilt haben (als der leer war, kam noch ein Korb dazu). Paul zeigte uns in Grundzügen die Haltung des Schlägers und des Körpers und dann ging es los. Und es machte sehr viel Spaß, vor allem auch Kay, der davor eher als Golfhasser bekannt war und nun von all seinen Vorurteilen lassen musste. (Lieben Gruß an Uta!) Anschließend ging es mit dem schwarzen Taxi zum Lunch in die City in traditionelles Speiselokal der working people mitten in London, südlich der Themse, quasi direkt hinter der Tate Modern. Die Öffnungszeiten sind von 6-15 Uhr, es gibt Frühstück und Mittagessen dort, und zwar mit bodenständigen Gerichten in großen Portionen zu kleinem Geld, auf Bänken an Resopaltischen sitzend. Anschließend besuchten wir, wie eigentlich immer, wenn wir in London sind, die Tate Modern und auch wieder, wie immer, bis sie schlossen. Dann musste noch die Verpflegung für den Theaterabend erledigt werden, sandwiches, crisps, chocolate bars, cappuccino, dann reihten wir uns in die Schlange der Wartenden eingereiht und gegessen. Die Aufführung von Measure for Measure war (inzwischen können wir sagen: wie immer) herausragend gut. Obwohl wir das Stück diesmal nicht im Vorwege gelesen hatten , konnten wir das meiste Dank der Regie und der tollen SchauspielerInnen gut verstehen. Shakespeare hat es einfach verstanden, gute Stücke für das Publikum zu schreiben. Diesmal hatten wir sogar das Glück, dass ein Teil der Publikumsunterhaltung vor dem eigentlichen Stück genau dort statt fand, wo wir immer stehen und auch diesmal standen. Direkt an der Stelle, an der Kay stand, sollte ein Mensch von einer Gruppe Böser zusammen geschlagen werden. Damit ihm dabei nichts passiert, wurde Kay von einer Hure gut und unter vollem Körpereinsatz „abgeschirmt“. Ihm wurde sogar angeboten, auch noch einmal drauf zu schlagen, aber das wollte er dem armen Kerl dann doch nicht antun. Nach fast drei Stunden gingen wir beseelt und glücklich, aber mit müden Füßen vom Stehen zur U-Bahn zurück.

Busy day today: went to the driving range in the morning, had lunch in the city, went to the Tate Modern in the afternoon and visited Shakespeare’s Globe in the evening, attending a marvellous performance of ‚Measure for Measure‘.

   

 

National Gallery, London

Sonntag, ein Regentag, wie geschaffen für einen Museumsbesuch. Nach Frühstück mit bacon rolls sind wir gestartet, Richtung Trafalgar Square. Von Paul bekamen wir den Hinweis, unter einem Bogen des Admirality Arch nach Nelsons extra Nase Ausschau zu halten. Diese wurde im Zuge des Baus von Nelson’s Column angefertigt, eine extra Nase, falls die andere beim Zusammenbau der Statue zu Schaden gekommen wäre. Ist sie aber nicht und so hatte man eine Nase übrig. Die hat man dann in den Triumphbogen integriert, und zwar in der Höhe, dass die Reiter auf ihren Pferden sie beim Durchreiten berühren konnten, was angeblich Glück bringen sollte. Beim Suchen der Nase trafen wir einen älteren Herrn auf der gleichen Mission. Er erzählte uns dazu, dass in einer Geschichte von Gogol sich eine Nase selbstständig macht und Staatsrat in St. Petersburg wird. Diese Geschichte hat Schostakowitsch zu einer Oper verarbeitet. Anschließend ging es in die National Gallery, um all die bekannten und weniger bekannten alten Meister der verschiedenen Epochen anzuschauen und ein Wiedersehen mit den Lieblingsbildern zu feiern. Unterbrochen wurde dies durch den Besuch einer tollen Sonderausstellung Soundscapes und des Restaurants. Für die Soundscapes hat das Museum sechs Musiker eingeladen, sich ihr Lieblingswerk aus den Sammlungen auszusuchen und dazu ein Stück Musik zu komponieren. In die Musiker und deren Entwicklung der Kompositionen wurde mittels eines Films eingeführt, bevor man dann in kleinen Gruppen in die schwarz ausgeschlagenen Räume gelassen wurde. Jeder Künstler hatte einen eigenen Raum, der von den anderen schallisoliert war, in dem das Bild hing und die Musik in Dauerschleife lief. Das war ein einzigartiges und sehr abwechslungsreiches Erlebnis. Am besten gefiel uns die Komposition ‚Ultramarine‚ von Jamie xx, einem 25jährigen britischen, preisgekrönten DJ, die von Rysselberghes ‚Küstenlinie‘ inspiriert war. Danach war eine Kaffeepause angesagt, die dann aber in Tee und Schokoladenkuchen bzw. Scone mündete. Und als das Museum um 18 Uhr schloss, müssten wir leider wieder gehen.

