Nur noch 59 Tage / 59 days to go

Nun wird es langsam ernst und neben den ganzen Vorbereitungen und Planungen schleicht sich schon manchmal ein Gedanke ein: „Mensch, was haben wir uns da bloß vorgenommen? Ein ganzes Jahr unterwegs zu sein, kein festes Haus, in das man sich mal zurück ziehen kann. Nur wir beide.“

Da kam das folgende Zitat von Rainer Maria Rilke genau zur rechten Zeit: „Wenn die Sehnsucht größer als die Angst ist, wird Mut geboren. Ohne Sehnsucht machen wir uns nicht auf den Weg.“

Also: in 59 Tagen sind wir dann auf’m Weg into the blue!

Sometimes fear pops up: just the two of us, a year far away from home. Then, right in time, came along a good quotation by Rilke, which I couldn’t find in English, so maybe it isn’t by him at all. Never mind, it says: if longing gets bigger than fear, courage is born. We wouldn’t start on our way into the blue without longing. So: 59 days to go!

Probefahrten

Es war nun nicht so, dass sich in Sachen Sabbatjahr-Planung nichts getan hat. Wir haben inzwischen ein bisschen geprobt, nur leider in offline-Regionen.

Am vorletzten Wochenende waren wir auf Pellworm. Der Bus blieb allerdings auf Nordstrand stehen.

Nordstrand „Schau mal, gleich sehen wir so große Seehunde!“ Aber die blieben ihrer gleichnamigen Bank einfach fern, als wir mit dem Schiff daran vorbei fuhren 😒.

Und über Himmelfahrt haben wir dann das Campen mit dem Bus ausprobiert und sind über Nordfriesland nach Rømø/DK gefahren. In Nordfriesland haben wir den Bus auf einem öffentlichen Parkplatz in Südwesthörn abgestellt. Das war zunächst ein merkwürdiges Gefühl. Man hörte nur den Wind und das Blöken der Schafe und genoss die Lightshow der vielen Windkraftanlagen.

Südwesthörn Frühmorgens verwechselten die Vögel den Bus (ist ja auch grün) mit der dahinter liegenden Hecke und weckten uns mit ihrem Getrappel auf dem Dach. Der frische Kaffee fiel dann aus, weil wir für den Gaskocher zwar die Kartuschen, aber kein Feuerzeug bzw. Streichhölzer mitgenommen hatten. In Süderlügum gab es dann beides: Kaffee und ein Feuerzeug.

Auf Rømø fanden wir einen ruhigen Campingplatz und konnten das Aufbauen des Zeltes (nicht so schwer) und das Rangieren des Busses (ziemlich schwierig, den genau im richtigen Abstand vor die Öffnung zu bekommen, so dass das Zwischendach auch ans Auto passt und die Schiebetür sich noch öffnen lässt) üben.

Römö Camping Diesmal gelang das Kaffee kochen dann ganz einfach ohne Feuerzeug, man musste nur den Schalter ganz nach links drehen! Dafür haben wir nun ein Reisefeuerzeug, falls wir für die Gemütlichkeit auch mal eine Kerze anzünden möchten.

Das Schlafen im Bus war bequem, aber sehr kalt! Nun wissen wir, dass wir noch mehr Wolldecken und Fleecepullis einpacken müssen. Mann, waren das kalte Nächte!!!

Römö Strand Tagsüber war es auch nicht wirklich warm. Dafür entschädigt der fast unendlich große Strand auf Rømø mit Bernsteinfunden und tollen Fotomöglichkeiten.

 

We did a little test camping trial with The Green Thing in the most northwestern part of Germany, where we stood next to the North Sea on the safe side of the dyke, trying to find out, how comfortable our „bed“ in the van is (acceptable), see photo 2. Morning started early because the birds thought that our Green Thing was part of the hedges behind it and landed on our roof top. And then there was no fresh coffee! We had coffee, water, a coffee maker, a gas cooker with a full cartridge, but no lighter nor matches!! So we had to buy one in the next village, where we got hot coffee, too. We drove to Denmark onto the nice island of Rømø, where we found a nice and quiet campsite. There we tried to set up the tent (which was easy) and to park the van next to it (which was difficult, because we had to match tent and van, so that we could get in and out the van via the tent), see photo 3. But the coffee was good and we could make it without our new lighter: You just have to turn the ignition into the right position! Well, we can use the lighter to light a candle to have a bit of „Gemütlichkeit“ on the campsite.

But it was really, really cold, we definitely have to pack more woollen blankets and pullovers for the big journey.  

The Green Thing

Nun kommt endlich das schon in einem früheren Beitrag angekündigte Foto von unserem T4-Bus, mit dem wir durch GB fahren werden. Nachdem wir schon zwei schmale Dachboxen über eBay-Kleinanzeigen bekommen haben, kam heute endlich der Dachgepäckträger dazu. Wir hatten zwar einen geliehen bekommen, aber leider war der nicht sicher genug zu befestigen. Beim kräftigen Ziehen an dem Teil bewegte es sich. Das ist uns zu riskant. Wir wollen ja keine Schafe in Schottland durch umherfliegende Dachboxen ums Leben kommen lassen 🐑.

T4

Well, this is our Green Thing (named by our English friends while trying to identify the colour of the car on a photo). With this car, it’s not a van camper but we can sleep in it, we will explore the British Isles. We got the roof racks today. We already had a pair, which didn’t fit properly. So we were afraid, that we would kill some sheep in Scotland with the „coffins“ darting into them 🐑.

Does anybody know the correct expression for the thing on the racks, you can see in the photo? Please comment.