Wer noch bis Anfang September in London sein wird, sollte sich die Soundscapes nicht entgehen lassen, nationalgallery.org.uk/soundscapes

   
 Rainy days in London are good days for visiting a museum. Not that new idea, hundreds of tourists and language school kids had the same. Before heading towards the National Gallery, we were looking for Nelson’s spare nose. It’s on one wall of Admirality Arch. The story is that they produced a spare nose for Nelson’s statue on top of the column, in case the first nose would break. Which it didn’t do, so they put the nose onto the wall. The cavalery could touch the nose for luck while riding through the Arch. After that we saw all the great pieces of Art in the Gallery and visited the Soundscapes exhibition, where musicians and sound artists were invited to choose a painting and respond musically to it. Just great!

Spaziergang durch Soho

London’s calling: heute schien die Sonne und wir haben aus dem Reiseführer ‚London’s Hidden Walks, vol.1‘ den Spaziergang durch Soho gemacht.
Doch zuvor ging es noch einmal durch die Denmark Street, ein letztes Mal die Nase an den Schaufenstern mit den teuren Vintage-Gitarren (Fender Telecaster von 1956 für £19.995,00) plattgedrückt, bevor die Häuser mit den Musikläden abgerissen werden. Eines ist schon geschlossen. Das Besondere an den Spaziergängen ist, dass man viel über die früheren Bewohner einzelner Häuser erfährt, interessante Geschichten liest und selbst die unscheinbarsten Gebäude viel erzählen können. Wir haben z.B. Paul McCartneys Firmensitz gesehen, die Trident Studios, ein seeeehr diskretes Hotel, dem man überhaupt nicht ansehen konnte, was es überhaupt ist, keine Schild, kein Hinweis, nichts. Wir waren in einer kleinen katholischen Kirche und im Garten einer anderen Kirche, die gar keine ist. Dort steht nur noch der Turm, dahinter sind Wohnungen gebaut, die man aber erst auf den zweiten Blick als solche erkennt. Wir sind an einer Menge Pubs vorbei gekommen und an Ronnie Scott’s Jazz Club. Besonders schön war auch die Kaffeepause im Maison Bertaux mit unglaublich leckeren Torten und people watching.

   
   
We walked Soho this afternoon together with a guidebook which told us all the hidden places and stories behind the walls of more or less unspectacular looking buildings.

Ankunft in London

Donnerstag Vormittag das erste Mal alles wieder in den Bus geschafft und schon die ersten Optimierungen gefunden beim Packen. Auch das Zelt zusammenlegen ging schneller und einfacher. Allerdings müssen wir noch an unserem stressfreien Zusammenspiel arbeiten. Vor dem Packen wurde noch das Lunchpaket für die Fährüberfahrt nach England gepackt: Käsebrote aus luftigem holländischen Brot mit Gurke und Paprika, selbstgeschnittener Weißkohlsalat mit Sylter Soße. Um kurz nach 11 Uhr Richtung Hoek van Holland gestartet, über die Autobahn, schon weil es eigentlich keine anderen Straßen in Holland gibt. Außerdem dreispurige Kreisel plus Bypässen und 5-6spurige Autobahnen. Dazu an den Seiten ziemlich viel Wasser und riesige Gewächshausanlagen. Dank Navi-Yannik haben wir problemlos den Fähranleger gefunden, lustig war, dass Yannik die Orte und Zahlen holländisch ausspricht. Auch das Einchecken auf die Fähre ging problemlos, es dauerte nur sehr lange, bis sie vollständig beladen war. Die Fähre fuhr dann mit einer 3/4 Stunde Verspätung ab und wir haben uns die Zeit vertrieben mit spielen und lesen, essen und trinken, nach drinnen und nach draußen gucken. Zu letzterem ergatterten wir einen Platz direkt an einem der Fenster. Bei der Ankunft waren wir dann erstaunlicherweise ziemlich pünktlich, mussten noch durch die Passkontrolle und dann ging es los mit dem Fahren auf der linken Seite. Glücklicherweise war es zuerst noch hell und wir fuhren auf einer Autobahn. Das war gut zum Üben. Die wurde dann aber gesperrt und die ganze Blechkarawane bewegte sich langsam, oft an Ampeln haltend und in zunehmender Dunkelheit durch die Ortschaften. Als wir endlich am Ziel ankamen, war die Tasse Tee und der biscuit ein wunderbarer Willkommensgruß. Der ganze nächste Tag war dank des Dauerregens dem Ausruhen gewidmet.

Packing the whole stuff into the bus again and then off to Hoek van Holland and with the ferry to Harwich. The Sat Nav brought us save and in the right speed on the left side towards London. And we managed our first traffic diversion as well. A nice cup of tea and some biscuits awaited us at night. The next day brought a lot of relaxing due to the rain which fell down constantly. 

Infos aus Amsterdam

Der erste Abend auf dem Campingplatz endete noch ganz versöhnlich. Irgendwann kamen die holländischen Nachbarn, die sofort von Kay gefragt wurden, ob wir mit an deren Kabeltrommel durften. Und was geschah dann? Sie hatten doch tatsächlich einen passenden Adapter bis zum nächsten  Vormittag für uns übrig. Wie cool ist das denn! Kühlbox dran, Wasserkocher dran, Laptop dran. Dann kamen mit zunehmender Sattheit auch Ideen für die anderen Dinge, die noch zu macgyvern waren: Sicherheitsnadel und ein Stück Tüddelband ließen die Verdunklung erst einmal funktionieren. Ein weiteres Band verbindet das Zelt mit dem Baum und nun werden die Handtücher getrocknet. Das Abwaschen mit Spülschüssel und Baumarktklappkiste als Transportmittel funktionierte prima und der Tisch sah mit Kerze gleich viel schöner aus. Das Bett ist ausgeklappt und eingerichtet sehr einladend und die Campingplatzgeräusche sind viel, viel leiser als auf Wacken.

Am nächsten Vormittag ging es los, mit einem Routenausdruck der Rezeption, um den Outdoorshop zu finden. Klappte sehr gut, und bei ‚Rien de Wolf‘ gab es alles zum momentanen Glücklichwerden: den passenden Adapter für den Stromanschluss, einen Hammer aus einem Guß und die unterschiedlichsten Nuppsis für die Gardinen. Das alles wurde dann den verbleibenden Tag über fein durch Amsterdams Innenstadt spazieren getragen. Amsterdam bei leichtem Wind und strahlend blauem Himmel ist einfach der Hit. Das fanden mit uns zusammen auch Tausende anderer Touristen aus aller Herren Länder. Aber die blieben dort, wo wir die meiste Zeit über nicht waren, also ein perfekter Stadtausflug für uns. Am Ende hatten wir müde Schultern und Füße, da wir alle Strecken zu Fuß abgelaufen sind, außer den kurzen Fährfahrten natürlich. Am Abend stellte sich dann heraus, dass wir auch den ersten Sonnenbrand der Saison mitgenommen hatten. Auf dem Campingplatz hat Martina dann die ersten Schritte in Richtung „Jetzt helfe ich mir selbst mit dem Bulli.“ erfolgreich absolviert: Gardine repariert und Knöpfe angeschraubt. Der Haltegriffe an der Beifahrertür kommt dran, wenn die passende Schraube dafür gefunden ist. Und es macht sogar Spaß, so etwas selbst zu machen.

Everything turned out to be fine in the daylight. We found an outdoor shop and got all replacements. Amsterdam in the sunshine with a light breeze is just perfect (except the unwanted sunburn) and in the end Martina made her first steps repairing things on a car!

Bremen – Amsterdam

Nun wissen wir auch, wo man in Bremen Smartphones reparieren lassen kann. Gestern Abend schon ließ sich Kays Telefon nicht mehr aufladen, morgens war es dann tot. Glücklicherweise hatten wir bei Heike und Walter Internet, sodass wir den nächsten Reparaturshop leicht finden konnten, direkt in der Innenstadt. Dort fanden wir sofort einen Parkplatz, dazu eine nette Frau, die uns ihren noch nicht ganz abgelaufenen Parkschein überließ – wieder nette Erlebnisse, die das Generve recht schnell vergessen ließen. Auch die Reparatur dauerte nur einen kurzen Spaziergang zum nächsten Café inklusive einem Cappuccino lang. Schon waren wir richtig auf dem Weg und gegen 13:30 Uhr war die niederländische Grenze überquert.
Der Umweg über den Ijsselmeerdamm lohnte sich wegen des Ausblicks. In Amsterdam angekommen, war auch der Campingplatz schnell gefunden, dem Navi sei Dank. Der zugewiesene Platz war dann zwar nicht der Traum, aber immerhin hatten wir ja bereits gebucht und bekamen einen Platz. Der gestampfte Kiesboden ließ die Zeltheringe hinein, zumindest ein Stückchen, dafür blieb der Hammer auf der Strecke. Die Verdunklungsgardinen passen, allerdings sind mehr Befestigungsgegenstücke kaputt als vorher bemerkt. Und der Stromadapter passte auch nicht, falsches Gegenstück; Laden in der Nähe, aber schon geschlossen. Naja, der Gaskocher liefert heißes Wasser für laune- und lebensrettenden Kaffee, immerhin aus der stylischen Bodumkanne. Und dazu die letzten leckeren Mandelhörnchen von Ute. So gilt das verzweifelte „Ich will wieder nach Hause!“ dann irgendwie auch nicht mehr. Vielleicht ist es auch zu heiß für einen Start in ein ganz anderes Leben. Und wir sind erschöpft. Morgen ist ein neuer Tag 😉.

Und hey, freies Wlan auf dem Platz, und es funktioniert, wie ihr lesen könnt!!

  

 Hurrah, finally arrived in Amsterdam and put up the tent. But living in a bus which pretends to be a kind of camper van and having to store everything except ourselves in the tent is a very, very new and strong experience. And now we know, what we still have to do to improve our new life: Buying a new hammer (second  thing, which broke down today, we already had to visit a shop in Bremen to get Kay’s mobile fixed), spare thingys to put up the curtains and the right adapter to get electricity.

But WiFi is working, as you can see.

Wir sind dann wirklich weg.

11Uhr Take Off ließ sich tatsächlich mit der fast schon obligatorischen ct-Verspätung realisieren. Die Nachbarn kamen zum Abschiedswinken mit Handtüchern, die Kinder filmten, Emotionen ließen die Wasserstände in den Augen dramatisch ansteigen.
Dann ging es ganz geruhsam durch eine an viele Dänemark-Urlaube erinnernde Landschaft, die auch so roch, quer durch Schleswig-Holstein, um sich von den alten Eltern zu verabschieden, anschließend südwärts über die Kanalbrücke bei Brunsbüttel und die Brücke des Störsperrwerks bei Wewelsfleth zum Fährhafen in Glückstadt. Nach einer Dreiviertelstunde Wartezeit kam der Blick über den Deich, weitere dreißig Minuten später waren wir auf der Fähre. Die zwanzig Minuten Überfahrt reichten für den obligatorischen Kaffee und Kays Bockwurst.
Nach einem kurzen Verabschiedungsstopp bei der fast 92jährigen Tante in Bremerhaven waren wir dann rechtzeitig zum Grillen bei Heike und Walter in Bremen und beendeten den aufregenden ersten Reisetag sehr gemütlich im Garten.

 

We really did it, we left our home for new adventures. But first of all we had to say good buy to our old parents and our even older aunt. Then we took the ferry across the river Elbe and finished our first day in our friend’s garden in Bremen (no, not camping in the garden, but with a really nice barbecue.

unvorhergesehene Dinge geschehen

Wir haben drei alte Autos: eines ist abgemeldet (Möchte jemand vielleicht einen Corsa mit Automatik-Getriebe kaufen? Wir brauchen noch Geld.), eines ist ausgeliehen und mit dem dritten wollen wir morgen starten, und das ist wird jetzt auch gehen, denn es ist wieder heil!!

Gestern, Sonnabend, am späten Vormittag, wir wollten gerade noch den restlichen Schrott zum Recyclinghof fahren, zickte die Schaltung herum und kurze Zeit später konnten wir nur noch im dritten Gang anfahren (das geht mit einem Diesel, wenn man muss) und im vierten weiterfahren. Alles andere ging nicht mehr!! – Sonnabend, welche Werkstatt hat denn da auf???

Dann ging etwas los, was uns wieder ein paar Nerven, graue Haare und viel Geld kostete, im Nachhinein aber total irreal wirkt und uns den Glauben an die Menschheit zurück schenkt:

In der Nähe des Recyclinghofes haben VW-Schrauber eine Werkstatt. Dort war aber noch keiner da, nur ein Pärchen, das ihren Hund ausführte. Die hatten die Mobilnummer von einem der Schrauber, der ging aber nicht ran. Außerdem hatten sie den Tipp, es mit einer LKW-Werkstatt in der Nähe zu versuchen, die höchstwahrscheinlich auch am Sonnabend geöffnet hat. Also langsam weiter, dafür den mobilen Bauzaun ein bisschen verrückt, damit der Bus überhaupt vorwärts weiterfahren konnte.

In der Werkstatt waren tatsächlich noch Leute, die die restlichen Arbeiten vor dem Feierabend erledigten. Der Bus durfte hinein über die Grube und dann: „Oh hauaha, da ist was ab!“

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Bevor aber genauer geguckt werden konnte, musste der Motor erst einmal abkühlen. In der Zeit sind wir dann spazieren gegangen, auch ein Erlebnis der besonderen Art in einem Gewerbegebiet am Sonnabend um 12 Uhr. Ein Café gab es da jedenfalls nicht!

Als wir wieder kamen, war klar, dass eine kleine Kugel, die die Bewegungen der Gangschaltung überträgt, nicht mehr da war, d.h. das Gehäuse, in der sie mal war, musste defekt sein. Der Mechaniker hatte auch schon herumtelefoniert, um ein Ersatzteil zu bekommen. Das gab es bei Audi in Flensburg. Dort ist er dann auch hingefahren, um es zu holen. Vorher gab er uns noch seinen Werkstatt-Ersatzwagen, damit wir unsere restlichen Besorgungen erledigen und nach Hause fahren konnten.

Nach weiteren 6 Stunden (!), die wir genutzt haben, um nicht in Panik zu verfallen und statt dessen lieber Kleidung zu verpacken (davon haben wir auch ziemlich viel, wir wurden nicht wirklich fertig in der Zeit) rief der Mechaniker an, dass das Auto fertig sei.

Wir also wieder hin, einiges an Geld und eine Flasche Wein dagelassen und dafür einen fahrbereiten Bus zurück bekommen, der sich schalten lässt, als wenn alles komplett neu gemacht worden wäre.

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Ausgetauscht wurde letztendlich ein kleines Teil von dem Lagerbock.  IMG_6446

Der Lagerbock kam aus Flensburg und passte dann doch nicht. Die Kunststoffumhüllung für die Kugel musste also raus aus dem neuen Lagerbock und hinein in den alten (das muss gedauert haben!!). Dann hätte man für die Montage dünne Mädchenarme gebraucht, so eng war es an der Stelle. Die hat der Jens auch nicht. Der Anlasser musste auch ausgebaut, zwischendurch die Ehefrau beruhigt und der Gitarrenunterricht verschoben werden. Was für ein Einsatz am Feierabend/ Wochenende für völlig fremde Leute, die plötzlich hereinschneien!!!

Und zum Abschluss haben wir uns noch ausgetauscht über unsere Schottland-Reiseerlebnisse und die tolle Landschaft dort.

Vielen, vielen Dank an Jens Rubel (Kraftfahrzeugtechnik-Rubel) !!

Too much to translate. In short: Saturday the circuit (?) of the bus broke down and we had to find a garage still working around midday on a Saturday. We did find one with a very nice mechanic who drove 150 km to get the spare part and built it in, working 7 hours on our car altogether. Thank you so much, Jens!!

 

Endspurt

Nun geht’s looos!!

Wir legen voll im Plan (das bedeutet, dass wir ihn abarbeiten, bis wir los fahren, den Rest müssen dann die Kinder erledigen 😂). Unsere Sachen sind schon so weit zusammen gepackt, dass das Haus langsam fremd wird. Die Kinder haben ihre ersten Sachen hineingebracht, fliegender Wechsel. Und der leere VW-Bus mutiert zu einem kleinen Camper-Van.

Nearly everything of our things is stored away and the first belongings of the kids came into the house. So it’s more or less a flying change. And the formerly empty bus transforms into a camper van.

Hier einige Impressionen/ some impressions:

Auto Dachboxen  Inzwischen ist die eine Dachbox schon gefüllt./ The first roof top box is already filled.

IMG_2658  Auch diese Kartons sind schon voll./ These boxes are packed.

IMG_2659 Und dies alles will noch mit!/ And all this stuff wants to come with us!